Bosch Wärmepumpentrockner trocknet nicht: So findest du Flusen, Sensoren und Kondensator

Lesedauer: 15 Min
Aktualisiert: 29. Mai 2026 13:56

Ein Bosch Wärmepumpentrockner, der zwar läuft, aber die Wäsche feucht lässt, hat oft ein ganz typisches Problem: Luft, Wärme oder Feuchtigkeit kommen im Gerät nicht mehr sauber zusammen. Häufig steckt dahinter ein verstopfter Flusensammelbereich, ein verschmutzter Feuchtesensor oder ein zugesetzter Kondensator. Das Gute daran: In vielen Fällen lässt sich die Ursache mit wenigen gezielten Prüfungen finden und beheben.

Am schnellsten kommst du voran, wenn du nicht blind alles reinigst, sondern in einer sinnvollen Reihenfolge vorgehst. Erst Luftwege und Flusen, dann Sensoren, dann der Wärmetauscher beziehungsweise Kondensatorbereich. Genau diese Reihenfolge spart Zeit und verhindert, dass du ein Gerät unnötig weit zerlegst.

Warum der Trockner läuft, aber nicht richtig trocknet

Ein Wärmepumpentrockner arbeitet anders als ein alter Ablufttrockner. Er erwärmt die Luft, führt sie durch die Trommel, nimmt Feuchtigkeit auf und entzieht der Luft diese Feuchtigkeit wieder im Kondensationsbereich. Sobald einer dieser Schritte gestört ist, bleibt die Wäsche am Ende klamm oder sogar richtig nass.

Die häufigste Ursache ist kein schwerer Defekt, sondern ein schleichender Leistungsabfall. Flusen setzen sich an Sieben, Luftkanälen und Sensoren fest. Dadurch sinkt der Luftdurchsatz, die Temperaturverteilung verändert sich und die Steuerung erkennt die Restfeuchte falsch. Das Gerät meint dann oft, es habe genug getrocknet, obwohl noch Wasser in der Wäsche steckt.

Auch ein falsches Beladen kann das Bild verfälschen. Ein zu voller Trommelraum, zusammengeknotete Bettwäsche oder sehr unterschiedliche Textilien verhindern, dass Luft gleichmäßig durchkommt. Wer also nur auf das Programm schaut, übersieht leicht die mechanische Seite des Problems.

Erst prüfen, dann reinigen

Ein sinnvoller Ablauf beginnt immer mit einer Sicht- und Funktionskontrolle. Viele Fehler lassen sich schon dadurch eingrenzen, dass du dir die letzten Trocknungsläufe anschaust. Tritt das Problem bei allen Programmen auf oder nur bei Baumwolle, Mischgewebe oder Schonprogrammen? Bleibt die Wäsche überall feucht oder nur an dicken Stellen wie Taschen, Bündchen und Bettzeugkanten?

Schau dir dann die einfach erreichbaren Bereiche an. Flusensiebe müssen sauber sitzen, die Luftwege dürfen nicht zugesetzt sein und der Kondensatorbereich braucht freie Durchströmung. Bei manchen Geräten hilft schon eine gründliche Reinigung der Kontakt- und Messflächen, damit die Feuchtemessung wieder sauber arbeitet.

Eine kurze Reihenfolge hilft bei der Diagnose:

  1. Flusensiebe herausnehmen und sorgfältig reinigen.
  2. Trommelrand, Türbereich und Luftschlitze auf Flusen prüfen.
  3. Feuchtesensoren in der Trommel trocken abwischen.
  4. Kondensator- oder Wärmetauscherbereich nach Modell reinigen.
  5. Testlauf mit normaler Beladung starten und das Ergebnis prüfen.

Bleibt das Problem danach bestehen, geht es weiter mit tieferen Ursachen wie verstopften Kanälen, Lüfterproblemen, Elektronikfehlern oder einem Temperaturproblem im Kältekreislauf.

Flusen sind oft der erste Verdächtige

Flusen wirken harmlos, können aber bei einem Wärmepumpentrockner erstaunlich viel Ärger machen. Sie legen sich wie ein feiner Filter über die Luftwege und bremsen den Luftstrom. Dadurch wird die Trommel nicht mehr gleichmäßig mit trockener Luft versorgt, und die Restfeuchte bleibt in dicken Textilien hängen.

Besonders tückisch sind Flusen, die nicht nur im Sieb sitzen, sondern sich hinter der Siebaufnahme, in Ecken, an Dichtungen oder in Luftkanälen gesammelt haben. Das sieht von außen oft sauber aus, obwohl der Durchsatz schon deutlich reduziert ist. Genau deshalb reicht ein bloßes Ausklopfen meist nicht.

Reinige die Siebe gründlich unter fließendem Wasser und lasse sie vollständig trocknen. Auch der Bereich um die Siebaufnahmen sollte frei von Staub und Fäden sein. Wer Haustiere hat oder häufig Handtücher, Bettwäsche und Fleece trocknet, sieht das Problem noch schneller, weil diese Textilien besonders viele Fasern abgeben.

Ein typischer Irrtum ist die Annahme, ein sauber wirkendes Sieb bedeute automatisch freie Luftwege. Das stimmt oft nicht. Entscheidend ist der komplette Weg der Luft durch das Gerät, und der liegt eben teilweise dort, wo man auf den ersten Blick nicht hinkommt.

Die Feuchtesensoren sauber einschätzen

Die Sensoren in der Trommel oder im Luftweg messen, wie feucht die Wäsche noch ist. Sind diese Flächen mit Weichspülerresten, Waschmittelbelag oder feinem Staub überzogen, liefern sie unzuverlässige Werte. Das Gerät beendet das Programm dann unter Umständen zu früh oder wählt eine unpassende Laufzeit.

Anleitung
1Flusensiebe herausnehmen und sorgfältig reinigen.
2Trommelrand, Türbereich und Luftschlitze auf Flusen prüfen.
3Feuchtesensoren in der Trommel trocken abwischen.
4Kondensator- oder Wärmetauscherbereich nach Modell reinigen.
5Testlauf mit normaler Beladung starten und das Ergebnis prüfen.

Sensorprobleme zeigen sich oft dadurch, dass sich das Trocknen je nach Programm sehr unterschiedlich verhält. Ein Pflegeleicht-Programm wirkt vielleicht normal, während ein Baumwollprogramm zu früh endet oder umgekehrt sehr lange läuft, ohne dass die Wäsche sauber trocken wird. Das deutet auf eine gestörte Messung hin, nicht zwingend auf einen Wärmepumpenschaden.

Wische die Sensorflächen mit einem weichen, leicht feuchten Tuch ab und entferne Rückstände vorsichtig. Keine scharfen Reiniger, keine Scheuermittel und keine rauen Schwämme verwenden. Die Kontaktflächen sollen glatt bleiben, damit sie Feuchtigkeit sauber erkennen.

Wenn die Sensoren nach der Reinigung wieder brauchbar messen, ist der Unterschied oft schon beim nächsten Durchlauf spürbar. Bleibt das Verhalten gleich, liegt die Ursache eher in der Luftführung, im Kondensatorbereich oder in der Temperaturerzeugung.

Kondensator und Wärmetauscher nicht unterschätzen

Der Kondensatorbereich ist bei Wärmepumpentrocknern ein zentraler Punkt. Dort wird der Feuchtigkeit entzogen, damit die Luft erneut durch die Trommel geführt werden kann. Ist dieser Bereich zugesetzt, kann das Gerät zwar noch laufen, aber die Entfeuchtung bricht ein.

Je nach Modell ist der Wärmetauscher fest verbaut oder nur eingeschränkt zugänglich. Manche Bosch-Geräte haben einen gut erreichbaren Reinigungsbereich, andere sind stärker abgeschottet. Wichtig ist dann, die vom Gerät vorgesehenen Reinigungsöffnungen sorgfältig zu nutzen und keine Gewalt anzuwenden. Verbogene Lamellen oder beschädigte Dichtungen verschlechtern die Leistung noch mehr.

Ein verschmutzter Kondensator zeigt sich oft durch lange Laufzeiten, warme Trommel ohne echte Trocknung und viel Feuchtigkeit im Flusensystem. Manchmal fühlt sich die Wäsche am Ende nur oberflächlich warm an, bleibt innen aber nass. Genau dieses Muster passt sehr oft zu einem Luft- oder Wärmetauschproblem.

Falls das Gerät einen Reinigungsservice-Bereich oder eine entnehmbare Einheit besitzt, sollte dieser regelmäßig gepflegt werden. Wichtig ist, dass alles nach der Reinigung vollständig trocken und korrekt eingesetzt ist. Schon ein falsch eingesetztes Bauteil kann den Luftstrom wieder ausbremsen.

So erkennst du, ob Luft oder Temperatur fehlen

Ein Wärmepumpentrockner braucht einen sauberen Luftstrom und eine passende Temperaturführung. Fehlt eines von beiden, bleibt die Wäsche feucht, obwohl das Gerät äußerlich normal arbeitet. Genau hier lohnt sich die Beobachtung während eines kurzen Testlaufs.

Fühlt sich die Trommel kaum warm an, ist das eher ein Temperaturthema. Ist sie warm, aber die Wäsche bleibt klamm, spricht das stärker für ein Luftproblem oder für verschmutzte Sensorik. Läuft das Gerät ungewöhnlich lange und beendet dann das Programm trotzdem früh, ist die Restfeuchterkennung verdächtig.

Achte auch auf indirekte Hinweise. Ein stark überhitzter Bereich, ungewöhnliche Pausen, häufiges Nachregeln oder ein Programm, das trotz langer Laufzeit kaum Fortschritt bringt, deuten oft auf ein Zusammenspiel mehrerer kleiner Störungen hin. Es ist selten nur ein einzelnes Staubkorn, meistens kommt einiges zusammen.

Typische Fehler bei der ersten Reinigung

Viele reinigen nur das, was sofort sichtbar ist. Damit werden zwar die Siebe sauber, die eigentliche Ursache bleibt aber im Gerät. Besonders oft werden folgende Punkte übersehen: der Bereich hinter der Siebaufnahme, die Dichtlippen, die Sensorflächen und die Reinigung des Kondensatorwegs.

Ein weiterer häufiger Fehler ist zu viel Feuchtigkeit an falscher Stelle. Sensoren dürfen abgewischt werden, elektrische Bereiche aber nicht nass werden. Auch Druckluft ist keine gute Lösung, wenn sie Schmutz nur tiefer ins Gerät bläst oder empfindliche Lamellen beschädigt.

Manchmal wird außerdem zu früh von einem Defekt ausgegangen. Dabei ist die Fehlersuche noch gar nicht sauber durchlaufen. Erst wenn Reinigung, Beladung und Programmwahl geprüft wurden und das Gerät weiterhin deutlich zu wenig trocknet, wird ein technischer Defekt wahrscheinlicher.

Ein paar Situationen aus dem Alltag

Eine Familie trocknet regelmäßig Bettwäsche und Handtücher. Das Gerät braucht plötzlich deutlich länger und die Wäsche bleibt an den Nähten feucht. Nach der Reinigung der Flusensiebe und der Luftwege läuft der Trockner wieder normal. Hier war kein Bauteil defekt, sondern schlicht der Luftweg zugelaufen.

In einer anderen Wohnung werden häufig Sportkleidung und Funktionsshirts getrocknet. Das Programm bricht früh ab, obwohl die Kleidung noch leicht feucht ist. Nach dem Reinigen der Sensorflächen und einem ruhigeren Mischprogramm passt das Ergebnis wieder. Die Ursache lag also in der Messung und im Programmverhalten, nicht im Kompressor.

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Ein dritter Fall ist typischer bei älteren Geräten: Der Trockner wird heiß, aber die Trommel bleibt innen feucht. Nach gründlicher Reinigung des Kondensatorbereichs bessert sich das Verhalten deutlich. Dort war der Wärmetausch so eingeschränkt, dass die Feuchtigkeit nicht mehr zuverlässig aus der Luft geholt wurde.

Wann ein tieferer Defekt wahrscheinlicher wird

Bleibt die Wäsche trotz sauberer Siebe, gereinigter Sensoren und freier Luftwege feucht, wird ein technisches Problem im Inneren wahrscheinlicher. Dann kommen Lüfter, Temperaturfühler, Steuerung oder der Kältekreislauf in Betracht. Diese Bauteile arbeiten im Hintergrund und lassen sich ohne Messung oft nur schwer beurteilen.

Ein defekter Lüfter führt dazu, dass die Luft nicht mehr kräftig genug zirkuliert. Ein Temperatursensor, der falsche Werte liefert, kann das Programm vorzeitig beenden oder eine falsche Heizleistung anstoßen. Bei Problemen im Kältekreislauf fehlt die eigentliche Entfeuchtungsleistung, obwohl das Gerät äußerlich normal startet.

Spätestens jetzt ist wichtig, zwischen Selbsthilfe und Fachservice sauber zu unterscheiden. Alles, was mit geöffnetem Kältekreislauf, Elektronikmessungen oder tiefem Geräteaufbau zu tun hat, gehört in erfahrene Hände. Das spart am Ende oft mehr Geld, als wenn man auf Verdacht Teile tauscht.

Was du vor dem Kundendienst noch prüfen kannst

Bevor du einen Serviceeinsatz anstößt, lohnt ein letzter sauberer Test mit Standardbedingungen. Belade die Trommel moderat, mische nicht zu viele verschiedene Stoffe und wähle ein normales Programm statt eines Sonderfalls. So wird klarer, ob das Problem dauerhaft besteht oder nur unter Extrembedingungen auftritt.

Notiere, wie lange das Programm läuft, wie warm sich die Trommel anfühlt und wie die Restfeuchte der Wäsche am Ende wirkt. Diese Beobachtungen helfen enorm, wenn später ein Techniker den Fehler eingrenzen soll. Ein Satz wie „läuft, heizt, trocknet aber kaum“ ist dabei deutlich hilfreicher als „macht komische Sachen“.

Wenn das Gerät Fehlermeldungen anzeigt, sollten diese immer ernst genommen werden. Manche Hinweise beziehen sich auf Überhitzung, Luftstrom oder Wasserabführung und passen direkt zu den beschriebenen Ursachen. Andere Meldungen weisen auf Sensor- oder Elektronikprobleme hin und verkürzen die Diagnosezeit erheblich.

Die Luftführung im Gerät vollständig freimachen

Bei einem Bosch Wärmepumpentrockner spielt nicht nur der sichtbare Flusenfilter eine Rolle. In den Luftwegen sammeln sich oft feine Fasern, Staub und Waschmittelreste, die den Austausch zwischen warmer und feuchter Luft bremsen. Das Gerät läuft dann weiter, aber die Wäsche bleibt spürbar feuchter als erwartet. Besonders kritisch sind die Bereiche hinter der Tür, rund um den Filtereinsatz und in den Kanälen, die zur inneren Trommelumgebung führen.

Für die Reinigung lohnt sich ein systematisches Vorgehen. Zuerst den Netzstecker ziehen und alle herausnehmbaren Teile öffnen. Danach den Flusenfilter ausbauen, gründlich absaugen und unter warmem Wasser säubern, falls das Modell dafür geeignet ist. Auch der Filterrahmen und die Einführöffnung sollten frei von Ablagerungen sein, weil schon kleine Randverengungen den Luftstrom beeinträchtigen.

  • Flusenfilter nach jeder Trocknung kontrollieren und auch die Kanten reinigen.
  • Türbereich und Dichtungen mit einem trockenen Tuch auswischen.
  • Ansaugöffnungen und Luftkanäle mit Bürste oder Staubsaugeraufsatz säubern.
  • Nach dem Zusammenbau prüfen, ob alle Teile sauber einrasten.

Wenn das Gerät nach der Reinigung wieder normal arbeitet, war die Ursache meist eine gestörte Luftzirkulation. Bleibt die Trocknungsleistung schwach, sollte der Blick auf die Bauteile gehen, die Temperatur und Feuchte erfassen.

Sensorwerte richtig einordnen

Feuchtesensoren messen bei vielen Geräten den Wassergehalt der Wäsche über leitfähige Kontaktflächen in der Trommel. Sind diese Flächen mit Weichspüler, Kalk oder Textilabrieb belegt, erkennt das System den Zustand der Wäsche falsch. Dann beendet der Trockner den Lauf entweder zu früh oder verlängert ihn ohne sichtbaren Fortschritt. Beides kann so wirken, als ob der Trockner nicht sauber arbeitet.

Die Kontaktflächen lassen sich meist mit einem weichen, leicht angefeuchteten Tuch und etwas mildem Reiniger säubern. Wichtig ist eine gleichmäßige Wischbewegung ohne Scheuermittel, damit die Oberfläche nicht beschädigt wird. Anschließend sollte die Trommel kurz leer laufen, damit keine Rückstände auf der Kleidung landen. Wer regelmäßig stark verkalktes Wasser oder viel Pflegeprodukte nutzt, sollte diese Sensorzone häufiger kontrollieren.

Auch die Beladung beeinflusst die Messung. Sehr kleine Wäschemengen, einzelne dicke Textilien oder eng zusammengerollte Teile können die Feuchteverteilung so verändern, dass der Sensor kein realistisches Bild bekommt. In solchen Fällen hilft oft eine gemischte, aber nicht überladene Beladung mit ausreichend Platz zum Umluftaustausch.

Wärmeübertragung und Kondensation prüfen

Bei Wärmepumpentrocknern entscheidet die saubere Kondensation darüber, ob die Feuchtigkeit aus der Luft entfernt wird. Wird der Kondensatorbereich durch Flusen oder Staub beeinträchtigt, bleibt die Luft feucht und die Wäsche trocknet langsamer. Das merkt man häufig daran, dass der Ablauf deutlich länger dauert, die Trommelinnenseite ungewöhnlich feucht wirkt oder das Endergebnis selbst nach einem langen Programm nicht zufriedenstellt.

Je nach Bauart besitzt das Gerät zugängliche Reinigungsklappen, Filterbereiche oder herausnehmbare Module. Diese Teile sollten nach Herstellervorgabe gereinigt werden. Dabei genügt es nicht, nur die groben Partikel zu entfernen. Auch feine Schichten zwischen Lamellen oder Gitterstrukturen müssen weg, weil sie den Wärmeaustausch merklich verschlechtern. Ein weicher Pinsel, ein Staubsauger mit schmaler Düse und bei erlaubter Bauweise vorsichtiges Ausspülen mit Wasser sind oft die passende Reihenfolge.

Nach der Reinigung lohnt ein kurzer Probelauf mit einem normalen Baumwollprogramm. Wird die Luft im Innenraum wieder schneller warm und kondensiert die Feuchtigkeit sichtbar am vorgesehenen Bereich, ist die Funktion meist zurück. Bleibt der Effekt aus, kommen Luftführung, Temperaturregelung oder ein Bauteilfehler als nächster Prüfpunkt infrage.

Bedienung, Beladung und Programmwahl sauber abstimmen

Nicht jede schwache Trocknungsleistung hat einen technischen Defekt als Ursache. Auch eine ungünstige Programmwahl kann dazu führen, dass die Wäsche am Ende noch feucht ist. Schonende Programme arbeiten mit niedrigerer Temperatur und längeren Pausen, wodurch dicke Textilien oder Bettwäsche mehr Zeit brauchen. Zusätzlich beeinflusst die Restfeuchte der Waschmaschine das Ergebnis stark. Wird mit hoher Schleuderdrehzahl gewaschen, startet der Trockner mit weniger Wasser in der Wäsche und arbeitet sichtbar effizienter.

Hilfreich ist eine klare Reihenfolge vor dem Start:

  1. Wäsche nach Material und Dicke sortieren.
  2. Die Trommel nur bis zur empfohlenen Füllmenge beladen.
  3. Ein Programm wählen, das zur Textilart passt.
  4. Nach dem Start prüfen, ob warme Luft und gleichmäßige Trommelbewegung vorhanden sind.

Bleibt der Trockner trotz sauberer Filter, freier Sensoren und passender Einstellungen hinter den Erwartungen zurück, deutet das auf ein tiefer liegendes Problem hin. Dann sind ein blockierter Luftweg im Inneren, eine schwächelnde Heizungseinheit, ein Defekt an der Pumpe oder eine Steuerungsstörung möglich. In diesem Fall helfen die technischen Grundlagenchecks nur noch begrenzt weiter, weil für eine sichere Diagnose Messwerte und Bauteilprüfungen erforderlich sind.

FAQ

Warum bleibt ein Bosch Wärmepumpentrockner manchmal mit trockener Wäsche stehen, obwohl das Programm fertig wirkt?

Oft stimmt die Luftführung nicht mehr oder die Feuchtigkeit wird am Sensor nicht sauber erkannt. Dann arbeitet das Gerät zwar weiter, erreicht aber nicht mehr die nötige Trocknung auf voller Leistung.

Welche Reinigung bringt meist sofort etwas?

Am wichtigsten sind Flusensiebe, Lufteinlass, Türbereich und der Kondensator beziehungsweise Wärmetauscher. Schon kleine Ablagerungen reichen aus, um den Luftstrom zu bremsen und die Trocknungsleistung deutlich zu senken.

Wie oft sollten Flusensiebe kontrolliert werden?

Am besten nach jedem Trockengang. Bei starker Beladung oder stark flusender Wäsche lohnt sich zusätzlich ein Blick vor dem Start, damit sich der Luftweg nicht unnötig zusetzt.

Woran erkenne ich, dass die Feuchtesensoren verschmutzt sind?

Wenn die Maschine zu früh beendet, unregelmäßig nachlegt oder die Wäsche an manchen Stellen noch feucht bleibt, sind die Sensoren ein wichtiger Prüfpunkt. Meist hilft eine Reinigung mit einem weichen, leicht feuchten Tuch, ohne aggressive Mittel zu verwenden.

Darf der Kondensator einfach mit Wasser gespült werden?

Das hängt vom Modell ab. Bei vielen Bosch Wärmepumpentrocknern ist der Wärmetauscher nicht für grobes Ausspritzen gedacht, sondern für eine schonende Reinigung nach Herstellerangabe.

Was prüfe ich zuerst, wenn die Wäsche warm, aber nicht trocken wird?

Dann fehlt häufig der passende Luftdurchsatz oder die Restfeuchte wird falsch erfasst. Kontrolliere zuerst Siebe, Luftkanäle, Türdichtung und Sensoren, bevor du von einem technischen Defekt ausgehst.

Kann ein verstopfter Ablaufschlauch das Trocknen beeinflussen?

Ja, besonders bei Geräten mit Kondensatpumpe oder Ablaufoption. Wenn das Wasser nicht sauber abgeführt wird, verschlechtert sich das Klima im Gerät und die Trockenzeit verlängert sich.

Welche Einstellungen führen oft zu einem falschen Ergebnis?

Zu geringe Trockenstufe, falsche Beladungswahl oder empfindliche Schonprogramme können dazu führen, dass die Wäsche nicht ganz trocken wird. Auch eine Überladung bremst die Bewegung der Wäsche und verschlechtert die Luftzirkulation.

Wann spricht vieles für einen Defekt an Heizung, Sensorik oder Elektronik?

Wenn alle Reinigungsarbeiten erledigt sind, die Luftwege frei sind und das Gerät trotzdem dauerhaft zu früh stoppt oder kaum noch Wärme erzeugt, wird ein interner Fehler wahrscheinlicher. Dann lohnt sich die Prüfung von Temperaturfühlern, Steuerung und gegebenenfalls der Wärmepumpeneinheit durch einen Fachdienst.

Was kann ich vor dem Anruf beim Kundendienst noch testen?

Starte einen kurzen Trockenlauf mit wenig Wäsche, sauberem Filter und leerem Kondensatbehälter. Beobachte dabei, ob Luftstrom, Trommelbewegung und Wärmeentwicklung normal wirken, und notiere mögliche Fehlermeldungen oder ungewöhnliche Geräusche.

Wie beuge ich dem Problem dauerhaft vor?

Regelmäßige Reinigung der Siebe, ein freier Luftweg und korrekt gewählte Programme sind die wichtigste Basis. Zusätzlich helfen sparsame Beladung, gelegentliche Sensorpflege und ein Blick auf den Kondensator nach mehreren Trocknungen.

Fazit

Ein Bosch Wärmepumpentrockner trocknet meist dann nicht richtig, wenn Luftstrom, Sensorik oder Wärmeaustausch beeinträchtigt sind. Mit sauber gereinigten Flusenfiltern, gepflegten Sensoren und einem freien Kondensator lassen sich die meisten Ursachen ohne großen Aufwand beheben. Bleibt das Ergebnis danach schlecht, ist die Ursache häufig im technischen Bereich zu suchen.

Checkliste
  • Flusenfilter nach jeder Trocknung kontrollieren und auch die Kanten reinigen.
  • Türbereich und Dichtungen mit einem trockenen Tuch auswischen.
  • Ansaugöffnungen und Luftkanäle mit Bürste oder Staubsaugeraufsatz säubern.
  • Nach dem Zusammenbau prüfen, ob alle Teile sauber einrasten.


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