Wenn dein Trockner meldet, dass der Behälter voll ist, obwohl du ihn gerade geleert hast, steckt fast immer ein Problem im Kondenswasser-System oder bei den Sensoren dahinter. In vielen Fällen lässt sich das zu Hause lösen, indem du Pumpensumpf, Schläuche, Filter und Schwimmer gründlich reinigst und danach einen Reset bzw. Testlauf machst. Oft ist kein Techniker nötig, aber es braucht ein systematisches Vorgehen.
Bevor du etwas zerlegst, zieh immer den Netzstecker und lass das Gerät kurz stehen. Wasser, Strom und enge Bauteile sind keine ideale Kombination, deshalb arbeitest du lieber langsam, mit Handtuch, Schüssel und etwas Geduld.
Wie das Kondenswasser-System im Trockner funktioniert
Um die Fehlermeldung zu verstehen, hilft ein kurzer Blick auf den Aufbau. Ein Kondensationstrockner oder Wärmepumpentrockner sammelt Feuchtigkeit aus der Wäsche im Inneren und leitet sie als Kondenswasser ab. Dieses Wasser läuft normalerweise nach unten in eine Sammelmulde (Pumpensumpf), wird durch eine kleine Pumpe nach oben transportiert und landet schließlich im Kondenswasserbehälter, den du regelmäßig ausleerst.
Die Meldung über einen vollen Behälter wird je nach Modell durch einen Schwimmerschalter, einen Sensor oder die Elektronik ausgelöst. Wenn irgendwo der Wasserfluss blockiert ist, der Schwimmer klemmt oder der Sensor falsche Werte liefert, denkt die Elektronik: Der Behälter ist voll, auch wenn oben nichts drin ist.
Wenn du verstehst, wo Wasser hinlaufen soll, kannst du systematisch prüfen, an welcher Stelle es hängen bleibt. Typische Problemstellen sind die Kondensatwanne im Bodenbereich, der Schlauch zur Pumpe, der Schlauch vom Pumpensumpf zum Behälter, der Behälter selbst, die Pumpeneinheit und die Kontakte oder Sensoren im oder am Behälter.
Typische Ursachen für die Behälter-voll-Meldung
Die Ursache liegt fast immer an ein paar wiederkehrenden Stellen. Du sparst dir viel Zeit, wenn du diese zuerst prüfst, bevor du über Elektronikdefekte nachdenkst.
- Fussel- oder Flusenblockade im Pumpensumpf oder in den Schläuchen
- Verstopfter Wärmetauscherbereich (bei Kondensationstrocknern) oder Schmutz im Kondensatkanal
- Festhängender Schwimmer in der Bodenwanne
- Defekte oder schwergängige Kondenswasserpumpe
- Verschmutzte Kontakte oder Sensoren am Behälter
- Verbogener oder beschädigter Behälter, der nicht mehr korrekt einrastet
- Verstopfter oder abgekoppelter Ablaufschlauch bei Festanschluss an den Abfluss
- In seltenen Fällen: Defekt auf der Elektronikplatine oder ein Sensorfehler
Wenn du Glück hast, erreichst du die Ursache bereits durch das Reinigen von sichtbaren Bereichen, ohne viele Verkleidungen lösen zu müssen. Wenn die Meldung nach ein paar Reinigungs- und Sichtprüfungen bleibt, gehst du tiefer ins Gerät.
Erste Schritte: Einfache Prüfungen ohne Zerlegen
Bevor du Abdeckungen löst, kannst du einige einfache Kontrollen durchführen, die oft schon die Lösung bringen. Diese Schritte kosten dich nur wenige Minuten.
Behälter wirklich komplett entleeren
Manchmal bleibt am Boden ein Wasserrest stehen oder der Behälter ist schräg gehalten worden. Leere ihn in ein Waschbecken, schwenke ihn kurz, damit auch der Rest herauskommt, und trockne die Unterseite mit einem Tuch.Behälter korrekt einsetzen
Schiebe den Behälter wirklich bis zum Anschlag hinein. Viele Geräte haben hinten einen kleinen Stift oder Schalter, der nur auslöst, wenn der Behälter ordentlich einrastet. Wenn der Behälter nur ein paar Millimeter zu weit draußen steht, bleibt die Meldung aktiv.Kontakte und Sensorflächen reinigen
Falls am Behälter kleine Metallkontakte, Magnetflächen oder Sensorpunkte sichtbar sind, wische sie mit einem leicht feuchten Tuch ab und trockne sie dann gründlich. Eingetrocknete Waschmittelreste oder Kalk können hier für Fehlmeldungen sorgen.Trockner kurz stromlos machen
Zieh den Stecker für 5 bis 10 Minuten. Dadurch setzt sich bei vielen Modellen ein Teil der Elektronik zurück, und nach erneutem Starten wird der Behälterzustand neu bewertet.
Wenn die Meldung danach verschwindet, war vermutlich der Sitz des Behälters, ein Kontaktproblem oder ein Softwarehänger die Ursache. Bleibt die Anzeige, musst du das Kondenswasser-System genauer untersuchen.
Pumpensumpf und Kondensatweg gründlich reinigen
Die häufigste Ursache ist eine Blockade im Bereich, in dem das Wasser im Boden des Trockners gesammelt und zur Pumpe geführt wird. Dieser Bereich sitzt tief unten, meist hinter einer vorderen Klappe oder hinter dem Wärmetauscher.
Du brauchst üblicherweise ein Handtuch, eine kleine Schüssel oder einen flachen Becher, ein weiches Tuch, gegebenenfalls eine alte Zahnbürste und etwas warmes Wasser. Achte darauf, keine scharfen Gegenstände zu verwenden, die Kunststoffteile beschädigen können.
Gerät spannungsfrei machen
Zieh den Stecker des Trockners. Falls der Stecker schwer zugänglich ist, nimm dir Zeit, an ihn heranzukommen, oder schalte notfalls den entsprechenden Sicherungsautomaten aus.Zugang zur Kondensatwanne öffnen
Bei vielen Geräten befindet sich unterhalb der Tür eine Klappe oder der Zugang über den Wärmetauscher. Öffne diese Klappe und suche nach einer Vertiefung, in der manchmal etwas Wasser steht. Das ist oft der Pumpensumpf.Wasserreste entfernen
Schöpfe stehendes Wasser mit einem Becher oder einem Schwamm heraus. Das schützt dich vor Überschwemmungen beim weiteren Arbeiten und erlaubt dir, den Bodenbereich zu sehen.Flusen und Schmutz entfernen
Taste mit den Fingern vorsichtig den Boden ab. In vielen Geräten sitzt dort eine kleine Öffnung oder ein Gitter, wo das Wasser zur Pumpe läuft. Entferne sichtbare Flusen, Haare und Schmutz vorsichtig mit den Fingern oder einem weichen Tuch.Kanäle spülen
Gib ein wenig warmes Wasser in den Pumpensumpf und beobachte, ob es zügig abläuft. Wenn das Wasser schlicht stehen bleibt, ist der Abfluss zur Pumpe oder der Kanal verstopft. Du kannst mit den Fingern oder einer weichen Bürste leicht nachhelfen, aber drücke dabei nichts mit Gewalt in schmale Öffnungen hinein.
Wenn das Wasser anschließend wieder schneller abläuft oder du vorher sichtbare Flusennester entfernt hast, stehen die Chancen gut, dass die Fehlermeldung bald verschwindet. Im nächsten Schritt prüfst du, ob die Pumpe selbst arbeitet.
Funktion der Kondenswasserpumpe prüfen
Die Kondenswasserpumpe sorgt dafür, dass Wasser aus dem Bodenbereich in den Sammelbehälter gefördert wird. Wenn diese Pumpe schwergängig, blockiert oder defekt ist, glaubt die Elektronik, der Behälter sei voll, weil das Wasser nicht abtransportiert wird.
Um die Pumpe zu testen, brauchst du nicht immer das komplette Gerät zu zerlegen. Viele Modelle lassen sich über den Zugang zum Pumpensumpf grob überprüfen.
Wasser zum Test einfüllen
Gib nach der Reinigung wieder etwas Wasser in die Bodenmulde, aber nur so viel, dass du im Zweifel nicht zum Badezimmer umziehen musst, falls etwas daneben geht.Stecker einstecken und Kurzprogramm starten
Schließe den Trockner wieder ans Netz an, stelle ein kurzes Programm oder die Option „Lüften“ ein und starte das Gerät mit eingesetztem Behälter.Geräusche und Wasserbewegung beobachten
Lausche während der ersten Minuten, ob du ein leises Laufgeräusch der Pumpe hörst. Oft ist ein rhythmisches Surren oder Gluckern wahrnehmbar, während Wasser in den Behälter gepumpt wird. Prüfe nach ein paar Minuten den Behälter: Ist mehr Wasser hineingelaufen, arbeitet die Pumpe zumindest teilweise.
Wenn du weder Pumpengeräusch hörst noch Wasser im Behälter ankommt, obwohl unten Wasser steht, kann die Pumpe blockiert oder defekt sein. In vielen Fällen lässt sie sich ausbauen und reinigen, teilweise auch mit etwas Geschick wieder gangbar machen. Der Aufwand und die Zugänglichkeit hängen stark vom Modell ab.
Schwimmer und Schwimmerschalter überprüfen
Viele Trockner verwenden im Bodenbereich einen Schwimmer, der bei steigendem Wasserstand einen Schalter betätigt. Dieser Schalter meldet der Elektronik: Der Behälter (bzw. der Sammelbereich) ist voll, der Trocknungsvorgang muss abgebrochen werden.
Wenn dieser Schwimmer klemmt, in hoher Position hängen bleibt oder durch Schmutz blockiert wird, bleibt das Signal „voll“ dauerhaft anliegen. Dann meldet das Gerät einen vollen Behälter, obwohl oben kaum oder gar kein Wasser ankommt.
Je nach Modell gelangst du an den Schwimmer über den vorderen Bodenbereich oder durch Abnahme der Seitenwand. Der Schwimmer besteht häufig aus einem Styropor- oder Kunststoffkörper, der sich frei vertikal bewegen können muss.
- Reinige den Bereich um den Schwimmer herum von Flusen und Ablagerungen.
- Prüfe, ob sich der Schwimmer leicht auf- und abbewegen lässt.
- Kontrolliere, ob beim Bewegen ein leichtes Klicken vom Schalter zu hören ist (nicht bei allen Modellen hörbar).
Wenn der Schwimmer wieder frei läuft, verschwindet die Fehlermeldung oft sofort beim nächsten Programmlauf. Bleibt er trotz Reinigung hängen oder wirkt beschädigt, lohnt sich der Austausch des Bauteils durch einen Fachbetrieb.
Besonderheiten bei Wärmepumpentrocknern
Wärmepumpentrockner haben ein geschlossenes System mit Wärmepumpe und Kondensator, das noch sensibler auf Verschmutzungen reagiert. Hier kann sich Feuchtigkeit zusammen mit Fusseln im Kondensatweg festsetzen und das Wasser an unglücklichen Stellen stauen.
Viele Hersteller schreiben vor, wie oft der Wärmetauscherbereich oder die Flusensiebe gereinigt werden sollen. Wenn diese Reinigungen lange vernachlässigt wurden, kann das Wasser schlechter ablaufen und es kommt schneller zu Fehlermeldungen rund um den Behälter.
Achte daher bei Wärmepumpentrocknern besonders auf folgende Punkte:
- Flusensiebe in der Türöffnung und ggf. im unteren Bereich nach jeder Trocknung reinigen.
- Kondensationsbereich nach Herstellerangabe säubern, je nach Gerät auch mit etwas Wasser ausspülen.
- Auf ausreichende Belüftung rund um das Gerät achten, damit kein Hitzestau entsteht, der die Elektronik unnötig belastet.
Wenn ein Wärmepumpentrockner durchgängig signalisiert, dass der Behälter voll sei, obwohl Behälter und Kanäle frei scheinen, kann auch ein Fehler in der Steuerelektronik oder im Füllstandssensor vorliegen. Hier hilft dann meist nur eine fachkundige Diagnose.
Typische Alltagsszenarien und was du daraus lernen kannst
Im Alltag taucht die Fehlermeldung gerne im ungünstigsten Moment auf: Wäscheberg fertig, Zeit knapp, und der Trockner weigert sich. Einige typische Situationen helfen dir zu erkennen, welche Ursache wahrscheinlich ist.
Fehlermeldung direkt nach dem Entleeren
Wenn du den Behälter leerst, ihn wieder einsetzt und die Meldung sofort beim Einschalten wieder da ist, spricht vieles für diese Punkte: Der Behälter sitzt nicht sauber in der Führung, die Kontakte oder Sensorflächen sind verschmutzt, oder die Elektronik hat sich „verschluckt“ und braucht einen Reset.
In diesem Fall lohnt sich vor allem ein sehr sorgfältiges Einsetzen des Behälters, das Reinigen der Kontaktstellen und ein kurzer Strom-Reset. Häufig erledigt sich der Fehler schon dadurch.
Trockner stoppt nach einigen Minuten mit voller-Behälter-Hinweis
Startet das Programm normal, und der Hinweis erscheint erst nach einigen Minuten, sammelt sich im Inneren Wasser an, das nicht weggefördert wird. Typische Ursachen sind dann ein teilweise verstopfter Pumpensumpf, verschmutzte Kanäle oder eine Pumpe, die schwergängig geworden ist.
Hier solltest du systematisch den Bodenbereich reinigen, den Wasserfluss testen und beobachten, ob Wasser im Behälter ankommt. Wenn im Bodenbereich Wasser steht, der Behälter aber leer bleibt, ist das ein starker Hinweis auf eine schwache oder blockierte Pumpe.
Fehler tritt nach längerer Pause plötzlich auf
Wenn der Trockner lange nicht benutzt wurde und der Fehler plötzlich beim ersten Start nach Monaten auftritt, können Ablagerungen getrocknet sein und nun den Schwimmer oder kleine Öffnungen blockieren. Auch Kontakte können in der Zeit oxidiert oder verschmutzt sein.
Eine gründliche Reinigung des Kondenswasserweges inklusive Behälter, Schwimmerbereich und Kontaktflächen hilft in solchen Fällen besonders häufig.
Wann der Kundendienst sinnvoll ist
Viele Ursachen lassen sich mit etwas Zeit und Sorgfalt selbst beheben. Es gibt aber klare Anzeichen, bei denen ein Fachbetrieb die bessere Wahl ist, damit du dir nicht mehr Schaden einhandelst.
- Du hast Pumpensumpf, Kanäle und Behälter gereinigt, aber der Fehler kommt sofort wieder.
- Die Pumpe läuft offensichtlich nicht, obwohl der Schwimmer frei ist und Wasser im Boden steht.
- Es treten zusätzlich ungewöhnliche Geräusche, Geruch nach verschmortem Kunststoff oder Fehlermeldungen im Display auf.
- Das Gerät ist noch in der Garantiezeit und du möchtest nichts riskieren, was den Anspruch gefährden könnte.
In diesen Fällen kann ein Techniker gezielt Pumpe, Schwimmerschalter und Elektronik messen und defekte Teile tauschen. Oft sind Baugruppen wie Pumpe oder Sensor vergleichsweise günstig, während eine neue Elektronikplatine deutlich teurer werden kann.
Typische Bedienfehler, die die Fehlermeldung begünstigen
Nicht jede Störung geht auf ein technisches Versagen zurück. Manchmal führen ungünstige Gewohnheiten oder kleine Nachlässigkeiten dazu, dass das Kondenswasser-System früher Probleme macht.
- Behälter nur selten leeren und immer bis zum Rand füllen.
- Flusensieb nicht nach jedem Trockengang reinigen.
- Wäschetrockner in engen Nischen betreiben, ohne Luftzirkulation.
- Trockner bei stark verschmutzter oder sehr sandiger Wäsche dauerhaft nutzen, ohne häufiger zu reinigen.
Wenn du dir angewöhnst, Behälter und Flusensiebe regelmäßig zu reinigen und ab und zu einen Blick in den Kondensatbereich zu werfen, reduzierst du die Wahrscheinlichkeit für plötzliche Fehlermeldungen deutlich.
Besonderer Fall: Trockner mit direktem Ablauf an den Abfluss
Einige Modelle lassen sich so umbauen, dass das Kondenswasser direkt in den Abfluss läuft. In diesem Fall wird der Behälter nur noch selten oder gar nicht mehr verwendet. Trotzdem kann der Trockner anzeigen, dass der Behälter voll sei.
Wenn ein Ablaufschlauch zum Abfluss angeschlossen ist, prüfe Folgendes:
- Ist der Schlauch geknickt oder gequetscht?
- Steckt das Schlauchende zu tief im Abflussrohr und wird durch Rückstau blockiert?
- Haben sich in der Schlauchleitung Ablagerungen oder Schmutz gesammelt?
Löse den Schlauch am Abfluss, lass etwas Wasser durchlaufen und beobachte, ob das frei abfließt. Wenn der Trockner auf den direkten Ablauf umgerüstet wurde, aber intern dennoch so „denkt“, als wäre der Behälter im Einsatz, kann zudem eine falsche Einstellung oder eine fehlerhafte Umrüstung vorliegen. Dann lohnt sich ein Blick in die Bedienungsanleitung oder der Kontakt mit dem Hersteller-Support.
So gehst du am besten Schritt für Schritt vor
Damit du nicht wahllos Teile zerlegst, hilft ein klarer Ablauf, der von einfachen zu aufwendigeren Maßnahmen führt. So trennst du einfache Kontaktprobleme von echten Defekten.
- Behälter vollständig leeren, säubern und sicher einsetzen.
- Kontaktflächen und Sensorstellen am Behälter und im Schacht reinigen.
- Trockner kurz stromlos machen und erneut starten.
- Flusensiebe reinigen und Kondensatbereich visuell prüfen.
- Pumpensumpf suchen, Wasserreste entfernen und Flusen aus der Mulde holen.
- Testen, ob Wasser aus dem Pumpensumpf abgepumpt wird.
- Schwimmer auf freie Beweglichkeit prüfen.
Wenn der Fehler nach diesen Schritten weiter besteht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Pumpe, Schwimmerschalter oder Elektronik ein Problem haben. Dann ist ein Kostenvoranschlag durch den Kundendienst der nächste sinnvolle Schritt.
Wie du künftige Probleme mit der Behälteranzeige vermeidest
Ein paar einfache Gewohnheiten im Alltag verhindern viele Störungen des Kondenswasser-Systems. Du sparst damit nicht nur Nerven, sondern auch potenzielle Reparaturkosten.
- Behälter nach ein bis zwei Trockengängen leeren, nicht erst bei sichtbarer Füllung.
- Flusensieb wirklich nach jedem Lauf ausputzen, auch wenn es nur wenig verschmutzt wirkt.
- Einmal im Monat den unteren Bereich prüfen und stehendes Wasser sofort entfernen.
- Mindestens einmal pro Jahr eine gründlichere Reinigung von Kondensatbereich und Kanälen einplanen.
- Gerät so aufstellen, dass du Klappen und Zugänge ohne großen Aufwand erreichst, damit die Reinigung nicht „vergessen“ wird.
Wenn du deinen Trockner als Gerät mit Wasserkreislauf begreifst, das wie ein kleines Abflusssystem gepflegt werden will, lässt sich die Meldung eines angeblich vollen Behälters meist gut kontrollieren.
FAQ: Häufige Fragen zur Behälter-voll-Anzeige
Warum meldet mein Trockner „Behälter voll“, obwohl ich ihn gerade geleert habe?
In vielen Fällen bleibt Wasser im Pumpensumpf oder in den Schläuchen stehen und wird nicht vollständig in den Behälter gefördert. Die Elektronik interpretiert das als Überfüllung, obwohl der Auffangbehälter leer ist. Oft hilft eine gründliche Reinigung des Wasserkanals, des Pumpensumpfs und der Pumpe.
Kann ich den Trockner weiter benutzen, wenn ständig Behälter voll angezeigt wird?
Du solltest den Betrieb nicht dauerhaft mit dieser Meldung fortsetzen, da Wasser unkontrolliert austreten und in die Elektronik oder Dämmung laufen kann. Außerdem schaltet das Gerät häufig aus Sicherheitsgründen ab, sodass die Wäsche nicht richtig trocknet. Beseitige die Ursache möglichst zeitnah, bevor Folgeschäden entstehen.
Wo finde ich den Pumpensumpf bei meinem Gerät?
Der Pumpensumpf sitzt meist hinter der vorderen Wartungsklappe im Bereich des Kondensators oder unterhalb des Flusensiebs. Bei einigen Wärmepumpentrocknern erreichst du ihn, wenn du die Klappe unter der Tür öffnest und den Einsatz vorsichtig herausziehst. Ein Blick in die Bedienungsanleitung hilft, die genaue Position und den Zugang zu finden.
Wie erkenne ich, ob die Kondenswasserpumpe defekt ist?
Typische Anzeichen sind laute Schleif- oder Brummgeräusche ohne Wasserförderung, wiederkehrende Störmeldungen nach kurzer Laufzeit und ein sichtbar mit Wasser gefüllter Sumpf. Wenn die Pumpe bei einem kurzen Test mit etwas Wasser im Sumpf gar nicht anläuft, obwohl das Programm läuft, deutet das stark auf einen Defekt oder einen elektrischen Fehler hin.
Hilft es, den Trockner einfach zu resetten?
Ein Reset durch Trennen vom Stromnetz für einige Minuten kann einen Fehlerspeicher zurücksetzen und sporadische Störungen beseitigen. Bleibt die Behälter-voll-Meldung danach unmittelbar bestehen oder kehrt schnell zurück, liegt die Ursache fast immer an Wasserweg, Schwimmer oder Pumpe und muss mechanisch behoben werden. Verlasse dich daher nicht allein auf einen Reset.
Was mache ich, wenn die Anzeige direkt nach Programmstart erscheint?
Hier steckt häufig ein festhängender Schwimmer oder ein defekter Schwimmerschalter dahinter, der ständig „voll“ meldet. Prüfe, ob der Schwimmer frei beweglich ist, sich leicht auf und ab bewegen lässt und nicht durch Flusen oder Kalk blockiert wird. Lässt sich das Problem dadurch nicht lösen, kann ein Tausch des Schalters notwendig sein.
Kann ich die Schläuche selbst reinigen oder muss das der Kundendienst machen?
Die frei zugänglichen Schläuche und Kanäle im Bereich von Behälter, Kondensator und Türe kannst du mit etwas Zeitaufwand selbst spülen und von Flusen befreien. Wenn jedoch Schläuche im Gerätinneren liegen, die nur nach Demontage von Gehäuseteilen erreichbar sind, sollte diese Arbeit aus Sicherheitsgründen besser ein Fachmann übernehmen.
Warum tritt das Problem bei Wärmepumpentrocknern gefühlt häufiger auf?
Wärmepumpentrockner arbeiten mit komplexeren Luft- und Wasserwegen, engen Kanälen und feinen Lamellen am Wärmetauscher. Dadurch lagern sich Flusen und Waschmittelreste leichter ab, was zu Stauungen im Kondensatweg führt. Regelmäßige Pflege des Filtersystems und des Wärmetauschers ist deshalb besonders wichtig.
Was muss ich beachten, wenn der Trockner an den Abfluss angeschlossen ist?
Ist ein Ablaufschlauch direkt an den Siphon angeschlossen, muss der Schlauchverlauf ohne Knicke, Quetschungen und starke Höhenunterschiede verlegt sein. Zudem sollte der Anschluss am Siphon frei sein, damit das Kondenswasser ohne Gegendrücke ablaufen kann. Hebe testweise den Schlauch aus dem Siphon und lasse Wasser in einen Eimer laufen, um den Durchfluss zu prüfen.
Hilft es, das Flusensieb häufiger zu reinigen?
Ein sauberes Flusensieb verbessert den Luftstrom und verhindert, dass zu viele Flusen in den Kondenskanal gelangen. Allein durch das Reinigen des Siebs verschwindet die Füllstandsmeldung aber meist nicht, wenn der Wasserweg bereits zugesetzt ist. Nutze die Siebreinigung daher als Teil einer regelmäßigen Wartungsroutine.
Wann sollte ich besser aufhören, selbst zu reparieren?
Spätestens wenn du Gehäuseteile abschrauben müsstest, elektrische Prüfungen brauchst oder Wasser bereits sichtbar ins Geräteinnere lief, ist der Punkt für den Kundendienst erreicht. Auch bei Geräten mit Restgarantie ist es sinnvoll, keine riskanten Eingriffe zu machen, damit der Garantieanspruch erhalten bleibt. Sicherheit und Geräteschutz gehen vor.
Wie oft sollte ich den Wasserweg vorsorglich reinigen?
Bei normaler Nutzung reicht es, den Kondenskanal und den Bereich rund um den Pumpensumpf etwa ein- bis zweimal pro Jahr gründlich zu säubern. Trocknest du häufig stark flusende Wäsche oder Handtücher, empfiehlt sich eine etwas häufigere Kontrolle. So beugst du erneuten Meldungen zur Behälterfüllung wirksam vor.
Fazit
Die Meldung zum vollen Behälter hat fast immer eine nachvollziehbare Ursache im Wasserweg, bei der Pumpe oder am Schwimmer. Wenn du systematisch vorgehst, den Kondensatweg reinigst und die Pumpe prüfst, kannst du die meisten Störungen selbst beheben. Achte anschließend auf regelmäßige Pflege, dann arbeitet dein Trockner wieder zuverlässig und ohne Fehlanzeigen.