Sichler Fensterputzroboter zeigt E1 – Vakuumverlust

Lesedauer: 16 Min
Aktualisiert: 3. April 2026 16:26

E1 bedeutet hier fast immer, dass der Roboter die Haftung an der Scheibe nicht stabil halten kann. In den meisten Fällen steckt dahinter kein Totalausfall, sondern eine Kombination aus Tuch, Feuchtigkeit, Fensterfläche, Ansaugung oder Stromversorgung.

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Entscheidend ist: Dieser Fenstersauger hält sich über Unterdruck an glatten Flächen fest, passt den Ansaugdruck an und ist für verschiedene Glasflächen gedacht. Dazu kommen Sicherheitsleine und ein Notstrom-Akku als Absturzschutz, falls die Haftung oder Stromversorgung kurz wegbricht. 

Die Lösung lautet meist: Scheibe erst trocken vorbereiten, Tücher korrekt aufziehen, nur leicht anfeuchten, Kabel ohne Zug führen und den ersten Start genau beobachten. Gerade bei Sichler-Fensterrobotern hilft es oft schon, den ersten Durchgang trocken zu machen und die Pads nicht zu nass zu verwenden. 

Wenn dein Gerät E1 sofort nach dem Ansetzen meldet, liegt die Ursache oft ganz nah an der Kontaktfläche. Dann sitzt ein Tuch schief, die Scheibe ist an der Startstelle zu glatt durch Reinigerfilm oder zu stumpf durch Staub, ein Lufteinlass ist zugesetzt oder das Gerät wurde nicht sauber angesetzt. Tritt E1 dagegen erst nach einigen Sekunden oder mitten im Wischgang auf, musst du eher an nachlassende Ansaugung, feucht gewordene Tücher, Kabelzug oder eine ungünstige Stelle am Fenster denken.

Viele machen an dieser Stelle den gleichen Fehler: Sie starten immer wieder neu, ohne den Ausgangszustand zu verändern. Das kostet Zeit und bringt oft gar nichts. Ein Fensterputzroboter reagiert ziemlich direkt auf das, was zwischen Gerät und Glas passiert. Schon ein kleiner Fussel am Pad, ein Tropfen zu viel oder eine unebene Stelle am Rand kann reichen, damit aus normaler Haftung plötzlich Vakuumverlust wird.

Was Vakuumverlust bei diesem Fehlerbild meistens auslöst

Am häufigsten steckt kein innerer Defekt dahinter, sondern eine gestörte Abdichtung zwischen Gerät und Scheibe. Der Roboter muss dicht aufliegen, während sein System Luft abführt und so Haftung erzeugt. Sobald dabei irgendwo Nebenluft entsteht, bricht die Stabilität weg. Genau dann taucht E1 auf oder der Roboter stoppt, piept oder setzt nicht mehr sauber seinen Weg fort.

Typische Auslöser sind:

  • zu feuchte oder ungleichmäßig sitzende Reinigungspads
  • Staub, Pollen, Fettfilm oder Sand an der Startstelle
  • Fensterrahmen, Silikonkanten, Griffe oder Aufkleber in unmittelbarer Nähe
  • Kabelzug nach unten oder zur Seite
  • Luftwege im Gerät, die durch Schmutz gebremst werden
  • abgenutzte, verhärtete oder schief montierte Tücher
  • eine Scheibe, auf der der Roboter nur an einer bestimmten Stelle E1 zeigt
  • ein Wischgang auf stark nasser Fläche statt auf nur leicht angefeuchtetem Pad

Gerade der Punkt mit den Tüchern wird oft unterschätzt. Viele denken, mehr Feuchtigkeit müsse das Ergebnis verbessern. In Wirklichkeit kann zu viel Reiniger genau das Gegenteil auslösen. Das Pad wird schwerer, die Reibung verändert sich, die Kante liegt nicht mehr gleichmäßig an und auf dem Glas bildet sich ein Film, auf dem der Roboter beim Ansaugen schlechter startet. E1 ist dann nicht die eigentliche Ursache, sondern die Folge.

Auch die Fensterfläche selbst spielt eine größere Rolle, als man im ersten Moment denkt. Ein großes, ebenes Glasfeld ist für so ein Gerät meist unkompliziert. Schwieriger wird es an schmalen Seitenscheiben, sehr nah am Rahmen, an Glas mit Struktur, an Übergängen, an kalten Außenscheiben mit leichtem Beschlag oder an Flächen, auf denen schon viel Reiniger verteilt wurde. Dort muss das Gerät permanent nachregeln, und genau in dieser Phase sind Haftungsabbrüche am wahrscheinlichsten.

Die ersten Handgriffe sparen dir oft die meiste Zeit

Bevor du lange suchst, geh in einer festen Reihenfolge vor. So merkst du schnell, ob die Ursache außen an Scheibe und Pad liegt oder eher im Gerät selbst.

Nimm den Roboter von der Scheibe, trenne ihn kurz vom Strom und kontrolliere zuerst die Pads. Sie müssen gleichmäßig sitzen, dürfen nicht verdreht aufgezogen sein und sollten weder tropfnass noch hart und verschmutzt sein. Danach prüfst du die Stelle am Fenster, an der du neu startest. Wenn dort Schlieren, Staub, Fettränder oder ein glatter Reinigerfilm zu sehen sind, wischst du genau diese Fläche einmal trocken vor.

Dann schaust du dir die Unterseite an. Alles, was Luftführung, Ansaugung oder den sauberen Kontakt stören kann, gehört weg. Dazu zählen Staubflusen, Haare, kleine Fasern vom Tuch und Schmutz an den Kanten. Anschließend kontrollierst du das Kabel. Es darf nicht schon beim Ansetzen nach unten ziehen oder sich am Fenstergriff, an einer Ecke oder an der Verlängerung verhaken.

Diese Reihenfolge spart meist Zeit:

  • Pads abnehmen und auf Sitz, Feuchtigkeit und Verschmutzung prüfen
  • Startfläche am Glas trocken wischen
  • Unterseite und Luftwege von losen Fasern befreien
  • Kabel locker führen und Zug vermeiden
  • Gerät mittig auf einer gut erreichbaren Fläche neu ansetzen
  • die ersten Sekunden genau beobachten statt sofort wegzugehen

Wenn der Roboter danach stabil startet, war die Ursache fast immer außen zu finden. Kommt E1 trotz dieser Vorbereitung sofort wieder, wird ein inneres Ansaugproblem wahrscheinlicher.

Daran merkst du, ob eher Scheibe, Tuch oder Gerät dahintersteckt

Das Muster des Fehlers verrät viel. Du musst dafür nicht raten, sondern nur darauf achten, wann und wo E1 auftaucht.

Kommt E1 direkt beim Start auf mehreren Fenstern, deutet das eher auf Pad, Ansaugung, Luftweg oder Stromversorgung hin. Der Roboter schafft dann seine Grundhaftung nicht zuverlässig. In so einem Fall bringt es wenig, ständig die Scheibe zu wechseln. Du solltest zuerst am Gerät selbst und an den Tüchern ansetzen.

Taucht E1 nur auf einem bestimmten Fenster oder nur auf einer bestimmten Höhe auf, liegt die Spur eher an der Fläche. Vielleicht sitzt dort ein kaum sichtbarer Film, eine feuchte Stelle, ein Übergang zur Dichtung oder eine leichte Unebenheit. Oft sind es genau solche lokalen Punkte, an denen die Abdichtung kurz aufbricht.

Wenn der Fehler erst nach einem halben oder dreiviertel Durchgang erscheint, verändern sich meist während der Fahrt die Bedingungen. Das Pad nimmt Feuchtigkeit und Schmutz auf, der Gleitwiderstand steigt, die Kante des Tuchs liegt anders an oder das Kabel beginnt zu ziehen. Dann hat der Start noch geklappt, aber die Reserven reichen später nicht mehr aus.

Ein weiteres wichtiges Signal ist das Geräusch. Wird das Gerät hörbar angestrengter, ohne dass es stabil weiterläuft, spricht viel für einen zugesetzten Luftweg oder eine schwächer werdende Ansaugung. Läuft es dagegen normal, meldet aber an einer ganz bestimmten Zone wiederholt E1, solltest du die Fensterfläche und die Randbedingungen an genau dieser Stelle prüfen.

So gehst du Schritt für Schritt vor

Viele kommen schneller ans Ziel, wenn sie nicht alles gleichzeitig ändern. Besser ist ein kontrollierter Neustart in kleinen Schritten.

Zuerst bereitest du die Scheibe trocken vor. Nicht die ganze Fensterfront, sondern vor allem die Startfläche und den Bereich, in dem der Roboter die ersten Zentimeter zurücklegt. Dort dürfen kein dicker Reinigerfilm, keine Staubinsel und keine feuchten Ränder sitzen. Wenn das Glas vorher stark verschmutzt war, entfernst du groben Schmutz besser vorab, damit das Pad nicht gleich beim Ansetzen überfordert wird.

Als Nächstes kümmerst du dich um die Tücher. Sind sie älter, verhärtet, schief gespannt oder ungleichmäßig feucht, tauschst du sie. Bei leichten Verschmutzungen funktioniert ein trockener erster Durchgang oft besser als ein nasser. Danach kannst du bei Bedarf mit nur leicht angefeuchteten Pads nacharbeiten. Genau an diesem Punkt scheitern viele, weil sie direkt mit viel Reiniger starten und der Roboter dadurch keinen stabilen Kontakt bekommt. 

Dann folgt der Neustart. Setze das Gerät nicht sofort ganz oben in die kritischste Ecke, sondern mittiger auf eine möglichst ebene Glasfläche. Halte es sauber an die Scheibe, warte den Aufbau der Haftung ab und beobachte die ersten zwanzig bis dreißig Sekunden. Erst wenn es dort stabil bleibt, lässt du es seinen Weg weiterfahren.

Bleibt der Fehler aus, kannst du dich Stück für Stück an schwierigere Zonen wagen. Kommt E1 wieder, brichst du ab und veränderst nur einen Punkt: andere Pads, trockenere Tücher, andere Startstelle, anderes Fenster oder anderes Kabelrouting. So erkennst du, was wirklich hilft.

Wenn E1 sofort nach dem Ansetzen erscheint

Dieses Muster ist fast immer auf die Startbedingungen zurückzuführen. Das Gerät bekommt seinen Unterdruck gar nicht erst stabil aufgebaut. Meist sind drei Dinge besonders verdächtig: das Tuch sitzt nicht richtig, die Scheibe ist an der Startstelle ungünstig vorbereitet oder die Ansaugung wird schon in der ersten Sekunde gestört.

Prüfe deshalb zuerst, ob beide Reinigungspads plan und ohne Wellen aufliegen. Schon kleine Falten oder ein leicht versetzter Sitz reichen aus, damit der Kontakt ringsum nicht gleichmäßig ist. Danach schaust du auf die Scheibe. Eine frisch eingesprühte Fläche sieht oft ideal aus, ist für den Start aber manchmal zu nass. Ebenso ungünstig ist eine Stelle mit feinem Staub, der wie eine Trennschicht wirkt.

Außerdem lohnt sich ein Blick auf das Kabel. Wenn es direkt nach unten zieht oder an der Fensterbank hängen bleibt, kippt der Roboter minimal aus seiner Auflage. Für das Auge sieht das oft unkritisch aus. Für die Haftung reicht diese kleine Veränderung aber schon aus.

Wenn der Fehler erst nach einigen Sekunden oder mitten im Lauf kommt

Dann hat das Gerät anfangs noch genug Haftung aufgebaut. Später verändert sich etwas. Genau dieses Verhalten spricht oft gegen einen sofortigen Totalausfall und eher für ein nachlassendes Zusammenspiel aus Tuch, Luftstrom und Fensterfläche.

Ein typischer Ablauf sieht so aus: Der Start klappt, das Pad nimmt Schmutz und Feuchtigkeit auf, an einer Kante sammelt sich mehr Nässe, das Tuch zieht etwas schwerer über das Glas und die Ansaugung muss stärker nacharbeiten. Kommt dann noch eine Dichtung, ein Glasübergang oder ein kleiner Zug am Kabel dazu, reicht die Reserve nicht mehr. E1 erscheint.

In so einem Fall hilft es, nicht einfach wieder neu zu starten, sondern die Bedingungen auf halbem Weg zu verbessern. Wechsle die Pads, wische die kritische Zone trocken vor und setze den Roboter danach noch einmal oberhalb oder unterhalb der Stelle an, an der er vorher ausgestiegen ist. Wenn er dann durchläuft, hast du die Ursache sehr wahrscheinlich eingegrenzt.

Warum zu viel Reiniger oft mehr schadet als hilft

Viele erwarten von einem Fensterputzroboter dasselbe Verhalten wie von einem Handwischer. Das passt aber nur teilweise. Beim Handputzen kannst du kurzfristig mit mehr Flüssigkeit arbeiten, weil du Druck, Winkel und Tempo selbst ausgleichst. Der Roboter ist darauf angewiesen, dass sein Kontakt zur Scheibe konstant bleibt.

Zu viel Reiniger hat gleich mehrere Nachteile. Erstens werden die Pads schwerer. Zweitens verteilt sich ein Film auf dem Glas, auf dem der Start schlechter gelingt. Drittens sammelt sich Feuchtigkeit am Rand des Tuchs, wodurch die Auflage ungleich wird. Und viertens bindet das Tuch mehr Schmutz, was zusätzlich bremst.

Deshalb fährt man mit wenig Feuchtigkeit oft besser. Wenn die Scheibe stark verschmutzt ist, entfernst du erst Staub, Pollen oder gröbere Spuren und gibst dem Roboter danach eine Fläche, auf der er gleichmäßig arbeiten kann. Das klingt unspektakulär, löst E1 aber erstaunlich oft.

Diese Fensterstellen sind besonders anfällig

Nicht jede Glasfläche fordert den Roboter gleich stark. Einige Bereiche gelten fast schon als Klassiker für Haftungsabbrüche.

Direkt am Rahmen ändern sich oft Druckverhältnisse und Auflage. An Silikonkanten, Griffnähe, Fensterkreuzen oder schmalen Seitenscheiben hat das Gerät weniger Reserve. Dazu kommen Flächen, die man mit bloßem Auge für glatt hält, die aber durch Beschichtung, feinen Belag oder eine minimale Struktur anders reagieren als das große Glasfeld in der Mitte.

Auch kalte Außenscheiben können heikel sein, wenn sich ein feiner Feuchtigkeitsfilm bildet. Dann startet der Roboter nicht auf trockenem Glas, sondern auf einer kaum sichtbaren Schicht. Das muss nicht immer E1 auslösen, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit deutlich.

Wenn dein Sichler Fensterputzroboter nur an einem Dachfenster, nur an der Balkontür oder nur an einem bestimmten Segment aussteigt, solltest du die Ursache zuerst an dieser Fläche suchen und nicht sofort vom Gerät selbst ausgehen. Der Roboter ist laut Produktangaben zwar auch für schräge und rahmenlose Fenster nutzbar, braucht dort aber besonders konstante Bedingungen und die korrekt befestigte Sicherungsleine. 

Was du nach der Prüfung konkret ändern solltest

Sobald du eine wahrscheinliche Ursache gefunden hast, kommt der entscheidende Teil: Du musst nicht nur prüfen, sondern die Bedingung wirklich ändern.

Bei zu feuchten Pads nimmst du frische, trockene oder nur leicht angefeuchtete Tücher. Bei verschmutzter Startfläche wischst du nicht einmal schnell darüber, sondern entfernst den Film gründlich. Bei Kabelzug legst du das Kabel neu, statt es nur kurz anzuheben. Wenn die Fensterzone kritisch ist, setzt du etwas versetzt an oder reinigst diese Stelle zuerst per Hand vor.

Hilfreich ist dabei ein einfacher Vergleich. Ändere immer nur einen Punkt und teste dann erneut. So merkst du, ob der Erfolg wirklich an der Maßnahme lag. Änderst du alles gleichzeitig, weißt du hinterher nicht, was den Unterschied gemacht hat. Das ist bei Fehlern wie E1 besonders ungünstig, weil sie oft aus mehreren kleinen Faktoren entstehen.

Wenn du nach dem Tausch der Pads und einem trockenen Neustart plötzlich wieder mehrere Bahnen ohne Abbruch schaffst, war die Ursache fast sicher extern. Bleibt E1 dagegen auf mehreren Fenstern und mit frischen Tüchern bestehen, verschiebt sich der Verdacht stärker in Richtung Ansaugung oder internes Bauteil.

Wann ein inneres Ansaugproblem wahrscheinlicher wird

Ein inneres Problem wird vor allem dann plausibel, wenn der Fehler auf unterschiedlichen Fenstern, mit verschiedenen Pads und nach sorgfältiger Vorbereitung immer wieder erscheint. Dann reicht es nicht mehr, nur die äußeren Bedingungen zu optimieren.

Besonders auffällig ist, wenn die Haftung insgesamt schwächer erscheint, der Roboter ungewöhnlich schnell aussteigt oder sich das Geräusch der Ansaugung verändert hat. Dann kann ein Luftweg teilweise blockiert sein, ein Ventilator nicht mehr richtig arbeiten oder die Abdichtung im Gerät selbst nicht mehr konstant genug schließen.

Auch nach langer Nutzung ohne gründliche Reinigung kann sich im Gerät etwas angesammelt haben, das den Luftstrom bremst. Bei solchen Fällen bringt ein weiterer Neustart meistens wenig. Dann musst du gezielt an die Stellen, an denen Staub, Fasern oder getrocknete Reinigungsreste den Unterdruck verschlechtern können.

Wenn du dich an eine gründliche Reinigung der Unterseite wagst, arbeite vorsichtig und ohne Gewalt. Alles, was sich leicht entfernen lässt, nimmst du weg. Alles, was nur mit Druck, Werkzeug oder Zerlegen erreichbar wäre, lässt du besser in Ruhe. Sonst wird aus E1 schnell ein zusätzlicher Schaden.

Diese Fehler beim Neustart machen das Ganze oft schlimmer

Es gibt ein paar Reaktionen, die verständlich sind, aber den Fehler regelmäßig verschärfen.

Der erste Klassiker ist hektisches Nachsprühen. Wer direkt noch mehr Glasreiniger aufträgt, verschlechtert oft die Startbedingungen. Der zweite Klassiker ist wiederholtes Ansetzen genau auf derselben problematischen Stelle. Wenn dort bereits Film, Staub oder Feuchtigkeit die Ursache sind, ändert sich durch den nächsten Versuch nichts. Der dritte Klassiker ist das Ignorieren des Kabels. Gerade wenn man sich nur auf das Fenster konzentriert, übersieht man schnell, dass das Gerät seitlich oder nach unten gezogen wird.

Ebenfalls ungünstig ist der Neustart mit alten, bereits vollgesogenen Pads. Sie sehen manchmal noch okay aus, verhalten sich aber anders als frische Tücher. Und schließlich hilft es auch nicht, den Roboter sofort an die schwierigste Kante zu setzen, nur weil dort der Fleck sitzt. Starte zuerst dort, wo die Bedingungen günstig sind. Erst danach arbeitest du dich an die heiklen Stellen heran.

Wenn der Fehler nur bei einem Fenster immer wieder auftaucht

Dann lohnt sich ein sehr nüchterner Test. Setze den Roboter an einem anderen, möglichst einfachen Fenster an. Läuft er dort stabil, ist das Gerät grundsätzlich arbeitsfähig. Danach kehrst du zu der kritischen Fläche zurück und veränderst nur die Vorbereitung.

Bei genau einem schwierigen Fenster spielen oft diese Punkte zusammen: Randnähe, Dichtung, Temperatur, Beschichtung, lokale Feuchtigkeit oder ein Glasreinigerfilm. Das bedeutet nicht, dass das Fenster ungeeignet ist. Es bedeutet nur, dass die Startbedingungen dort enger sind. Häufig reicht schon eine trockenere Vorbereitung oder eine leicht versetzte Startposition.

Gerade bei großen Balkontüren oder rahmenlosen Glasflächen ist es außerdem sinnvoll, die Sicherungsleine so zu befestigen, dass sie nicht in eine Zugrichtung gerät, die das Gerät beim Fahren stört. Die Leine soll sichern, nicht am Roboter ziehen.

Wann du lieber nicht weiterprobierst

Manchmal ist es klüger, den Test zu beenden, statt E1 zehnmal hintereinander zu provozieren. Das gilt vor allem dann, wenn die Haftung sofort wieder abreißt, der Roboter hörbar untypisch läuft oder du den Eindruck hast, dass der Unterdruck gar nicht mehr normal aufgebaut wird.

Auch wenn das Gerät nach kurzer Zeit warm wird und gleichzeitig keine stabile Haftung mehr schafft, solltest du eine Pause einlegen. Dauernde Neustarts helfen dann selten. Prüfe lieber in Ruhe die Unterseite, die Tücher und die Luftwege und beginne später mit einem kontrollierten Neustart an einer einfachen Fläche.

Wenn du dagegen erkennst, dass der Fehler nur aus einem zu nassen Start resultierte, kannst du nach dem Anpassen normal weitermachen. Der Unterschied zeigt sich meist schnell: Entweder der Roboter hält wieder sauber an der Scheibe, oder E1 taucht praktisch sofort erneut auf. Dieses klare Ja-oder-nein-Verhalten hilft dir bei der Eingrenzung.

Häufige Fragen

Ist E1 bei einem Sichler Fensterputzroboter sofort ein Defekt?

Nein, meistens nicht. E1 steht in der Praxis häufig dafür, dass die Haftung an der Scheibe nicht stabil genug bleibt und der Roboter deshalb abbricht oder stoppt.

Können zu nasse Tücher wirklich Vakuumverlust auslösen?

Ja, das kommt häufig vor. Wenn die Pads zu viel Feuchtigkeit aufnehmen, verändert sich die Auflage am Glas und der Start oder die Fahrt werden instabil.

Sollte ich die Scheibe vor dem Start komplett einsprühen?

Eher nicht. Besser ist eine trockene oder nur leicht vorbereitete Startfläche, damit der Roboter sicheren Kontakt bekommt und nicht auf einem Reinigerfilm ansetzt.

Warum läuft der Roboter auf einem Fenster problemlos und auf dem anderen nicht?

Dann liegt die Ursache oft an der Fläche selbst. Rahmennähe, Dichtungen, Beschichtung, Feuchtigkeit oder eine ungünstige Startstelle reichen dafür manchmal schon aus.

Kann das Kabel den Fehler E1 mitverursachen?

Ja, indirekt schon. Wenn die Leitung zieht, hängen bleibt oder am Gerät zerrt, verändert sich die Auflage leicht und die Haftung kann abreißen.

Hilft es, das Gerät einfach mehrmals neu zu starten?

Nur selten. Ohne eine Veränderung an Tuch, Scheibe, Startposition oder Kabel wiederholt sich der gleiche Fehler meist sofort.

Ist ein trockener erster Durchgang sinnvoll?

Oft ja. Gerade bei staubigen oder leicht verschmutzten Scheiben klappt der erste Durchgang trocken häufig stabiler als mit stark befeuchteten Pads. 

Wann wird ein inneres Geräteproblem wahrscheinlicher?

Wenn E1 auf mehreren Fenstern, mit frischen Pads und nach gründlicher Vorbereitung immer wiederkehrt. Dann spricht mehr dafür, dass Luftweg, Ansaugung oder ein internes Bauteil die Haftung beeinträchtigen.

Kann ich den Roboter trotz E1 weiter auf rahmenlosen Fenstern nutzen?

Ja, grundsätzlich schon, wenn die Bedingungen stimmen. Gerade dort solltest du aber besonders auf trockene Startflächen, korrekt sitzende Pads und die sauber befestigte Sicherungsleine achten. 

Fazit

Entscheidend ist: E1 bei Vakuumverlust bedeutet meistens nicht, dass dein Sichler Fensterputzroboter sofort kaputt ist. Sehr oft bricht einfach die Haftung ab, weil Tuch, Scheibe, Feuchtigkeit, Randbedingungen oder Kabelzug nicht zusammenpassen.

Am meisten bringt eine feste Reihenfolge: Pads prüfen, Startfläche trocken vorbereiten, Unterseite auf Fasern kontrollieren, Kabel ohne Zug führen und den Neustart an einer einfachen Glasfläche testen. Wenn der Roboter dann wieder stabil läuft, lag die Ursache fast immer außen. Bleibt E1 auf mehreren Fenstern und mit frischen Tüchern bestehen, wird ein inneres Ansaugproblem deutlich wahrscheinlicher.

Checkliste
  • zu feuchte oder ungleichmäßig sitzende Reinigungspads
  • Staub, Pollen, Fettfilm oder Sand an der Startstelle
  • Fensterrahmen, Silikonkanten, Griffe oder Aufkleber in unmittelbarer Nähe
  • Kabelzug nach unten oder zur Seite
  • Luftwege im Gerät, die durch Schmutz gebremst werden
  • abgenutzte, verhärtete oder schief montierte Tücher
  • eine Scheibe, auf der der Roboter nur an einer bestimmten Stelle E1 zeigt
  • ein Wischgang auf stark nasser Fläche statt auf nur leicht angefeuchtetem Pad


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