Severin Eierkocher blinkt – Thermostatproblem

Lesedauer: 15 Min
Aktualisiert: 27. Februar 2026 15:24

Wenn ein Eierkocher von Severin plötzlich nur noch blinkt und nicht mehr sauber durchläuft, steckt dahinter fast nie „Zufall“, sondern eine Schutz- oder Regelreaktion. In den meisten Fällen gilt: Entweder erkennt das Gerät die Temperatur am Heizboden nicht mehr plausibel, der Thermostat schaltet zu früh oder zu spät, oder der Heizprozess wird durch Kalk, zu wenig Wasser oder schlechten Kontakt aus dem Tritt gebracht. Das Blinken ist dann die sichtbare Folge davon, dass die Steuerung nicht mehr in den erwarteten Ablauf kommt und den Vorgang abbricht oder gar nicht erst startet.

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Damit du das Problem wirklich los wirst, lohnt sich ein systematischer Blick auf drei Bereiche: Wasser und Heizboden, Thermostat/Temperaturpfad und Stromversorgung/Kontakte. Viele vermeintliche „Thermostatprobleme“ sind am Ende nämlich ganz simple Ursachen, die exakt dieselben Symptome auslösen.

Was bedeutet das Blinken beim Eierkocher überhaupt?

Blinken ist bei vielen Küchengeräten eine Art Statussignal. Je nach Modell kann es bedeuten: „Betrieb läuft“, „Wasser ist verdampft, Vorgang beendet“, „Fehler erkannt“ oder „Sicherheitsabschaltung aktiv“. Dass ein Severin Eierkocher blinkt, heißt also nicht automatisch, dass der Thermostat defekt ist, aber es heißt sehr oft: Die Temperaturregelung hat etwas festgestellt, das nicht zu einem normalen Kochzyklus passt.

Ein Eierkocher arbeitet im Kern über ein sehr simples, aber zuverlässiges Prinzip. Wasser wird erhitzt, es entsteht Dampf, der Dampf überträgt Wärme auf die Eier. Die Garstufe wird bei klassischen Geräten über die Wassermenge, die Heizleistung und eine Abschaltlogik erreicht, meist über Thermostat, Bimetallschalter oder Temperaturfühler in Verbindung mit einer akustischen oder optischen Anzeige. Sobald das Wasser „weg“ ist oder eine bestimmte Temperatur/Regelbedingung erreicht wird, wird abgeschaltet oder signalisiert.

Wenn jetzt einer der Bausteine aus dem Takt kommt, sieht das Gerät entweder zu früh „Ende“, oder es erkennt „Fehler“ und blinkt, statt normal zu heizen.

Typische Symptome: So sieht das Thermostatproblem im Alltag aus

Ein Thermostatproblem wird häufig so beschrieben:

  • Der Eierkocher blinkt sofort nach dem Einschalten und heizt nicht an.
  • Er startet, blinkt, aber nach kurzer Zeit bricht er ab, obwohl noch Wasser da ist.
  • Er heizt, dann blinkt er dauerhaft, ohne zu piepen oder abzuschalten.
  • Die Eier werden unzuverlässig: mal zu weich, mal zu hart, obwohl du gleich dosierst.
  • Das Gerät wirkt „launisch“: Heute geht es, morgen blinkt es wieder.

Viele dieser Symptome entstehen jedoch auch durch Kalk am Heizboden, falsche Wassermenge oder Kontaktprobleme an der Basis. Deshalb ist die wichtigste Regel: Erst die typischen, einfachen Ursachen ausschließen, dann erst von einem echten Thermostatdefekt ausgehen.

Der häufigste Auslöser: Kalk auf dem Heizboden

Kalk ist beim Eierkocher ein echter Klassiker, weil er direkt dort entsteht, wo Wärme übertragen wird. Der Heizboden ist heiß, Wasser verdunstet, Mineralien bleiben zurück. Mit der Zeit entsteht eine isolierende Schicht. Das führt zu zwei Effekten, die für Blinkprobleme prädestiniert sind:

Erstens wird die Wärmeübertragung ungleichmäßig. Der Heizboden kann lokal sehr heiß werden, während das Wasser an anderen Stellen noch nicht gleichmäßig „arbeitet“. Dadurch schaltet ein Thermostat eher ab oder meldet unplausible Zustände.

Zweitens verändert Kalk das Messverhalten. Wenn der Temperaturfühler oder ein Bimetall über den Heizboden „seine Wahrheit“ bekommt, bekommt er mit Kalk eine andere thermische Kopplung. Der Eierkocher kann dann denken, er sei bereits am Ende, obwohl der Prozess noch nicht fertig ist.

Ein wichtiger Hinweis: Wenn das Blinken häufiger nach einigen Wochen ohne Entkalken auftritt, ist Kalk die wahrscheinlichste Ursache, selbst wenn du „eigentlich sauber“ arbeitest.

Wassermenge: Kleine Abweichung, großer Effekt

Eierkocher sind empfindlicher, als viele glauben. Es geht nicht nur darum, ob Wasser „drin“ ist, sondern ob die Wassermenge zur Eigröße, Anzahl und gewünschten Härte passt. Bei vielen Geräten ist der Messbecher so ausgelegt, dass der Wasserstand eine definierte Garzeit ergibt. Wenn du regelmäßig zu wenig Wasser nimmst, verdampft es schneller, der Heizboden wird früher trocken und heiß, der Thermostat reagiert schneller, und das Gerät kann in ein Blink- oder Abbruchmuster kommen.

Zu viel Wasser ist ebenfalls nicht ideal. Dann verlängert sich der Prozess, das Gerät läuft länger, und bei manchen Modellen kann die Regelung, die auf Verdampfung und Temperaturanstieg setzt, „komisch“ reagieren, weil der erwartete Temperaturverlauf sich verschiebt. Das kann gerade bei Geräten mit elektronischer Überwachung zu ungewöhnlichen Signalen führen.

Ein weiterer Punkt wird oft unterschätzt: Die Messbecher-Markierungen gelten meist für Eier aus dem Kühlschrank oder für Eier auf Raumtemperatur nicht identisch. Kalte Eier ziehen am Anfang mehr Energie. Das kann ebenfalls dazu führen, dass der Verlauf anders ist als erwartet, besonders wenn das Gerät ohnehin schon an der Grenze arbeitet.

Falsch aufgesetzt, wackeliger Sitz oder „zu dicht“: Warum auch die Mechanik zählt

Viele Severin Eierkocher haben einen Deckel, der aufliegt und den Dampf im System hält. Wenn der Deckel verzogen ist, nicht richtig sitzt oder die Dichtung (falls vorhanden) ungünstig anliegt, kann Dampf entweichen. Das verändert die Wärmeübertragung und kann zu ungleichmäßiger Erwärmung führen. In der Folge stimmen Zeiten nicht, der Heizboden wird schneller trocken, die Abschaltlogik reagiert anders.

Auch der Eierhalter kann eine Rolle spielen. Wenn er nicht plan steht oder den Heizboden berührt, kann es zu lokalem Überhitzen oder ungleichmäßiger Wärmeverteilung kommen. Das klingt erstmal unwahrscheinlich, aber bei kompakten Geräten reicht ein minimaler Versatz, um einen Sensor an einer Stelle stärker zu erwärmen.

Kontaktprobleme: Wenn Strom da ist, aber nicht stabil

Ein weiteres typisches Fehlerbild ist ein instabiler Kontakt. Das betrifft vor allem Eierkocher mit abnehmbarer Kanne/Schale, Geräte mit Kontaktpins oder Stationen, bei denen der Topf auf eine Basis gesetzt wird. Wenn Kontakte oxidiert sind, wenn Wasser in die Kontaktzone gekommen ist oder wenn die Basis minimal wackelt, kann die Heizleistung schwanken. Dann läuft der Thermostat nicht sauber, weil die Temperatur nicht stetig steigt, sondern in Sprüngen.

Solche Schwankungen sehen für eine Überwachung wie „Fehler“ aus. Das Gerät blinkt, weil es den Ablauf nicht mehr zuverlässig regeln kann. Wenn dein Eierkocher mal geht und mal nicht, ist ein Kontaktproblem deutlich wahrscheinlicher als ein „echter Thermostatdefekt“.

Typische Hinweise darauf sind:

  • Das Blinken ändert sich, wenn du das Gerät minimal bewegst.
  • Nach dem Umstellen oder Putzen tritt es plötzlich auf.
  • Es gibt Phasen, in denen es wieder funktioniert, ohne dass du entkalkt hast.
  • Du siehst dunkle Punkte oder matte Stellen an Kontaktflächen.

Thermostat selbst: Was kann daran tatsächlich kaputt gehen?

Wenn Kalk, Wassermenge und Kontakte ausgeschlossen sind, wird ein Thermostatproblem realistischer. Je nach Modell sind unterschiedliche Bauteile verbaut:

  • Bimetallschalter, der bei einer bestimmten Temperatur öffnet oder schließt
  • Temperaturfühler (Thermistor) mit Elektronik, die eine Abschaltlogik steuert
  • Thermosicherung, die bei Übertemperatur dauerhaft trennt
  • Kombinationen aus Sensor und Steuerplatine

Ein Thermostat kann „driften“, also nicht mehr bei der vorgesehenen Temperatur schalten. Ein Bimetall kann ermüden, mechanisch verkleben oder Kontaktprobleme entwickeln. Bei elektronischen Lösungen kann der Sensor falsche Werte liefern, wenn er schlecht anliegt, wenn das Kabel beschädigt ist oder wenn die Lötstelle in der Steuerung nachgibt.

Wichtig ist der Unterschied: Eine Thermosicherung, die ausgelöst hat, führt oft dazu, dass gar nichts mehr heizt. Ein Thermostat, der falsch schaltet, führt eher zu unzuverlässigem Verhalten, zu frühen Abbrüchen oder zu dauerndem Blinken.

Das schnelle Vorgehen, das in der Praxis am meisten bringt

Wenn dein Severin Eierkocher blinkt, ist der effektivste Weg eine kurze, klare Reihenfolge, die zuerst die häufigsten Ursachen abräumt und dann erst tiefer geht.

Du trennst das Gerät zuerst vom Strom und lässt es abkühlen, damit du nicht an heißem Metall arbeitest. Danach prüfst du den Heizboden auf Kalk und Beläge und reinigst ihn. Anschließend prüfst du, ob der Messbecher korrekt genutzt wird und ob die Wassermenge zur Eieranzahl passt. Danach kontrollierst du den Sitz von Eierhalter und Deckel. Zum Schluss schaust du dir die Kontaktflächen an, falls dein Modell eine Basis mit Kontakten hat, und stellst sicher, dass alles trocken und sauber ist.

Wenn das Problem danach weg ist, war es sehr wahrscheinlich kein defekter Thermostat, sondern ein Auslöser, der die Regelung irritiert hat. Wenn es bleibt, wird die Thermostat-/Sensorrichtung plausibler.

Richtig entkalken: So bekommst du den Heizboden wieder „ehrlich“

Entkalken ist beim Eierkocher nicht nur Hygiene, sondern funktional. Wichtig ist, dass du es so machst, dass die Heizfläche wirklich frei wird, ohne Dichtungen oder Kunststoff zu stressen.

Bewährt hat sich:

  • Lauwarmes Wasser in die Schale geben, sodass der Heizboden bedeckt ist
  • Einen milden Entkalker oder Essig/Wasser-Mischung nutzen (nicht übertreiben)
  • Kurz einwirken lassen und dabei beobachten, wie sich Kalk löst
  • Danach gründlich mit klarem Wasser nachspülen und komplett trocknen lassen

Wenn du nach dem Entkalken noch raue Stellen spürst oder „Inseln“ siehst, wiederholst du den Vorgang lieber einmal sanft, statt aggressiv zu schaben. Kratzen kann den Heizboden beschädigen oder Beschichtungen angreifen, was später wieder zu Problemen führt.

Ein guter Kontrollpunkt ist die Oberfläche: Sie sollte gleichmäßig glatt wirken, ohne kreidige Rückstände. Erst dann ist die Wärmeübertragung wieder so, wie das Gerät sie erwartet.

Wasser, Eier, Härtegrad: Warum die kleinen Details den Fehler auslösen können

Wenn du ein Gerät hast, das ohnehin empfindlich reagiert, kann schon die Kombination aus großen Eiern und zu wenig Wasser den Prozess an die Grenze bringen. Eier Größe L oder XL brauchen mehr Energie, und die Garzeit verschiebt sich. Wenn du dann mit einer Wassermenge arbeitest, die eher für kleinere Eier gedacht ist, ist das Wasser schneller weg. Der Heizboden wird trocken, die Temperatur steigt schlagartig, und die Elektronik interpretiert das als Endzustand oder als ungewöhnlichen Verlauf.

Ein sauberer Weg ist, den Messbecher wirklich passend zu nutzen und für große Eier bewusst eine Stufe mehr Wasser zu nehmen, wenn du immer wieder Grenzverhalten siehst. Das ist keine „Überdosierung“, sondern eine Anpassung an die reale Wärmelast.

Auch Eier direkt aus dem Kühlschrank können den Verlauf so verändern, dass das Gerät länger heizen muss, während der Heizboden gleichzeitig stärker gefordert ist. Wenn du häufig Probleme hast, kann es helfen, die Eier ein paar Minuten vorher auf Raumtemperatur zu bringen. Das ist kein Muss, aber es stabilisiert den Prozess.

Deckel, Dampf und Druck: Warum eine kleine Undichtigkeit Folgen hat

Eierkochen ist Dampfmanagement. Wenn der Deckel nicht sauber sitzt, entweicht Dampf seitlich. Dann wird es im Inneren nicht so warm wie erwartet, der Heizboden läuft länger, und die thermische Belastung im Gerät steigt. Das kann zu Blinkmustern führen, weil der Thermostat häufiger schaltet oder die Steuerung merkt, dass die Temperatur nicht in der erwarteten Zeit ansteigt.

Wenn du beim Betrieb merkst, dass ungewöhnlich viel Dampf seitlich austritt, oder wenn der Deckel „klappert“, lohnt es sich, den Sitz zu prüfen. Manchmal reicht es, den Deckel einmal richtig auszurichten, manchmal ist eine Verzugsstelle oder eine harte Kalkkante am Rand das Problem.

Elektrik und Sicherheit: Wann du besser nicht weiter testest

Bei einem blinkenden Eierkocher ist es verlockend, einfach immer wieder zu starten. Wenn aber zusätzlich diese Dinge auftreten, solltest du nicht weiterprobieren:

  • Schmorgeruch oder ungewöhnlich heißer Bereich am Kabel oder am Sockel
  • Sicherung löst aus oder Steckdose wird warm
  • Das Gerät brummt ungewöhnlich oder verhält sich völlig untypisch
  • Wasser ist in den Bereich von Kontakten oder Elektronik gelaufen

In solchen Fällen ist es klüger, das Gerät komplett trocknen zu lassen und bei wiederholtem Verhalten über Reparatur oder Austausch nachzudenken. Ein Eierkocher ist ein günstiges Gerät, und Sicherheit sollte hier Vorrang haben.

Praxisbeispiel 1: Blinkt sofort nach dem Einschalten

Du setzt den Eierkocher an, drückst Start, und er blinkt direkt, ohne hörbar zu heizen. In vielen Fällen ist der Heizboden noch feucht, die Kontaktbasis hat einen Film oder der Eierhalter sitzt nicht sauber. Nach vollständigem Trocknen und dem Reinigen der Kontaktflächen verschwindet das Blinken häufig, weil die Elektronik wieder einen plausiblen Startzustand bekommt.

Wenn es danach immer noch sofort blinkt, obwohl alles trocken ist, ist ein Sensor-/Thermostatpfad wahrscheinlicher. Dann liegt der Verdacht nahe, dass die Steuerung eine unplausible Temperatur sieht oder dass die Heizung nicht freigegeben wird, weil ein Bauteil außerhalb der Norm ist.

Praxisbeispiel 2: Blinkt nach kurzer Zeit, Eier werden zu weich

Das Gerät startet, nach ein bis zwei Minuten beginnt es zu blinken, und die Eier bleiben deutlich zu weich. Dieses Muster passt sehr gut zu zu wenig Wasser oder zu starkem Kalk, der die Wärmeübertragung verfälscht. Nach Entkalken und einer minimal höheren Wassermenge stabilisiert sich der Prozess oft sofort.

Wenn du zusätzlich sehr große Eier nutzt, verstärkt sich das Verhalten. Hier bringt es spürbar, die Wassermenge konsequent an Größe und Anzahl anzupassen, statt immer die gleiche Markierung zu verwenden.

Praxisbeispiel 3: Blinkt unregelmäßig, manchmal geht es, manchmal nicht

An einem Tag läuft alles normal, am nächsten Tag blinkt das Gerät, obwohl du nichts geändert hast. Dieses Verhalten ist typisch für Wackelkontakte oder für eine Kontaktbasis, die je nach Stand und Feuchtigkeit anders leitet. Eine gründliche Reinigung und vollständiges Trocknen der Kontaktstellen, plus ein stabiler Stand auf trockener Oberfläche, bringt in vielen Fällen dauerhaft Ruhe.

Wenn du zusätzlich bemerkst, dass das Verhalten sich ändert, wenn du das Gerät leicht drehst oder anhebst, ist das ein sehr starkes Zeichen, dass nicht der Thermostat „inhaltlich“ schuld ist, sondern dass die Versorgung oder Kontaktierung schwankt.

Wenn der Thermostat wirklich defekt ist: Was sind realistische Optionen?

Ein defekter Thermostat oder Sensor ist bei Eierkochern grundsätzlich möglich, aber die Reparatur lohnt sich nicht immer. Viele Geräte sind so konstruiert, dass der Thermostat oder die Thermosicherung nicht als einfaches Ersatzteil vorgesehen ist, oder die Demontage ist aufwendig.

Realistisch sind drei Wege:

  • Wenn das Gerät neu ist: Garantie/Gewährleistung nutzen, denn Temperaturfehler zählen zu den klassischen Reklamationsfällen.
  • Wenn das Gerät älter ist: Prüfen, ob es einen einfachen, klaren Auslöser gibt (Kalk, Kontakt, Wasser, Deckel). Wenn nein, ist Austausch oft wirtschaftlicher.
  • Wenn du technisch sehr versiert bist: Nur dann lohnt sich eine interne Prüfung, aber bei Küchengeräten mit Netzspannung ist das eine Entscheidung, die man mit Respekt vor der Sicherheit trifft.

Für viele ist die pragmatische Lösung: Erst alles ausschließen, was ohne Öffnen geht. Wenn es dann weiterhin blinkt, ist ein neues Gerät oft der nervenschonendste Schritt.

Vorbeugung: So bleibt der Eierkocher zuverlässig und blinkt nicht mehr „grundlos“

Die meisten Blinkprobleme entstehen über Wochen, nicht über Stunden. Ein paar Gewohnheiten reduzieren die Wahrscheinlichkeit stark:

  • Heizboden regelmäßig entkalken, besonders bei hartem Wasser
  • Nach jedem Gebrauch trocken wischen, damit kein Wasserfilm an Kontakten oder am Boden bleibt
  • Messbecher konsequent nutzen und bei großen Eiern nicht „zu knapp“ dosieren
  • Gerät nicht auf nasse Arbeitsflächen stellen
  • Deckel und Eierhalter sauber halten, damit alles plan sitzt

Wenn du merkst, dass die Ergebnisse ungleichmäßig werden, ist das oft das erste Warnsignal. Dann lohnt eine Entkalkung, bevor das Gerät anfängt zu blinken.

Häufige Fragen zum blinkenden Severin Eierkocher

Warum blinkt der Severin Eierkocher direkt beim Start?

Häufig erkennt die Steuerung keinen plausiblen Startzustand, etwa durch Feuchtigkeit, schlechte Kontakte oder einen verkanteten Sitz von Eierhalter oder Deckel. Nach vollständigem Trocknen und einem sauberen Neuaufsetzen verschwindet das oft. Wenn es sofort wiederkommt, kann ein Sensorwert unplausibel sein.

Kann Kalk wirklich ein Thermostatproblem vortäuschen?

Ja, weil Kalk die Wärmeübertragung und das Temperaturprofil am Heizboden verändert. Dadurch schaltet die Regelung zu früh oder sieht ungewöhnliche Temperaturanstiege. Ein gründliches Entkalken ist deshalb einer der wichtigsten ersten Schritte.

Was, wenn der Eierkocher blinkt, aber trotzdem warm wird?

Dann arbeitet die Heizung, aber die Regelung bricht den Ablauf ab oder erkennt einen Fehlerzustand während des Heizens. Häufig sind Wassermenge, Kalk oder Dampfverlust durch einen nicht korrekt sitzenden Deckel die Ursache. Auch ein Kontaktproblem kann zu schwankender Heizleistung führen.

Woran erkenne ich zu wenig Wasser als Ursache?

Typisch ist ein sehr schneller Abbruch, Eier werden zu weich, und der Heizboden wirkt nach dem Betrieb sehr trocken und heiß. Wenn du die Wassermenge leicht erhöhst und das Problem verschwindet, war die Dosierung zu knapp. Große Eier und kalte Eier verstärken den Effekt.

Kann ein nasser Boden oder Putzen das Blinken auslösen?

Ja, besonders wenn Wasser unter das Gerät oder in Kontaktzonen gelangt. Feuchtigkeit kann Signale verfälschen oder Kontaktwiderstände erhöhen, wodurch die Regelung unplausible Werte erhält. Vollständig trocknen lassen hilft oft mehr als sofortiges Weiterprobieren.

Warum sind die Eier manchmal zu hart, obwohl es blinkt?

Wenn der Thermostat zu spät schaltet oder das Gerät zu lange heizt, kann die Garzeit steigen, auch wenn die Anzeige irritiert. Das kann bei Kalk und ungleichmäßiger Wärmeübertragung passieren, weil der Sensor nicht den echten Dampfzustand abbildet. Entkalken und korrekte Wassermenge stabilisieren das Ergebnis.

Was ist, wenn es nach dem Entkalken kurz besser war und dann wieder blinkt?

Dann ist ein wiederkehrender Auslöser wahrscheinlich, etwa weiterhin hartes Wasser, zu knappe Dosierung oder ein Sitzproblem, das gelegentlich auftritt. Auch Kontaktflächen können nach kurzer Zeit wieder Probleme machen, wenn sie feucht werden oder wenn ein Film zurückbleibt. Hier hilft konsequentes Trocknen und sauberer Stand.

Kann der Deckel die Ursache sein, obwohl der Thermostat genannt wird?

Ja, weil Dampfverlust die thermischen Bedingungen im Gerät verändert. Wenn Dampf seitlich entweicht, läuft der Heizboden anders, die Regelung schaltet ungleichmäßig, und das kann als Temperaturproblem sichtbar werden. Ein sauberer, plan sitzender Deckel ist wichtig.

Wann ist ein Defekt wahrscheinlich?

Wenn das Gerät auf hartem, trockenem Untergrund steht, entkalkt ist, korrekt dosiert wird und trotzdem reproduzierbar blinkt, wird ein Thermostat- oder Sensorproblem wahrscheinlicher. Auch wenn das Gerät gar nicht mehr heizt, obwohl Strom anliegt, kann eine Thermosicherung oder ein Bauteil defekt sein. Dann lohnt meist Garantie oder Austausch.

Sollte man das Gerät öffnen, um den Thermostat zu prüfen?

Für die meisten Anwender ist das keine gute Idee, weil Netzspannung und Bauteile im Inneren Risiken bergen. Wenn Garantie besteht, ist Service der bessere Weg. Wenn keine Garantie besteht, ist oft ein Ersatzgerät wirtschaftlicher, nachdem alle äußeren Ursachen ausgeschlossen wurden.

Zusammenfassung

Wenn ein Severin Eierkocher blinkt, ist das meist ein Signal, dass der Temperaturverlauf nicht zur Regelung passt. Sehr häufig sind Kalk am Heizboden, zu knappe Wassermenge, Dampfverlust durch schlechten Sitz oder Kontaktprobleme die eigentliche Ursache, auch wenn es wie ein Thermostatproblem wirkt. Mit Entkalken, korrekter Dosierung, trockenem Stand und sauberen Kontaktflächen lässt sich das in vielen Fällen dauerhaft beheben.

Fazit

Blinken ist beim Eierkocher selten „mysteriös“, sondern fast immer eine Schutz- oder Regelreaktion. Wenn du zuerst Heizboden und Wasserführung wieder in einen sauberen Zustand bringst, und danach Sitz und Kontakte stabilisierst, verschwindet das Problem oft komplett. Bleibt das Blinken trotz sauberer Rahmenbedingungen reproduzierbar bestehen, ist ein Thermostat- oder Sensorfehler realistisch, und dann ist Garantie oder ein Austausch meist der pragmatischste Weg zu wieder zuverlässigen Frühstückseiern.

Checkliste
  • Der Eierkocher blinkt sofort nach dem Einschalten und heizt nicht an.
  • Er startet, blinkt, aber nach kurzer Zeit bricht er ab, obwohl noch Wasser da ist.
  • Er heizt, dann blinkt er dauerhaft, ohne zu piepen oder abzuschalten.
  • Die Eier werden unzuverlässig: mal zu weich, mal zu hart, obwohl du gleich dosierst.
  • Das Gerät wirkt „launisch“: Heute geht es, morgen blinkt es wieder.


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