Constructa Spülmaschine zieht kein Wasser: Diese Schritte helfen bei Zulauffehlern

Lesedauer: 15 Min
Aktualisiert: 30. Mai 2026 08:32

Eine Constructa-Spülmaschine, die kein Wasser zieht, hat meist ein Problem im Zulauf, in der Wasserzufuhr oder in einer Schutzfunktion des Geräts. Häufig lässt sich die Ursache mit ein paar gezielten Prüfungen eingrenzen, bevor ein Serviceeinsatz nötig wird.

Entscheidend ist zuerst zu unterscheiden, ob wirklich kein Wasser ankommt oder ob das Gerät den Zulauf nur aus Sicherheitsgründen blockiert. Genau dort setzen die nächsten Schritte an.

Erst prüfen, dann eingreifen

Bei Zulauffehlern lohnt es sich, ruhig und systematisch vorzugehen. Viele Geräte melden das Problem zwar nur indirekt, etwa durch ein laufendes Programm ohne sichtbaren Wasserstand, durch ein Pumpgeräusch oder durch eine Fehlermeldung am Display. Die Ursache liegt dann oft gar nicht in der Elektronik selbst, sondern in einem einfachen Engpass zwischen Wasserhahn und Maschine.

Am Anfang stehen drei Fragen: Ist der Wasserhahn offen? Kommt am Schlauch überhaupt Wasser an? Und erkennt die Maschine den Zulauf korrekt? Wer diese drei Punkte sauber prüft, spart sich unnötiges Rätselraten und findet die Fehlerquelle meist schneller.

Der häufigste Bereich: Wasserzulauf von außen

Der einfachste Grund ist oft der banalste. Der Eckhahn unter der Spüle kann nur halb geöffnet sein, nach einer Reinigung versehentlich zugedreht worden sein oder im Inneren verkalkt sein. Auch ein geknickter Zulaufschlauch, ein verschobener Schlauch hinter dem Gerät oder ein gequetschter Aquastop-Schlauch kann den Durchfluss so stark verringern, dass die Spülmaschine scheinbar kein Wasser zieht.

Eine gute erste Prüfung ist deshalb, den Wasserhahn zu schließen, den Schlauch am Hahn zu kontrollieren und den Hahn anschließend testweise kurz in einen Eimer laufen zu lassen. Kommt dort wenig oder gar kein Wasser, liegt das Problem eher vor der Maschine. Kommt kräftig Wasser, ist der Weg bis zum Hahn in Ordnung und die Suche geht am Gerät weiter.

Auch die Dichtung am Anschluss spielt eine Rolle. Eine verrutschte Dichtung oder ein verschmutzter Siebeinsatz im Zulauf kann den Durchfluss stark beeinträchtigen. Wer den Anschluss öffnet, sollte den kleinen Filtereinsatz im Zulauf genau ansehen. Dort sammeln sich mit der Zeit Sandkörner, Rostpartikel oder Kalkreste. Schon eine dünne Schicht reicht manchmal aus, um den Zulauf so weit zu drosseln, dass die Elektronik den Wasserstand nicht erreicht.

Der Aquastop kann den Start blockieren

Viele Constructa-Geräte nutzen einen Aquastop oder eine ähnliche Sicherheitsarmatur. Dieses Bauteil schützt vor Wasserschäden, kann aber selbst zum Problem werden. Wenn es ausgelöst hat, einen Defekt hat oder zu wenig Spannung bekommt, bleibt der Wasserzulauf gesperrt. Dann hört man oft gar kein typisches Einlaufgeräusch oder nur ein kurzes Anlaufen ohne sichtbaren Erfolg.

Ein Klassiker ist ein gealterter Zulaufschlauch mit integriertem Aquastop, der äußerlich unauffällig wirkt, innen aber nicht mehr richtig öffnet. Das Bauteil lässt sich meist nicht sinnvoll reparieren. In solchen Fällen hilft oft nur der Austausch des kompletten Schlauchs beziehungsweise der Armatur.

Wichtig ist dabei die Trennung zwischen Schutzfunktion und tatsächlichem Defekt. Wenn unter dem Gerät Wasser steht oder die Bodenwanne nass ist, kann der Aquastop absichtlich blockieren. Dann muss zuerst die Ursache für den Wassereintritt beseitigt werden. Solange die Leckage nicht behoben ist, bleibt der Zulauf aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Wenn der Wasserhahn stimmt, schaut man ins Gerät

Kommt am Hahn genug Wasser an, liegt die Ursache oft im Innenraum der Maschine. Häufig verstopft das Sieb am Zulauf oder der Zulaufweg ist durch Kalk, Fett oder Schmutz behindert. Das betrifft besonders Haushalte mit hartem Wasser oder Geräte, die lange ohne gründliche Reinigung gelaufen sind.

Anleitung
1Gerät ausschalten und vom Strom trennen.
2Wasserhahn prüfen und kurz auf freien Durchfluss testen.
3Zulaufschlauch auf Knicke, Quetschungen und Beschädigungen ansehen.
4Siebeinsatz am Wasseranschluss reinigen.
5Auf Wasser in der Bodenwanne und auf Leckspuren achten — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Ein weiterer Punkt ist der Niveauschalter beziehungsweise Drucksensor. Er meldet der Steuerung, ob genug Wasser in der Wanne ist. Wenn dieser Sensor verschmutzt ist, ein Schlauch zum Sensor undicht wurde oder der Messpunkt verklebt ist, kann die Elektronik fälschlich annehmen, die Maschine sei bereits voll. Dann wird kein neues Wasser eingelassen, obwohl der Behälter leer ist.

Auch die Einspülkammer und der Zulauf zum Spülraum verdienen einen Blick. Manchmal ist der Weg frei, aber das Wasser verteilt sich wegen Belägen oder einer blockierten Einlaufdüse schlecht im Gerät. Das wirkt für den Nutzer wie ein Zulauffehler, ist technisch aber eher ein Verteilproblem im Inneren.

So gehst du sinnvoll vor

Am besten arbeitest du dich von außen nach innen vor. Zuerst den Wasserhahn prüfen, dann den Schlauch, dann den Siebeinsatz, danach den Aquastop und schließlich die internen Bauteile. Diese Reihenfolge ist hilfreich, weil sie die häufigsten Ursachen zuerst ausschließt und unnötiges Zerlegen vermeidet.

  1. Gerät ausschalten und vom Strom trennen.
  2. Wasserhahn prüfen und kurz auf freien Durchfluss testen.
  3. Zulaufschlauch auf Knicke, Quetschungen und Beschädigungen ansehen.
  4. Siebeinsatz am Wasseranschluss reinigen.
  5. Auf Wasser in der Bodenwanne und auf Leckspuren achten.
  6. Erst danach interne Sensoren und Ventile in Betracht ziehen.

Diese Abfolge ist besonders nützlich, wenn die Maschine nur ab und zu Probleme macht. Dann steckt manchmal gar kein dauerhafter Defekt dahinter, sondern ein Anschluss, der unter Spannung sitzt, oder ein Ventil, das nur gelegentlich hängen bleibt.

Verkalkung und Schmutz werden oft unterschätzt

In Regionen mit hartem Leitungswasser setzen sich Bauteile schneller zu als viele denken. Kalk lagert sich nicht nur im Spülraum ab, sondern auch im Zulaufsystem, an Ventilen und in kleinen Kanälen. Dazu kommen Fettpartikel aus dem Spülalltag, die sich mit der Zeit wie ein Film auf Oberflächen legen.

Das ist besonders dann relevant, wenn die Maschine länger nur mit niedrigen Temperaturen lief oder selten mit Maschinenreiniger gepflegt wurde. Niedrige Temperaturen lösen Fett und Beläge schlechter. Der Effekt zeigt sich dann nicht immer sofort, sondern entwickelt sich schleichend. Erst dauert das Befüllen länger, später bleibt der Wasserstand ganz aus.

Wer den Zulauf wieder freibekommt, sollte die Ursache für die Ablagerungen mitdenken. Sonst steht das gleiche Problem nach einigen Wochen erneut an. Eine gründliche Reinigung der Siebe, ein Blick auf die Salz- und Klarspülerdosierung sowie ein regelmäßiger heißer Spülgang können helfen, den Weg offen zu halten.

Elektronik und Türschloss als Stolpersteine

Manchmal liegt das Problem gar nicht am Wasser selbst, sondern daran, dass die Maschine aus Sicherheitsgründen nicht startet. Ein nicht richtig schließendes Türschloss kann dazu führen, dass die Steuerung den Zulauf blockiert. Auch ein beschädigter Türkontakt oder eine schief sitzende Türdichtung kann diesen Effekt auslösen.

Die Elektronik verhält sich in solchen Fällen oft widersprüchlich: Das Programm scheint zu laufen, aber es passiert nichts am Zulauf. Oder die Maschine startet kurz, bricht dann ab und geht in einen Wartezustand. Wer das beobachtet, sollte prüfen, ob die Tür sauber einrastet, nichts im Weg steht und die Dichtung gleichmäßig anliegt.

Auch nach einem Stromausfall oder Spannungsabfall kann die Steuerung vorübergehend hängen. Ein vollständiges Ausschalten, kurzes Warten und erneutes Starten hilft gelegentlich schon weiter. Bleibt das Verhalten gleich, spricht mehr für einen echten Defekt an Sensorik oder Ventilsteuerung.

Typische Missverständnisse bei Zulauffehlern

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, die Maschine müsse sofort Wasser ziehen, sobald man ein Programm startet. Viele Geräte prüfen zuerst Tür, Sicherheit, Restlaufbedingungen und Sensorwerte. Erst wenn diese Hürden passen, öffnet das Einlassventil. Ein kurzes Zögern ist also noch kein Defekt.

Ebenso wird ein langsamer Wasserzulauf oft mit einem komplett blockierten Zulauf verwechselt. Tatsächlich kann die Maschine bei leichtem Durchfluss noch starten, aber später zu wenig Wasser bekommen. Dann entstehen weitere Symptome wie schlechtes Spülergebnis, ungewöhnliche Laufgeräusche oder ein Abbruch mitten im Programm.

Ein drittes Missverständnis betrifft Fehlermeldungen ohne Display. Viele Constructa-Modelle signalisieren Probleme nur über Verhalten, Blinkcodes oder einen dauerhaft laufenden Pumpenabschnitt. Wer nur auf einen exakten Fehlertext wartet, übersieht wichtige Hinweise.

Diese Schäden solltest du nicht übersehen

Wasserflecken am Boden, Feuchtigkeit an den Anschlüssen oder ein muffiger Geruch im Sockelbereich sind Warnzeichen. Sie deuten auf einen Leckpfad hin, der den Aquastop ausgelöst haben kann. In so einem Fall ist der fehlende Zulauf eher eine Schutzreaktion als die eigentliche Ursache.

Auch ein deutlich hörbares Brummen ohne Wasserzufluss kann auf ein festhängendes Zulaufventil oder ein elektrisch angesteuertes Bauteil hindeuten, das zwar Spannung bekommt, aber mechanisch nicht öffnet. Das ist ein anderer Fall als eine Verstopfung im Schlauch. Die Unterscheidung spart Zeit bei der weiteren Suche.

Riecht die Maschine nach verbranntem Kunststoff oder reagiert sie auffällig unregelmäßig, sollte man den Betrieb stoppen und die Steuerung prüfen lassen. Solche Auffälligkeiten sind selten harmlos und gehören nicht zu den typischen Selbsthilfefällen.

Wann ein Austausch sinnvoller ist

Manche Bauteile lassen sich reinigen, andere eher nicht. Ein verschmutzter Siebeinsatz oder ein geknickter Schlauch sind schnell behoben. Ein alter Aquastop, ein defektes Einlassventil oder ein fehlerhafter Drucksensor sind dagegen häufig Kandidaten für den Austausch.

Ob sich Reparatur und Ersatz lohnen, hängt vom Alter des Geräts, vom Zustand der restlichen Technik und vom Preis des Ersatzteils ab. Bei einem gut gepflegten Gerät kann ein neues Zulaufsystem sinnvoll sein. Bei mehreren gleichzeitigen Problemen, etwa an Elektronik, Türschloss und Wasserweg, wird ein Kundendienstbesuch oft wirtschaftlicher.

Wer unsicher ist, kann den Fehlerbildvergleich nutzen: Ist der Zulauf mechanisch blockiert, ist der Austausch meist sinnvoll. Ist nur Schmutz im Weg, reicht oft Reinigung. Bleibt nach Reinigung und Kontrolle alles gleich, spricht das stärker für ein Bauteilproblem in Ventil, Sensorik oder Steuerung.

So erkennst du den nächsten sinnvollen Schritt

Die beste Reihenfolge ist meistens: Wasser von außen prüfen, Zulauf reinigen, Aquastop bewerten, Innenraum und Sensorik ansehen. Sobald du an einer Stelle einen klaren Befund hast, musst du nicht weiter im Dunkeln suchen. Diese Logik schützt vor unnötigem Zerlegen und bringt schneller Klarheit.

Stellt sich heraus, dass der Hahn normal läuft und der Schlauch frei ist, aber die Maschine trotzdem nichts einzieht, geht der Blick gezielt auf das Einlassventil und die Sicherheitskette. Genau dort liegt in vielen Fällen die eigentliche Ursache. Bleibt die Maschine nach einem Neustart weiterhin stumm, ist die Wahrscheinlichkeit für einen technischen Defekt deutlich höher als für einen bloßen Bedienfehler.

Gerade bei älteren Geräten zahlt sich sauberes Beobachten aus. Ein hörbares Surren, ein kurzes Pumpen oder ein sofortiger Abbruch liefern oft mehr Hinweise als eine wilde Fehlersuche. Wer diese Signale ernst nimmt, kommt meistens schneller zur passenden Lösung.

Ruhig bleiben spart Zeit

Ein Zulauffehler wirkt im Alltag schnell wie ein großer Ausfall, ist aber oft gut eingrenzbar. Die meisten Ursachen sitzen im Wasserweg, im Sicherheitskreis oder in einem einfachen Sensorproblem. Wer Schritt für Schritt prüft, findet meist eine verständliche Ursache und muss nicht sofort das halbe Gerät zerlegen.

Wichtig bleibt der sichere Umgang: immer den Strom trennen, bevor Anschlüsse gelöst werden, und bei sichtbarem Wasser im Sockelbereich zuerst die Leckage suchen. So bleibt die Suche übersichtlich und die Maschine hat die beste Chance, bald wieder sauber zu arbeiten.

Rückstände im Zulaufweg systematisch prüfen

Bevor du tiefer ins Gerät gehst, lohnt sich ein Blick auf alle Stellen, an denen der Wasserweg mechanisch behindert werden kann. Dazu gehören geknickte Schläuche, gequetschte Leitungen hinter dem Gerät, enge Radien am Anschluss und Ablagerungen direkt am Eckventil. Schon ein kleiner Engpass reicht aus, damit der Zulauf zu wenig Druck aufbaut oder die Elektronik den Start abbricht.

Ein guter Ablauf beginnt außen am Schlauch und endet erst am Geräteanschluss. Zieh die Maschine leicht vor, ohne den Schlauch zu spannen, und kontrolliere den Ablauf auf scheuernde Stellen. Achte auch darauf, ob der Schlauch nach dem Umstellen des Geräts verdreht wurde. Ein verdrehter Zulaufschlauch wirkt von außen oft unauffällig, reduziert aber den Durchfluss deutlich.

  • Schlauch auf Knicke, Quetschungen und Verdrehungen prüfen
  • Eckventil vollständig öffnen und auf Leichtgängigkeit testen
  • Verbindung am Wasserhahn auf Verschmutzung und Kalk kontrollieren
  • Nach dem Einbau prüfen, ob der Schlauch spannungsfrei liegt

Feinfilter und Siebe am Anschluss reinigen

Am Zulauf sitzen meist kleine Siebe, die Sand, Rostpartikel und Kalkstücke zurückhalten. Diese Filter setzen sich mit der Zeit zu und lassen nur noch wenig Wasser durch. Die Maschine bekommt dann zwar ein Signal zum Füllen, erreicht aber nicht schnell genug den benötigten Pegel. Genau an dieser Stelle steckt der Fehler oft, obwohl der Wasserhahn selbst in Ordnung ist.

Schließe zuerst den Wasserhahn, löse dann den Schlauch am Gerät oder am Hahn, je nachdem, wo das Sieb sitzt, und lege ein Tuch bereit. Nimm das Sieb vorsichtig heraus und spüle es unter klarem Wasser aus. Bei hartnäckigen Ablagerungen hilft eine weiche Bürste oder etwas Essigwasser, sofern das Material dafür geeignet ist. Danach das Sieb wieder sauber einsetzen und die Verbindung dicht anziehen, aber nicht überdrehen.

Diese Stellen verdienen besondere Aufmerksamkeit

Einige Bauteile werden beim ersten Blick häufig übersehen. Gerade dort entstehen aber viele Zulaufprobleme, weil sich Schmutz sammelt oder Dichtungen altern.

  • Filtersieb im Hahnanschluss
  • Feinsieb am Zulaufschlauch
  • Gittereinsatz am Aquastop-Eingang
  • Dichtung im Übergang zum Gerät

Füllsystem, Druck und Sicherheitseinrichtungen richtig einordnen

Moderne Spülmaschinen prüfen beim Start nicht nur, ob Wasser ankommt, sondern auch, ob der Zulauf schnell genug und in passender Menge erfolgt. Bleibt die Füllung zu langsam, stoppt das Programm oft nach kurzer Zeit oder springt in eine Schutzfunktion. Dann liegt die Ursache nicht zwingend am Hahn, sondern im Zusammenspiel aus Wasserdruck, Schlauchsystem und Sicherheitsbauteil.

Gerade bei Geräten mit Aquastop oder integrierter Sicherheitsbox ist ein hörbares Klicken, Brummen oder gar kein Geräusch ein wichtiger Hinweis. Ein leises Brummen kann bedeuten, dass das Ventil anzieht, aber kein ausreichender Durchfluss entsteht. Bleibt das Geräusch aus, ist eher die Ansteuerung, die Spannungsversorgung oder das Ventil selbst betroffen. In solchen Fällen hilft es, die Maschine stromlos zu machen, nach einigen Minuten neu zu starten und den Zulauf noch einmal bewusst zu beobachten.

Auch der Wasserdruck im Haus sollte nicht unterschätzt werden. Sehr niedriger Druck, zum Beispiel während anderer Wasserentnahmen im Haushalt, kann den Start verzögern. Wird die Maschine an einem stark genutzten Strang betrieben, ist ein Test zu einer anderen Tageszeit sinnvoll. So lässt sich unterscheiden, ob die Spülmaschine selbst blockiert oder die Hausinstallation den Zulauf begrenzt.

So gehst du bei hartnäckigen Zulaufproblemen weiter vor

Wenn Schlauch, Hahn, Siebe und Ventilanschluss sauber sind und dennoch kein ausreichender Wasserzulauf zustande kommt, braucht es einen gezielten Check weiterer Bauteile. Dabei geht es vor allem um Stellen, die den Wasserstand überwachen oder den Start elektrisch freigeben. Ohne diese Freigabe bleibt der Zulauf ebenfalls aus, obwohl die Wassertechnik selbst nicht blockiert ist.

  1. Gerät vom Strom trennen und den Wasserhahn schließen.
  2. Schlauch und Anschlüsse auf sichtbare Schäden oder Feuchtigkeit prüfen.
  3. Siebe und Filtereinsätze reinigen.
  4. Gerät wieder anschließen und einen kurzen Startversuch beobachten.
  5. Bei weiterhin ausbleibendem Zulauf Wasserstandsensor, Einlaufsystem und Türverriegelung prüfen lassen.

Besonders sinnvoll ist dieser Ablauf, weil er unnötige Demontage vermeidet. Erst werden alle äußeren Ursachen ausgeschlossen, dann folgt die Technik im Inneren. Wer dabei sauber dokumentiert, was bereits geprüft wurde, spart später Zeit bei einer Reparatur. Ein Fachbetrieb kann so schneller eingrenzen, ob Magnetventil, Sensorik oder Steuerung betroffen ist.

Bleibt die Maschine trotz gereinigter Zulaufstrecke und offenem Hahn stumm, liegt meist ein Bauteilfehler vor, der sich nicht mehr mit einfachen Handgriffen beheben lässt. Dann ist eine gezielte Messung sinnvoll, um Spannung am Ventil, Signale der Elektronik und den Zustand der Verriegelung zu prüfen. So wird aus einer unklaren Störung ein eingrenzbares Problem, das sich sauber lösen lässt.

Häufige Fragen zur Fehlersuche bei ausbleibendem Wasserzulauf

Wie prüfe ich zuerst, ob überhaupt Wasser am Gerät ankommt?

Öffne den Wasserhahn unter der Spüle vollständig und kontrolliere, ob am Zulaufschlauch Druck anliegt. Löse den Schlauch nur dann vorsichtig, wenn du den Wasserzulauf vorher absperrst, und prüfe, ob Wasser austritt.

Was ist der einfachste Test am Aquastop?

Höre beim Programmstart genau hin, ob das Zulaufventil im Schlauch oder am Gerät leise arbeitet. Bleibt alles still und liegt trotzdem Wasser am Hahn an, ist der Aquastop ein naheliegender Prüfpunkt.

Woran erkenne ich einen verstopften Siebfilter?

Am Schlauchanschluss und oft auch am Gerätezulauf sitzt ein kleines Sieb, das sich mit Kalk und Partikeln zusetzen kann. Nimm es heraus, spüle es unter klarem Wasser ab und setze es sauber wieder ein.

Kann ein geknickter Schlauch den Start verhindern?

Ja, schon eine starke Biegung reicht aus, damit zu wenig Wasser nachläuft. Richte den Schlauch so aus, dass er ohne Druck und ohne enge Schleife verläuft.

Warum bleibt die Maschine manchmal nach dem Einschalten sofort stehen?

Dann unterbricht die Steuerung den Ablauf oft, weil kein plausibler Wasserstand erreicht wird. In solchen Fällen helfen die Prüfungen am Hahn, am Schlauch, am Sieb und am Aquastop am ehesten weiter.

Was mache ich, wenn Wasser hörbar einläuft, aber das Programm nicht weitergeht?

Dann liegt das Problem häufig nicht am Zulauf selbst, sondern an Messung, Sicherheit oder Türverriegelung. Prüfe, ob die Tür sauber schließt und ob Fehlermeldungen im Display auf eine andere Störung hinweisen.

Kann zu viel Kalk im Gerät den Zulauf beeinflussen?

Ja, Kalk kann Ventile, Siebe und Bewegungswege behindern. Eine Reinigung der betroffenen Bauteile und ein Blick auf die Wasserhärteeinstellung helfen, damit der Zulauf wieder zuverlässig arbeitet.

Wann sollte ich den Kundendienst einschalten?

Wenn am Anschluss Spannung anliegt, der Wasserhahn frei ist und trotzdem kein Einlass erfolgt, ist ein Defekt im Ventil, in der Steuerung oder im Sicherheitskreis möglich. Dann ist fachkundige Prüfung sinnvoll, damit keine Folgeschäden entstehen.

Wie verhindere ich, dass der Fehler erneut auftritt?

Halte den Wasseranschluss frei zugänglich, reinige die Siebe regelmäßig und kontrolliere den Zulaufschlauch bei Wartungsarbeiten mit. Auch eine passende Wasserhärteeinstellung und gelegentliche Pflegeprogramme helfen, Ablagerungen zu reduzieren.

Ist ein Reset nach einer Störung hilfreich?

Ein kurzer Neustart kann helfen, wenn die Elektronik einen einzelnen Startversuch falsch übernommen hat. Bleibt der Zulauf danach weiter aus, muss die Ursache im Wasserweg oder in der Sicherheitstechnik gesucht werden.

Fazit

Bei Zulaufproblemen zählt eine saubere Reihenfolge: außen beginnen, Siebe und Schlauch prüfen, danach Aquastop, Türverriegelung und Elektronik einbeziehen. Wer Schritt für Schritt vorgeht, grenzt die Ursache meist schnell ein und vermeidet unnötige Teilewechsel. Bleibt der Wasserzulauf trotz aller Prüfungen aus, ist eine fachliche Diagnose der sichere nächste Weg.

Checkliste
  • Schlauch auf Knicke, Quetschungen und Verdrehungen prüfen
  • Eckventil vollständig öffnen und auf Leichtgängigkeit testen
  • Verbindung am Wasserhahn auf Verschmutzung und Kalk kontrollieren
  • Nach dem Einbau prüfen, ob der Schlauch spannungsfrei liegt

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