Garmin Fenix zeigt keine Herzfrequenz mehr

Lesedauer: 15 Min
Aktualisiert: 14. Juni 2026 08:16

Zeigt deine Garmin Fenix keinen Pulswert mehr an, steckt dahinter oft eine deaktivierte Messfunktion, ein zu lockerer Sitz, eine verdeckte Sensorfläche oder eine falsche Einstellung im Sensor- und Aktivitätsmenü. Häufig lässt sich die Anzeige ohne Werkstattbesuch und ohne kompletten Reset wieder aktivieren.

Die gute Nachricht: Die Ursache steckt oft direkt am Handgelenk oder in wenigen Menüpunkten der Uhr. Wer die typischen Stolperfallen der Reihe nach prüft, bekommt den Puls in vielen Fällen in wenigen Minuten wieder sichtbar.

Wie die Herzfrequenzmessung bei der Fenix überhaupt arbeitet

Die Fenix misst den Puls optisch auf der Rückseite des Gehäuses. Dabei leuchten kleine Sensoren durch die Haut und werten Veränderungen des Blutflusses aus. Das funktioniert gut, braucht aber einen sauberen Kontakt zur Haut und einen Sensor, der nicht gerade von Schweiß, Creme, Schmutz oder lockerer Armbandspannung gestört wird.

Genau deshalb ist die erste Frage immer: Sieht die Uhr gar nichts mehr, zeigt sie nur in einzelnen Situationen nichts an oder ist die Anzeige nur in der Aktivität weg? Diese Unterscheidung ist wichtig, weil daraus ziemlich klar wird, ob eher die Hardware, die Uhr-Einstellung oder die jeweilige Trainingsansicht die Ursache ist.

Die häufigsten Ursachen im Alltag

Oft steckt kein Defekt dahinter, sondern eine Kombination aus Kleinigkeiten. Die Fenix ist empfindlicher, als viele denken, wenn der Sensor nicht sauber aufliegt oder der Messbereich durch Kleidung, Tattoo-Muster, sehr kalte Haut oder starke Bewegung gestört wird.

Auch Software-Seiten der Uhr spielen mit hinein. In manchen Profilen ist die Herzfrequenzanzeige ausgeblendet, die Messung nur für bestimmte Aktivitäten aktiviert oder ein Energiesparmodus bremst die Sensoren aus. Wer nur auf das Display schaut, übersieht schnell die eigentliche Einstellung im Hintergrund.

Typische Auslöser sind:

  • die Uhr sitzt zu locker oder zu weit am Handgelenkknochen
  • die Sensorfläche ist verschmutzt oder feucht
  • die optische Messung ist in den Einstellungen abgeschaltet
  • ein Aktivitätsprofil blendet Datenfelder aus
  • die Uhr hängt in einem Softwarefehler nach einem Update oder Neustartproblem
  • bei sehr dunklen Tattoos oder starker Kälte arbeitet die optische Messung nur eingeschränkt

Erst die Uhr prüfen, dann die Einstellungen

Am schnellsten kommst du weiter, wenn du von außen nach innen prüfst. So erkennst du erst, ob der Sensor überhaupt zuverlässig arbeiten kann, und gehst erst danach in die Menüs.

  1. Die Uhr ein paar Fingerbreit über dem Handgelenkknochen tragen.
  2. Das Band so anziehen, dass die Uhr fest sitzt, aber nicht schneidet.
  3. Die Rückseite der Uhr trocken und sauber wischen.
  4. Ein paar Minuten ruhig sitzen und beobachten, ob ein Pulswert erscheint.
  5. Erst danach die Sensor- und Aktivitätseinstellungen kontrollieren.

Diese Reihenfolge spart Zeit. Viele Fehlersuchen enden sonst in Menüs, obwohl der eigentliche Auslöser ein leicht verschobener Sitz am Arm war.

Sensorfläche und Trageweise richtig beurteilen

Die optische Messung braucht möglichst gleichmäßigen Kontakt. Ein minimal lockerer Sitz kann reichen, damit die Fenix keinen verlässlichen Wert ermittelt. Bei Bewegung fällt das noch stärker auf, weil die Uhr dann am Handgelenk rutscht und Licht von außen in den Messbereich gelangt.

Anleitung
1Die Uhr ein paar Fingerbreit über dem Handgelenkknochen tragen.
2Das Band so anziehen, dass die Uhr fest sitzt, aber nicht schneidet.
3Die Rückseite der Uhr trocken und sauber wischen.
4Ein paar Minuten ruhig sitzen und beobachten, ob ein Pulswert erscheint.
5Erst danach die Sensor- und Aktivitätseinstellungen kontrollieren.

Prüfe deshalb zuerst die Rückseite der Uhr. Sind dort Staub, Lotionreste, Salz vom Sport oder eine leichte Feuchtigkeitsschicht zu sehen, reinige die Fläche mit einem weichen, fusselfreien Tuch. Danach die Uhr wieder einige Minuten tragen und beobachten, ob ein Wert auftaucht. Wenn das Display erst bei festerem Sitz reagiert, ist die Ursache meist nicht die Elektronik, sondern der Kontakt zur Haut.

Bei sehr kühlen Temperaturen kann die Hautdurchblutung am Handgelenk schwächer sein. Dann braucht die Messung manchmal etwas länger. Wer direkt von draußen kommt, sollte die Uhr daher nicht sofort als defekt einstufen.

Die passenden Einstellungen auf der Fenix

Viele Probleme entstehen in den Sensor- und Aktivitätsprofilen der Uhr. Garmin trennt je nach Modell und Softwarestand zwischen allgemeiner Herzfrequenzmessung, Pulsoximeter, Trainingsdaten und einzelnen Sportprofilen. Eine Funktion kann also aus sein, während eine andere noch läuft.

Prüfe im Menü der Uhr, ob die Handgelenk-Herzfrequenz aktiviert ist. Achte auch auf Energieoptionen, die Sensoren einschränken können. Manche Profile schalten Messwerte aus, damit der Akku länger hält. Das ist praktisch auf Touren, sorgt aber schnell für Verwirrung, wenn man die Anzeige später wieder erwartet.

Hilfreich ist außerdem ein Blick auf die Datenfelder in der Aktivität. Dort kann die Herzfrequenz zwar aktiv sein, aber auf dem Bildschirm fehlt das Feld. Dann misst die Uhr weiter, zeigt den Wert nur an der falschen Stelle oder gar nicht in der gerade gewählten Ansicht.

Softwarefehler sauber eingrenzen

Bleibt die Anzeige trotz korrektem Sitz und aktiver Einstellung aus, lohnt sich ein Blick auf die Software. Nach einem Update, einem Absturz oder einem längeren Stillstand kann sich die Uhr aufhängen, ohne dass man es sofort merkt. Dann hilft oft ein einfacher Neustart.

Ein Neustart ist der erste reversible Schritt. Er entfernt keine Daten und behebt häufig kleine Fehler in der Sensorsteuerung. Danach sollte die Uhr einige Minuten ruhig getragen werden, damit sich der Wert neu einpendeln kann. Erst wenn das nichts bringt, lohnt der nächste Schritt über die Systemeinstellungen.

Manchmal ist auch die Kopplung mit der App beteiligt, vor allem wenn Profile, Datenfelder oder Geräteeinstellungen nicht sauber übernommen wurden. In so einem Fall hilft es, die Uhr kurz aus der App-Umgebung zu lösen, Verbindungen zu aktualisieren und danach die Sensoroptionen erneut zu kontrollieren.

Unterschied zwischen Anzeigeproblem und echtem Messproblem

Nicht jede fehlende Zahl auf dem Display bedeutet, dass der Sensor nicht arbeitet. Es kann auch sein, dass die Uhr den Puls zwar erfasst, die Anzeige aber in der aktuellen Ansicht versteckt ist. Gerade bei wechselnden Aktivitätsprofilen fällt dieser Unterschied auf.

Ein gutes Zeichen ist, wenn Benachrichtigungen, Schritte und andere Daten normal laufen, die Herzfrequenz aber nur im Training fehlt. Dann liegt die Ursache eher im Profil oder in der Anzeigeeinstellung. Fehlt der Wert überall, ist die Suche breiter anzusetzen und umfasst Sensor, Sitz und Systemzustand.

Genau diese Trennung macht die Fehlersuche deutlich schneller. Wer sie überspringt, tauscht schnell Einstellungen aus, obwohl nur ein Datenfeld ausgeblendet war.

So gehst du Schritt für Schritt vor

Die schnellste Reihenfolge ist meist diese: Erst Trageposition und Sauberkeit prüfen, dann die Herzfrequenzfunktion in den Einstellungen kontrollieren, danach die Aktivitätsprofile ansehen und zuletzt die Uhr neu starten. Diese Abfolge deckt die allermeisten Ursachen ab, ohne unnötig tief ins System zu gehen.

Wenn die Uhr nach dem Neustart wieder misst, war es sehr wahrscheinlich ein temporärer Fehler. Wenn sie nur in einzelnen Sportarten aussetzt, liegt die Ursache meist im jeweiligen Profil. Bleibt die Anzeige komplett leer, solltest du einen Sensorfehler in Betracht ziehen.

Wichtig ist, jeweils nur eine Änderung auf einmal zu machen. So erkennst du, welcher Schritt tatsächlich geholfen hat. Wer mehrere Menüpunkte gleichzeitig ändert, weiß am Ende oft nicht mehr, was die Wirkung gebracht hat.

Wenn die Messung nur bei Sport fehlt

Manche Nutzer sehen den Puls im Alltag, aber nicht während des Trainings. Das passiert häufig, wenn das Aktivitätsprofil eigene Einstellungen für optische Herzfrequenz, Datenfelder oder Energiesparfunktionen nutzt. Die Uhr verhält sich dann in Alltag und Training unterschiedlich.

In diesem Fall solltest du das betroffene Aktivitätsprofil prüfen. Suche nach Einstellungen für Herzfrequenz, Sensoren, Trainingsdaten oder Energiesparen. Wenn dort eine Einschränkung aktiv ist, kann die Uhr den Wert außerhalb der Aktivität noch zeigen, ihn aber im Training ausblenden oder verzögert erfassen.

Auch der Start der Aktivität ist wichtig. Bei manchen Modellen braucht die Uhr nach dem Start ein paar Sekunden, bis alle Sensoren stabil arbeiten. Wer sofort losläuft, sieht dann vorübergehend keine Anzeige und hält das schnell für einen Defekt.

Wenn die Uhr vorher noch gemessen hat

War der Puls gestern noch sichtbar und heute nicht mehr, ist ein harter Defekt eher seltener. Dann sprechen die Anzeichen stärker für eine geänderte Einstellung, eine verschmutzte Sensorfläche, einen Softwarehänger oder einen lockeren Sitz nach dem Anlegen.

Gerade nach dem Laden wird die Uhr manchmal anders angelegt als sonst. Wenn das Band etwas lockerer sitzt oder der Sensor nicht mehr an derselben Stelle liegt, reicht das schon für einen Aussetzer. Deshalb lohnt sich immer ein kurzer Vergleich mit dem üblichen Sitz.

Auch Temperaturwechsel spielen eine Rolle. Nach dem Sport im Freien, in der Kälte oder direkt nach dem Duschen arbeitet die Messung gelegentlich unruhig. Dann hilft Geduld mehr als ein weiterer Tastendruck.

So erkennst du einen möglichen Hardwarefehler

Ein echter Hardwarefehler ist seltener, aber er kommt vor. Typische Hinweise sind dauerhaft schwarze Sensoren, keinerlei Reaktion trotz sauberer Fläche und korrekter Einstellungen oder eine Uhr, die an mehreren Tagen unter verschiedenen Bedingungen gar keinen Puls mehr anzeigt.

Wenn die Herzfrequenz nur dann fehlt, wenn die Uhr bewegt wird, spricht das eher für Sitz oder Kontakt. Wenn sie auch in Ruhe und nach mehreren Neustarts nicht auftaucht, wird ein Defekt plausibler. Dann bleibt meist nur ein Servicefall oder die Prüfung über den Support des Herstellers.

Vorher solltest du allerdings sauber ausschließen, dass ein Profil, ein Energiemodus oder ein Anzeigeproblem den Eindruck erzeugt. Gerade bei Sportuhren führt eine versteckte Einstellung schnell zu einer falschen Diagnose.

Was du besser nicht sofort machst

Ein kompletter Werksreset ist selten der erste Schritt. Er kostet Zeit, setzt Einstellungen zurück und löst das Problem nur dann zuverlässig, wenn die Ursache wirklich in einem tiefen Softwarefehler steckt. Für die meisten Fälle gibt es deutlich schonendere Wege.

Auch der sofortige Gang zum Service ist oft unnötig. Viele Fälle lassen sich durch Reinigen, korrekten Sitz und eine saubere Prüfung der Profile lösen. Erst wenn diese Basis wirklich keinen Erfolg bringt, wird der Blick auf einen Defekt sinnvoll.

Ebenso wenig bringt es, die Uhr dauerhaft immer fester zu schnallen. Zu viel Druck kann die Messung sogar verschlechtern, weil die Haut unangenehm zusammengedrückt wird und der Sensor unruhiger arbeitet.

Was im Alltag die Messung oft stört

Alltagssituationen sind ein häufiger Grund für eine ausbleibende Anzeige. Dazu zählen längere Kältephasen, trockene Haut, starkes Schwitzen, neue Armbänder, Tattoos im Messbereich und sehr schnelle Armbewegungen. Jede dieser Bedingungen kann das optische Signal schwächen.

Auch Hautpflege spielt eine Rolle. Creme oder Sonnenmilch auf der Sensorfläche kann den Lichtkontakt stören. Wer die Uhr direkt nach dem Eincremen trägt, erlebt deshalb häufiger Aussetzer. Ein trockenes Tuch vor dem Anlegen reicht oft schon aus.

Bei sehr intensiven Intervallen ist außerdem normal, dass die Messung kurz hinterherläuft. Die Uhr braucht dann manchmal einen Moment, bis sie wieder einen stabilen Wert anzeigt. Das ist kein Grund zur Sorge, sondern eher eine Grenze der optischen Technik.

Wenn eine Brustgurt-Alternative sinnvoll ist

Wer die Herzfrequenz beim Sport zuverlässig braucht, kann als Alternative einen Brustgurt nutzen. Der misst die elektrische Aktivität des Herzens und ist bei intensiven Einheiten oft stabiler als ein optischer Sensor am Handgelenk.

Das ist besonders dann sinnvoll, wenn die optische Messung an Tattoos, bei Kälte oder bei sehr schnellen Bewegungen regelmäßig schwankt. Für Alltag und lockeres Training reicht die Uhr oft aus. Für präzises Intervalltraining ist ein Brustgurt aber in vielen Fällen die verlässlichere Lösung.

Wichtig ist: Ein Brustgurt ersetzt die Ursachenprüfung nicht. Wenn die Uhr als Alltagsuhr weiter keine Werte zeigt, bleibt das eigentliche Problem trotzdem bestehen.

Ein paar typische Situationen aus dem Alltag

Eine Läuferin bemerkt nach dem Winterlauf, dass die Uhr zu Hause wieder Puls anzeigt. In diesem Fall war die Kälte sehr wahrscheinlich der Auslöser. Nach ein paar Minuten in warmer Umgebung arbeitet die Messung wieder normal.

Ein anderer Nutzer sieht im Büro Werte, beim Training aber nichts. Hier liegt die Ursache oft im Aktivitätsprofil oder in einer Energiesparfunktion. Nach der Anpassung des Sportprofils ist der Puls wieder sichtbar.

Ein dritter Fall ist eine Uhr, die nach dem Laden plötzlich keine Werte mehr liefert. Dann reicht häufig schon ein sauberer Neustart und das erneute, feste Anlegen der Uhr. Erst wenn das mehrfach scheitert, sollte man von einem tieferen Problem ausgehen.

Messung wieder auf eine saubere Grundlage stellen

Bei der Garmin Fenix lohnt es sich zuerst, die Herzfrequenzanzeige von allen Störfaktoren zu trennen. Prüfe, ob die Uhr im Alltag überhaupt noch Messwerte liefert oder ob nur einzelne Trainingsansichten leer bleiben. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil daraus oft schon hervorgeht, ob die Ursache in der Sensorik, in den Sporteinstellungen oder in einer unpassenden Anzeige liegt.

Beginne mit einem kurzen Direktcheck am Handgelenk: Uhr etwas enger tragen, einige Minuten ruhig sitzen und auf dem Zifferblatt oder im Herzfrequenz-Widget beobachten, ob ein Wert erscheint. Bleibt die Anzeige leer, kann die optische Messung gerade keinen brauchbaren Kontakt herstellen. Springt der Wert dagegen an, liegt das Problem eher in einer Funktion, die während bestimmter Aktivitäten oder Ansichten deaktiviert ist.

  • Uhr so tragen, dass das Gehäuse flach aufliegt und nicht seitlich kippt.
  • Sensorunterseite trocken und sauber halten.
  • Bei Kälte die Uhr nicht zu locker tragen, damit die Durchblutung am Handgelenk stabil bleibt.
  • Nach Schwimmen, Duschen oder starkem Schwitzen die Rückseite abwischen.

Menüs und Funktionen, die du als Nächstes prüfen solltest

Bei Garmin-Geräten liegt die Lösung oft in einer deaktivierten Funktion oder in einem Profil, das sich anders verhält als erwartet. Öffne auf der Fenix die Einstellungen für Sensoren, Sportprofile und Datenseiten. Dort lässt sich meist erkennen, ob die Pulsmessung allgemein ausgeschaltet ist oder nur für einzelne Aktivitäten nicht übernommen wird.

Suche nach Optionen wie Herzfrequenzmessung am Handgelenk, Aufzeichnung während der Aktivität, optischer Sensor oder Messung im Ruhezustand. Je nach Modell und Softwarestand finden sich diese Punkte in unterschiedlichen Menüs. Wichtig ist, dass die Messung nicht nur insgesamt aktiv ist, sondern auch für das Profil, das du gerade nutzt.

  1. Öffne die Systemeinstellungen und prüfe, ob die Sensoren aktiv sind.
  2. Kontrolliere das verwendete Sportprofil, etwa Laufen, Radfahren oder Krafttraining.
  3. Schau nach, ob für das Profil eine externe Herzfrequenzquelle priorisiert wird.
  4. Prüfe, ob die Uhr im Energiesparmodus oder in einem Modus mit eingeschränkten Sensoren läuft.
  5. Starte das jeweilige Profil neu, nachdem du die Einstellung geändert hast.

Software und Daten sauber neu aufsetzen

Bleibt die Herzfrequenzanzeige nach den grundlegenden Prüfungen unzuverlässig, hilft oft ein klarer Neustart der Softwarelogik. Ein einfaches Aus- und Einschalten kann temporäre Fehlzustände beseitigen. Danach sollte die Uhr ein paar Minuten Zeit bekommen, damit Sensor und Auswertung sich wieder sauber einpendeln.

Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf verfügbare Updates über Garmin Express oder die Synchronisation mit der Garmin Connect App. Veraltete Firmware kann dazu führen, dass Messwerte falsch verarbeitet werden oder bestimmte Trainingsansichten keine Werte übernehmen. Wenn die Uhr nach einem Update weiter auffällig bleibt, hilft es, die betroffene Aktivität testweise mit einem neuen Profil zu starten.

  • Gerät vollständig neu starten, nicht nur den Bildschirm sperren und wieder aktivieren.
  • Aktuelle Firmware und App-Verbindung prüfen.
  • Testweise ein anderes Aktivitätsprofil verwenden.
  • Bei Bedarf die Kopplung mit Zusatzsensoren vorübergehend lösen.

Wann ein Austauschsensor oder der Support sinnvoll wird

Zeigt die Fenix auch im ruhigen Zustand über längere Zeit keinerlei Puls an, obwohl Trageweise, Sensorfläche und Einstellungen stimmen, spricht vieles für ein Hardwareproblem. Das gilt besonders dann, wenn die Rückseite sichtbar beschädigt ist, die Sensorlinse stark zerkratzt wirkt oder die Messung nach kurzer Laufzeit immer wieder aussetzt. In solchen Fällen bringt weiteres Herumprobieren oft wenig.

Vor einer Reparatur lohnt sich noch ein letzter Abgleich: Teste die Uhr an einem anderen Handgelenk, vergleiche mit einem Brustgurt und prüfe, ob der Wert in der App oder nur auf dem Display fehlt. Liefert der Brustgurt stabile Daten, ist das ein guter Hinweis darauf, dass nur die optische Messung betroffen ist. Bleibt alles leer, sollte der Garmin-Support die nächste Anlaufstelle sein.

Für den Kontakt mit dem Support sind diese Angaben hilfreich:

  • genaues Fenix-Modell und Softwarestand
  • seit wann die Herzfrequenzanzeige ausfällt
  • ob der Fehler dauerhaft oder nur bei Sport auftritt
  • welche Maßnahmen bereits getestet wurden
  • ob andere Sensoren und Trainingsdaten normal funktionieren

Warum zeigt die Uhr im Alltag Werte, aber beim Training nicht?
Dann ist meist das jeweilige Sportprofil, eine Einstellung zur Aufzeichnung oder eine externe Sensorquelle der Auslöser. Prüfe das Aktivitätsprofil und starte die Messung einmal neu.

Kann ein zu lockerer Sitz allein die Ursache sein?
Ja. Besonders bei Bewegung, Kälte oder lockerem Armband verliert der optische Sensor schnell den Kontakt zur Haut. Ein etwas festerer Sitz löst viele Aussetzer sofort.

Hilft ein Neustart wirklich?
Oft schon. Temporäre Softwarefehler oder hängende Sensorprozesse lassen sich damit häufig beheben, ohne dass weitere Schritte nötig sind.

Wann sollte ich nicht mehr selbst weitermachen?
Wenn auch nach Neustart, Update, sauberer Trageweise und korrekter Einstellung keinerlei Wert erscheint. Dann ist ein Defekt der Sensorik oder eine Reparatur wahrscheinlicher.

Fragen und Antworten

Warum bleibt die Herzfrequenzanzeige auf einer Garmin Fenix leer?

Meist liegt es an einer Kombination aus Sensorreinigung, Trageposition, deaktivierter Handgelenksmessung oder einem kurzen Softwareproblem. Prüfe zuerst, ob die Uhr eng genug sitzt und die Sensoren auf der Rückseite sauber sind.

Wie sitzt die Uhr am besten für eine stabile Messung?

Die Fenix sollte knapp oberhalb des Handgelenkknochens sitzen und beim Tragen nicht auf der Haut wandern. Der Verschluss darf fest sein, ohne die Haut einzuschnüren, damit der optische Sensor zuverlässig arbeitet.

Wie reinige ich den Sensor richtig?

Wische die Rückseite der Uhr mit einem weichen, leicht angefeuchteten Tuch ab und entferne Schweiß, Creme oder Staub. Trockne die Fläche danach vollständig, bevor du die Uhr wieder anlegst.

Welche Einstellung muss für die Messung aktiv sein?

Die Handgelenksmessung muss in den Sensor- oder Herzfrequenzeinstellungen eingeschaltet sein. Kontrolliere außerdem, ob für einzelne Aktivitäten eine andere Messquelle gewählt wurde, etwa ein Brustgurt.

Warum wird im Alltag gemessen, beim Sport aber nicht?

Dann sind oft Trainingsprofile, Energiespareinstellungen oder eine andere Messquelle im Spiel. Prüfe im jeweiligen Sportprofil, ob die Herzfrequenz am Handgelenk zugelassen ist und keine automatische Unterbrechung greift.

Hilft ein Neustart der Uhr?

Ja, ein Neustart behebt häufig kleine Fehler in der Sensorerkennung oder in der Anzeige. Danach sollte die Uhr einige Minuten ruhig am Handgelenk getragen werden, damit die Messung wieder stabil einsetzt.

Wann sollte ich die Software prüfen?

Wenn die Anzeige nach Reinigung und korrektem Sitz weiter ausfällt, lohnt sich ein Blick auf die installierte Systemversion. Ein Update kann Fehler im Sensorbetrieb oder in einem Sportprofil beseitigen.

Wie erkenne ich, ob nur die Anzeige spinnt?

Vergleiche die Werte mit einer anderen Anzeige im Uhrmenü oder mit einer Aktivitätsaufzeichnung. Bleiben die Pulswerte an mehreren Stellen leer, spricht das eher für ein Messproblem als für einen bloßen Darstellungsfehler.

Wann ist ein Brustgurt die bessere Lösung?

Bei sehr intensiven Intervallen, starkem Schwitzen oder viel Bewegung am Handgelenk liefert ein Brustgurt oft verlässlichere Werte. Das ist auch sinnvoll, wenn die optische Messung trotz richtiger Einstellung immer wieder aussetzt.

Wann sollte ich den Support kontaktieren?

Wenn die Uhr nach Reinigung, Neustart, Update und korrektem Tragen weiterhin keine Werte erfasst, kann ein Hardwaredefekt vorliegen. In diesem Fall ist eine Prüfung durch Garmin oder den Händler der beste nächste Schritt.

Fazit

Fällt die Pulsmessung am Handgelenk aus, helfen oft schon ein korrekter Sitz, die Reinigung der Sensoren und ein Neustart der Uhr. Bleibt die Anzeige danach leer, sollten Sportprofile, Softwarestand und mögliche Messquellen geprüft werden. Bei anhaltenden Problemen ist ein Brustgurt eine zuverlässige Alternative, bevor der Support eingeschaltet wird.

Checkliste
  • die Uhr sitzt zu locker oder zu weit am Handgelenkknochen
  • die Sensorfläche ist verschmutzt oder feucht
  • die optische Messung ist in den Einstellungen abgeschaltet
  • ein Aktivitätsprofil blendet Datenfelder aus
  • die Uhr hängt in einem Softwarefehler nach einem Update oder Neustartproblem
  • bei sehr dunklen Tattoos oder starker Kälte arbeitet die optische Messung nur eingeschränkt

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