Bosch Serie 8 Trockner zeigt Behälter voll: Kondenswasser und Sensor prüfen

Lesedauer: 16 Min
Aktualisiert: 5. Juni 2026 08:25

Die Meldung bedeutet meist, dass der Trockner das Kondenswasser nicht sauber abführt oder der Füllstand falsch erkannt wird. Oft steckt dahinter kein großer Defekt, sondern ein blockierter Behälter, ein verschmutzter Sensor oder Wasser, das im System stehen bleibt.

Am sinnvollsten prüfst du zuerst den Kondenswasserbehälter, danach den Bereich rund um den Sensor und anschließend die Leitungen und den Kondensator. So lässt sich in vielen Fällen schnell eingrenzen, ob wirklich zu viel Wasser ansteht oder nur die Erkennung irritiert ist.

Was die Meldung im Alltag meist bedeutet

Ein Trockner mit Wärmepumpentechnik sammelt das Wasser aus der Wäsche in einem Behälter oder leitet es über einen Ablaufschlauch ab. Meldet das Gerät dennoch, der Behälter sei voll, obwohl er leer wirkt, liegt das Problem häufig in der Messung oder im Wasserweg. Die Elektronik erwartet dann ein bestimmtes Signal vom Füllstandssystem, bekommt es aber nicht richtig oder sieht dauerhaft einen „vollen“ Zustand.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen echter Füllung und Fehlmeldung. Ist der Behälter tatsächlich schnell voll, spricht das für einen Abflussstau, ein Problem am Kondensator oder eine fehlerhafte Wasserführung. Bleibt die Anzeige auch nach dem Leeren bestehen, ist eher der Sensor, ein Kontaktproblem oder die Elektronik im Spiel.

Erste Prüfung mit wenig Aufwand

Vor jeder größeren Suche lohnt ein kurzer Blick auf die einfachen Punkte. Diese Reihenfolge spart Zeit, weil viele Ursachen direkt im sichtbaren Bereich liegen und sich ohne Werkzeug prüfen lassen.

  1. Gerät ausschalten und den Netzstecker ziehen.
  2. Behälter herausnehmen, vollständig leeren und wieder sauber einsetzen.
  3. Prüfen, ob der Behälter gerade sitzt und nichts verkantet ist.
  4. Den Bereich im Einschub auf Tropfwasser, Flusen oder Schmutz kontrollieren.
  5. Nach dem Wiedereinsetzen testen, ob die Meldung verschwindet.

Bleibt die Warnung aktiv, ist das kein Zeichen dafür, dass du schon im Inneren des Geräts suchen musst. Häufig reicht es, die Kontaktflächen und den Wasserweg genauer anzusehen. Genau dort sitzen die Stellen, an denen ein Trockner am liebsten „zu voll“ meldet, obwohl er es im Grunde nicht ist.

Behälter, Schwimmer und Kontaktflächen

Der Kondenswasserbehälter selbst ist nur der sichtbare Teil. Viele Geräte überwachen zusätzlich, ob der Behälter richtig eingesetzt ist oder ob im Behälter ein Schwimmer aufsteigt, wenn Wasser gesammelt wird. Ist der Schwimmer klemmt, bleibt das Signal unter Umständen in einer falschen Position hängen.

Schau dir den Behälter von außen und innen an. Kalkränder, Flusen oder schleimige Ablagerungen können verhindern, dass ein Schwimmer frei läuft. Auch ein leichter Riss oder eine Verformung kann dazu führen, dass das Wasser nicht so gesammelt wird, wie es die Steuerung erwartet. Ein sauberer Behälter klingt banal, ist aber erstaunlich oft die eigentliche Lösung.

Ebenso wichtig sind die Kontaktflächen am Einschub. Wenn dort Feuchtigkeit, Flusen oder Oxidation sitzen, kann die Erkennung durcheinanderkommen. Ein trockenes, fusselfreies Tuch reicht für die Reinigung meist aus. Bei hartnäckigen Rückständen hilft vorsichtiges Nachwischen, ohne aggressive Mittel zu verwenden.

Kondenswasser richtig prüfen

Im nächsten Schritt lohnt sich der Blick auf das Kondenswasser selbst. Es sollte sich normal im Behälter sammeln oder, bei einem Ablaufschlauch, sauber ablaufen. Steht Wasser ungewöhnlich weit oben im System, ist das oft ein Hinweis auf eine Verstopfung oder einen Knick in der Leitung.

Anleitung
1Gerät ausschalten und den Netzstecker ziehen.
2Behälter herausnehmen, vollständig leeren und wieder sauber einsetzen.
3Prüfen, ob der Behälter gerade sitzt und nichts verkantet ist.
4Den Bereich im Einschub auf Tropfwasser, Flusen oder Schmutz kontrollieren.
5Nach dem Wiedereinsetzen testen, ob die Meldung verschwindet.

Bei Geräten mit internem Pumpensystem kann auch eine kleine Ablaufpumpe schwächeln. Dann wird Wasser nur unvollständig befördert, sammelt sich im falschen Bereich und die Elektronik meldet einen vollen Behälter. Das Gerät reagiert damit oft vorsorglich, um einen Wasserschaden zu vermeiden. Die Meldung ist dann eher ein Warnsignal als eine exakte Messung.

Ein typisches Muster sieht so aus: Der Trockner läuft zunächst normal, dann wird die Anzeige häufiger, später schon nach kurzer Laufzeit. Das spricht eher für zunehmende Blockierung oder eine Pumpe, die nur noch mit Mühe arbeitet. Tritt die Meldung sofort nach dem Start auf, ist eher der Sensorweg oder der Kontaktbereich verdächtig.

Sensor prüfen und reinigen

Der Sensor ist die Stelle, an der viele Fehlmeldungen entstehen. Er erkennt je nach Modell, ob Wasser vorhanden ist, ob der Behälter eingesetzt ist oder ob ein Schwimmer einen bestimmten Zustand meldet. Schon kleine Verschmutzungen können ausreichen, damit die Elektronik einen falschen Wert sieht.

Reinige den Sensorbereich vorsichtig und vollständig trocken. Feuchtigkeit darf dort zwar im Betrieb eine Rolle spielen, aber auf den eigentlichen Kontakten oder im Einschub sollte nichts stehen. Ein weiches Tuch, etwas Geduld und ein genauer Blick helfen oft mehr als kräftiges Schrubben. Wer zu grob vorgeht, drückt Schmutz nur tiefer in den Schacht.

Falls der Sensor mechanisch arbeitet, etwa mit einem kleinen Hebel oder Schwimmer, muss er frei beweglich sein. Schon ein Flusenklumpen kann reichen, um die Rückstellung zu blockieren. Dann bleibt die Anzeige auf „voll“, selbst wenn der Behälter längst leer ist. Das ist einer dieser Fälle, in denen das Gerät streng wirkt, aber eigentlich nur ein kleiner Widerstand im Weg steht.

Wasserweg, Flusen und Kondensator

Wenn Behälter und Sensor unauffällig sind, liegt die Ursache häufig im Wasserweg. Flusen, Kalk und feine Textilreste sammeln sich mit der Zeit an Stellen, die man von außen kaum sieht. Besonders kritisch sind Kanäle, Pumpenbereich und Kondensator, weil dort das Wasser abgekühlt und gesammelt wird.

Ein verschmutzter Kondensator kann dazu führen, dass sich zu viel Wasser im System staut. Das Gerät arbeitet dann länger, das Wasser wird schlechter abgeführt und die Meldung erscheint früher als gewohnt. Auch ein zu seltener Reinigungsrhythmus macht sich hier bemerkbar, selbst wenn das Gerät äußerlich noch ordentlich aussieht.

Wichtig ist die saubere Unterscheidung: Ein voller Behälter nach langem Trocknen ist normal. Ein voller Behälter nach sehr kurzer Laufzeit ist ein Hinweis auf Stau, Fehlsteuerung oder Messprobleme. Genau diese Beobachtung hilft dir, die Ursache einzugrenzen, ohne gleich am falschen Ende zu suchen.

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Typische Ursache in Reihenfolge prüfen

Hilfreich ist ein gedanklicher Ablauf von einfach nach aufwendig. So kommst du schneller zur eigentlichen Störung, ohne Bauteile unnötig zu zerlegen.

  • Behälter leer und korrekt eingesetzt?
  • Kontaktflächen trocken und sauber?
  • Sensor oder Schwimmer frei beweglich?
  • Schlauch, Ablauf und Kondensator frei?
  • Bleibt die Meldung trotz allem bestehen?

Bleibt nach diesen Punkten nur noch die Elektronik oder eine defekte Baugruppe übrig, ist der nächste Schritt oft der Service. Bei einem Gerät, das sauber läuft, aber weiter „voll“ meldet, muss nicht immer ein großer Schaden vorliegen. Manchmal ist lediglich eine Messkomponente gealtert und liefert unplausible Signale.

Was sich leicht mit dem Alltagstest erkennen lässt

Ein guter Alltagstest ist ein leerer Probelauf nach der Reinigung. Sobald der Trockner kurz läuft, kannst du beobachten, ob Kondenswasser normal in den Behälter gelangt oder ob die Meldung wieder sofort erscheint. So erkennst du, ob dein Eingriff Wirkung hatte oder ob der Fehler tiefer sitzt.

Auch der Geruch kann ein Hinweis sein. Ein muffiger, feuchter Geruch spricht oft für stehendes Wasser im System oder für schlecht gereinigte Bereiche. Ein sauber laufendes Gerät riecht eher neutral und arbeitet gleichmäßiger. Das ersetzt keine Diagnose, gibt aber eine zusätzliche Spur.

So gehst du bei hartnäckiger Störung vor

Bleibt die Warnung bestehen, obwohl Behälter und Sichtprüfung unauffällig sind, lohnt ein strukturierter Blick auf die Bauteile hinter der Front. Dabei geht es vor allem um die Kombination aus Feuchtigkeit, Laufwegen und Sensorik. Je nachdem, welches Bauteil betroffen ist, unterscheidet sich die Reparatur deutlich.

Bei manchen Geräten sitzt der Schwimmer in einer kleinen Wanne und reagiert empfindlich auf Flusen. Bei anderen wird ein elektrisches Signal über Kontakte oder Leitfähigkeit ausgewertet. Das erklärt, warum zwei ähnliche Fehlmeldungen völlig unterschiedliche Ursachen haben können. Der eine Fall braucht Reinigung, der andere einen Tausch der Sensorik.

Wer den Trockner regelmäßig nutzt, sollte die Kondenswasserführung in festen Abständen kontrollieren. Ein kurzer Blick auf Behälter, Wasserwege und Filter spart oft mehr Ärger als spätere Fehlersuche. Gerade bei Geräten mit dichter Technik und vielen Sicherheitsabfragen reagiert die Steuerung lieber einmal zu vorsichtig als zu locker.

Richtig einschätzen, wann Hilfe sinnvoll ist

Manche Ursachen lassen sich ohne Spezialwissen beheben, andere nicht. Wenn Wasser trotz leerem Behälter weiter im Gerät steht, die Pumpe ungewöhnlich klingt oder das Gerät kurz nach dem Start wieder auf Störung geht, ist eine fachkundige Prüfung sinnvoll. Das gilt besonders dann, wenn du bereits gereinigt hast und die Meldung weiterhin auftritt.

Auch sichtbare Wasserspuren im Inneren sind ein ernstzunehmender Hinweis. Dann sollte das Gerät nicht dauerhaft weiterlaufen, weil Feuchtigkeit an falscher Stelle Folgeschäden verursachen kann. Ein Trockner darf viel können, aber er sollte keine Überraschungspfützen bilden.

Je nach Ursache reichen Reinigung und Neujustierung, manchmal muss aber eine Pumpe, ein Schwimmer oder ein Sensor ersetzt werden. Genau diese Trennung spart Zeit und verhindert unnötiges Herumprobieren an Stellen, die gar nicht betroffen sind.

Leise, aber wichtige Fehlerquellen

Ein häufiger Denkfehler ist die Annahme, der Behälter sei schuld, sobald die Anzeige das sagt. In Wirklichkeit ist der Behälter oft nur das sichtbare Ende der Kette. Der eigentliche Auslöser sitzt dann weiter hinten: im Wasserweg, an den Kontakten oder in der Elektronik.

Ein weiterer Klassiker ist zu viel Reinigungsdruck. Wer mit harten Hilfsmitteln oder viel Flüssigkeit arbeitet, verschiebt das Problem manchmal nur. Besser ist ein ruhiges Vorgehen mit trockener Reinigung, Sichtprüfung und einem Testlauf. Das ist unspektakulär, aber verlässlich.

Und schließlich wird gern übersehen, dass ein Trockner nach einer intensiven Phase einfach mehr Kondenswasser produziert als erwartet. Das ist normal, solange der Ablauf funktioniert. Erst wenn die Meldung ungewöhnlich früh kommt oder der Behälter praktisch sofort voll erscheint, wird es auffällig.

Ein realistischer Fall aus dem Alltag

Eine Familie nutzt den Trockner fast täglich, vor allem für Handtücher und Sportwäsche. Nach einiger Zeit meldet das Gerät schon nach kurzer Laufzeit, der Behälter sei voll, obwohl nur wenig Wasser drin ist. Der erste Verdacht fällt auf den Behälter selbst, doch das Problem bleibt auch nach dem Leeren bestehen.

Nach der Reinigung des Einschubs und dem Entfernen von Flusen rund um den Sensor läuft das Gerät wieder normal. Später zeigt sich, dass sich im Bereich des Schwimmers eine kleine Flusenmasse gesammelt hatte. Das ist kein spektakulärer Defekt, aber ein guter Beleg dafür, wie schnell Feuchtigkeit, Schmutz und Sensorik zusammen Ärger machen können.

Ein zweiter typischer Ablauf

Bei einem anderen Haushalt ist der Behälter tatsächlich oft randvoll, obwohl die Wäschemenge gleich geblieben ist. Hier liegt die Ursache nicht an der Meldung, sondern an einem Wasserstau. Nach Reinigung des Kondensators und Prüfung des Ablaufschlauchsystems sinkt die Wassermenge im Behälter wieder auf das normale Maß.

Dieser Ablauf zeigt schön, warum die Meldung allein nie die ganze Geschichte erzählt. Die Anzeige benennt nur das Symptom. Die Ursache kann in der Erkennung liegen oder im Wassertransport. Wer beides getrennt prüft, spart sich viel Rätselraten.

Ein dritter Sonderfall

Manchmal taucht die Meldung nach längerem Stillstand auf, etwa nach Urlaub oder nach einer Phase mit wenig Nutzung. Dann sind Kontakte, Schwimmer und Wasserreste besonders verdächtig. Ein Gerät, das eine Zeitlang ruht, sammelt schneller Staub, und der erste Start nach der Pause legt Schwachstellen offen.

In solchen Situationen hilft oft schon eine gründliche Reinigung und ein Test mit normaler Beladung. Bleibt die Warnung weg, war es eine Kombination aus Ablagerung und falschem Signal. Kommt sie zurück, lohnt die technische Prüfung der betroffenen Baugruppe.

Behältermeldung richtig einordnen

Die Anzeige weist bei einem Bosch Serie 8 Trockner meist darauf hin, dass das Gerät keinen sicheren Wasserabfluss erkennt. In vielen Fällen ist der Kondenswasserbehälter zwar nicht wirklich voll, doch der Trockner bekommt durch Schmutz, einen schwergängigen Schwimmer oder einen gestörten Signalweg trotzdem die Rückmeldung, dass der Behälter geleert werden soll. Deshalb lohnt sich ein systematisches Vorgehen, statt nur den Behälter auszuleeren und auf Besserung zu hoffen.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen echter Füllstandsmeldung und einer Fehlmeldung. Bei einer echten Meldung sammelt sich das Wasser nicht mehr zuverlässig im Behälter oder der Trocknungsvorgang bricht an derselben Stelle ab. Bei einer Fehlmeldung ist das Wasser oft noch vorhanden, wird aber vom Gerät nicht korrekt erkannt. Genau an diesem Punkt helfen Reinigung, Sichtprüfung und ein sauberer Testlauf weiter.

Behälter, Schwimmer und Führung sauber prüfen

Der erste sinnvolle Schritt ist immer die Kontrolle des Wasserbehälters selbst. Er muss vollständig eingesetzt sein und ohne Spiel in seiner Führung sitzen. Schon ein leicht verkanteter Einschub reicht aus, damit der Kontakt zum Sensor unzuverlässig wird. Nimm den Behälter heraus, leere ihn vollständig und setze ihn danach mit ruhigem Druck wieder ein.

Danach lohnt der Blick auf den Schwimmer oder die mechanische Füllstandserkennung im Behälter. Dort sammeln sich oft Flusen, Kalkreste oder ein dünner Film aus Waschmittelrückständen. Bewege das Teil vorsichtig, falls es zugänglich ist, und achte darauf, ob es frei zurückkehrt. Hakt der Schwimmer, meldet das Gerät unter Umständen dauerhaft volle Wassersammlung, auch wenn der Behälter fast leer ist.

  • Behälter entnehmen und auf Risse oder Verformungen prüfen
  • Kanten, Auflageflächen und Führungen mit einem trockenen Tuch reinigen
  • Schwimmerbereich auf Flusen, Kalk und Ablagerungen kontrollieren
  • Behälter erneut einsetzen und auf festen Sitz achten

Kondenswasserweg ohne Unterbrechung prüfen

Damit das Wasser zuverlässig in den Behälter gelangt, muss der gesamte Weg frei bleiben. Zwischen Trommelraum, Kondensator, Pumpe und Behälter können sich Fasern sammeln, die den Ablauf langsam behindern. Dann füllt sich der Behälter nicht mehr gleichmäßig oder es bleibt Restwasser an Stellen stehen, an denen der Trockner keine saubere Rückmeldung mehr bekommt.

Reinige zuerst die zugänglichen Flusensiebe und entferne sichtbare Rückstände im Bereich des Wärmetauschers oder Kondensators, sofern dein Modell dort eine wartbare Einheit hat. Prüfe anschließend, ob sich Wasser in der Bodenwanne oder im Bereich unterhalb des Behälters sammelt. Steht dort Feuchtigkeit, deutet das auf eine undichte Verbindung, einen verstopften Ablauf oder eine schwächelnde Pumpe hin.

  1. Gerät ausschalten und vom Strom trennen.
  2. Behälter entnehmen und den Füllraum kontrollieren.
  3. Flusensiebe reinigen und Einlassbereiche freimachen.
  4. Sichtprüfung auf stehendes Wasser im unteren Gerätebereich durchführen.
  5. Nach der Reinigung einen kurzen Trockengang starten und das Verhalten beobachten.

Sensor, Kontakte und Signalweg gezielt testen

Bleibt die Meldung trotz leerem und sauberem Behälter bestehen, rückt der Sensor in den Mittelpunkt. Der Trockner muss erkennen, ob der Behälter eingesetzt ist und ob der Wasserstand passt. Diese Erkennung läuft je nach Ausführung über Kontaktsensoren, einen Schwimmerkontakt oder eine Kombination aus mechanischer und elektronischer Auswertung. Schon leichte Verschmutzungen auf den Kontaktflächen reichen aus, um die Rückmeldung zu stören.

Wische die Kontaktstellen am Behälter und im Einschubbereich mit einem trockenen, fusselfreien Tuch ab. Feuchtigkeit sollte dort nicht stehen bleiben, weil sie die Signale verfälschen kann. Prüfe danach, ob der Behälter beim Einsetzen ein sauberes, sattes Gefühl hat oder ob er zu locker sitzt. Bei lockeren Führungen hilft Reinigen allein nicht, dann liegt das Problem oft an der mechanischen Aufnahme.

Auch Kabel, Steckverbindungen und der Bereich rund um die Pumpe kommen als Ursache in Frage. Ein Kontaktproblem zeigt sich oft darin, dass die Meldung nur gelegentlich erscheint, nach einem Stoß verschwindet oder bei jedem zweiten Start erneut auftritt. Dann muss das Signalweg-Problem tiefer untersucht werden, idealerweise mit Messung durch Fachwissen und passendem Werkzeug.

Wann die Meldung trotz Reinigung bleibt

Es gibt Fälle, in denen der Trockner äußerlich sauber wirkt und trotzdem dauerhaft auf den Behälter hinweist. Dann ist häufig nicht der Behälter selbst das Problem, sondern die Technik dahinter. Eine schwache Kondensatpumpe fördert das Wasser zu langsam, ein Sensor liefert unsaubere Werte oder die Elektronik interpretiert das Signal falsch. Solche Fehler zeigen sich oft erst unter Last, also während eines längeren Programms.

Hilfreich ist ein kontrollierter Testlauf mit Beobachtung. Starte ein kurzes Programm, achte auf ungewöhnliche Geräusche aus dem unteren Bereich und prüfe nach einigen Minuten, ob der Behälter Wasser sammelt. Kommt kaum Wasser an, obwohl der Trockner normal läuft, liegt ein Problem im Wasserweg nahe. Wird der Behälter gefüllt, die Anzeige bleibt aber trotzdem aktiv, spricht vieles für ein Sensor- oder Kontaktproblem.

Bei älteren Geräten kann zusätzlich Kalk eine Rolle spielen. Ablagerungen setzen Leitungen, Pumpenkanäle und Sensorbereiche langsam zu. Eine gründliche Reinigung der zugänglichen Teile bringt dann oft mehr als ein einmaliges Leeren des Behälters. Bleibt die Anzeige danach unverändert, ist eine Prüfung der Pumpe, des Schwimmers oder der Elektronik die nächste vernünftige Stufe.

Häufige Fragen

Was bedeutet die Meldung im Alltag am häufigsten?

Meist stimmt der Wasserabfluss nicht, obwohl der Behälter selbst leer ist. Häufig liegt die Ursache bei Verschmutzungen im Behälterbereich, einem klemmenden Schwimmer oder einem Sensor, der den Füllstand falsch erkennt.

Welche Prüfung sollte als Erstes erfolgen?

Zuerst sollte der Behälter vollständig eingesetzt und der Bereich um die Aufnahme kontrolliert werden. Danach lohnt sich ein Blick auf die Kontaktflächen, damit die Elektronik den Behälter überhaupt sauber erkennt.

Wie überprüfe ich den Schwimmer im Behälterfach?

Nimm den Wasserbehälter heraus und prüfe, ob der Schwimmer frei beweglich ist. Bleibt er hängen, reicht oft schon Schmutz oder Kalk, um die Meldung auszulösen.

Woran erkenne ich, ob Kondenswasser der Auslöser ist?

Wenn sich im hinteren oder unteren Bereich ungewöhnlich viel Feuchtigkeit sammelt, spricht das für Probleme im Kondenswasserweg. Dann sollte geprüft werden, ob Abläufe, Kanäle oder der Kondensator verschmutzt sind.

Wie reinige ich den Sensor sicher?

Schalte das Gerät aus und ziehe den Netzstecker, bevor du an den Sensor gehst. Danach lassen sich die Kontakte und die betroffene Stelle mit einem weichen, leicht feuchten Tuch von Flusen, Staub und Rückständen befreien.

Welche Teile des Wasserwegs sind besonders wichtig?

Entscheidend sind die Abläufe, der Kondensatorbereich und die Wege, über die das Wasser in den Behälter gelangt. Schon kleine Verstopfungen können dazu führen, dass das Gerät fälschlich einen vollen Behälter meldet.

Kann ein voller Flusenfilter die Anzeige auslösen?

Ja, ein stark verschmutzter Filter kann den Luftstrom bremsen und damit indirekt den Wasserhaushalt stören. Die Maschine arbeitet dann unter ungünstigen Bedingungen und meldet den Fehler schneller.

Was hilft, wenn die Meldung nach dem Reinigen bleibt?

Dann sollte der Trockner einmal vollständig vom Strom getrennt und anschließend neu gestartet werden. Bleibt die Anzeige bestehen, ist ein Defekt am Sensor, an der Steuerung oder an einem Bauteil im Wasserweg wahrscheinlicher.

Wann ist ein technischer Defekt wahrscheinlicher als Schmutz?

Wenn Behälter, Kontaktflächen und Wasserweg sauber sind und der Fehler trotzdem sofort wiederkommt, liegt der Verdacht auf einem Bauteilproblem nahe. Das betrifft oft den Sensor, die Verkabelung oder die Auswertung in der Elektronik.

Wie lässt sich die Störung im Alltag vorbeugen?

Regelmäßiges Leeren und Reinigen des Behälters hilft ebenso wie das Säubern von Filter, Kondensator und Kontaktpunkten. Zusätzlich sollte nach jedem Trocknen kurz geprüft werden, ob der Behälter korrekt sitzt und nichts blockiert.

Fazit

Eine Meldung zum vollen Behälter bedeutet nicht automatisch, dass wirklich zu viel Wasser im Tank ist. In vielen Fällen helfen eine saubere Aufnahme, ein freier Schwimmer, gereinigte Kontakte und ein kontrollierter Wasserweg bereits weiter.

Bleibt die Anzeige trotz dieser Schritte bestehen, spricht viel für einen Defekt im Sensor- oder Steuerbereich. Dann ist eine fachkundige Prüfung der nächste sinnvolle Schritt.

Checkliste
  • Behälter leer und korrekt eingesetzt?
  • Kontaktflächen trocken und sauber?
  • Sensor oder Schwimmer frei beweglich?
  • Schlauch, Ablauf und Kondensator frei?
  • Bleibt die Meldung trotz allem bestehen?

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