Unsaubere GPS-Aufzeichnungen beim Garmin Forerunner 955 kommen meist von einem Mix aus Empfang, Einstellungen und Umgebung. Die gute Nachricht: In vielen Fällen lässt sich das mit ein paar sauberen Prüfungen und gezielten Änderungen lösen, ohne gleich das ganze Gerät zurückzusetzen.
Typisch sind Sprünge auf der Strecke, fehlender Satellitenfix, langsamer Empfang nach dem Start oder plötzlich wechselnde Distanzen. Wer die Ursache systematisch eingrenzt, spart sich viel Herumprobieren und bringt die Uhr oft schon nach wenigen Minuten wieder auf Kurs.
Woran GPS-Probleme bei der Uhr erkennbar sind
GPS-Probleme zeigen sich bei einer Laufuhr meist nicht nur als eine einzige Störung. Häufig sieht man mehrere kleine Hinweise gleichzeitig: Der Track liegt neben der Straße, die Pace schwankt auffällig, die Uhr braucht lange bis zum Startsignal oder die Distanz passt am Ende nicht zur tatsächlich gelaufenen Strecke.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einem echten Empfangsproblem und einem Auswertungsproblem. Ein schiefer Track kann durch schlechte Satellitenlage entstehen, aber auch durch falsche Sat-Einstellungen, eine alte Satelliten-Vorhersage oder durch Bedingungen wie hohe Häuser, dichtes Laub oder einen Tunnel direkt am Start.
Auch der Vergleich mit der letzten Aktivität hilft. Wenn die Uhr heute im offenen Gelände sauber arbeitet, gestern aber im Wald oder in einer engen Innenstadt auffällig war, spricht das eher für die Umgebung als für einen Defekt. Bleiben die Abweichungen dagegen überall gleich stark, lohnt sich ein Blick auf die Geräteeinstellungen und die Firmware.
Die häufigsten Ursachen im Alltag
Der Forerunner 955 ist technisch stark genug, um gute Streckenaufzeichnungen zu liefern. Trotzdem reagieren auch hochwertige Multiband-GPS-Uhren empfindlich auf die Rahmenbedingungen. Die Ursache sitzt daher oft an einer anderen Stelle, als man zuerst vermutet.
Ein häufiger Auslöser ist ein veralteter Satelliten-Status. Die Uhr merkt sich Hilfsdaten, mit denen der Start schneller geht. Wenn diese Daten alt oder fehlerhaft sind, dauert der erste Fix länger oder die Ortung springt am Anfang der Aktivität hin und her. Das ist ärgerlich, aber meist schnell behoben.
Ebenso wichtig sind die GPS-Modi. Je nach Einstellung nutzt die Uhr nur das klassische GPS, mehrere Satellitensysteme oder eine präzisere Mehrfrequenz-Variante. Wer zum Beispiel aus Versehen einen sparsamen Modus aktiv hat, erhält nicht in jedem Umfeld die beste Spurführung. In engen Straßenschluchten, zwischen Häusern oder unter dichtem Blätterdach kann das sofort auffallen.
Auch das Tragen der Uhr spielt mit hinein. Sitzt sie sehr locker oder wird sie von langer Kleidung, Handschuhen oder starkem Schwitzen beeinflusst, können neben GPS auch Bewegungsdaten unruhiger werden. Das ändert den Satellitenempfang zwar nicht direkt, verschlechtert aber die gesamte Streckenbewertung.
Daneben gibt es Softwarethemen. Eine ältere Firmware, ein hängen gebliebenes Sensorprofil oder beschädigte Aktivitätsdaten können die Auswertung beeinflussen. Das ist selten spektakulär, aber in der Praxis oft der Punkt, an dem der Track wieder sauber wird.
So gehst du systematisch vor
Am besten prüfst du die Uhr in einer festen Reihenfolge. Erst erkennst du, ob das Problem am Empfang oder an einer Einstellung hängt, dann gehst du zu den tieferliegenden Ursachen. Diese Reihenfolge spart Zeit und verhindert, dass du unnötig alles auf Werkseinstellungen zurücksetzt.
- Starte die Aktivität an einem freien Ort mit möglichst offenem Himmel.
- Warte vor dem Loslaufen einen kurzen Moment auf einen stabilen Satellitenfix.
- Prüfe, welcher GPS-Modus aktiv ist.
- Synchronisiere die Uhr mit der App, damit Satellitendaten aktuell sind.
- Teste dieselbe Strecke noch einmal unter besseren Bedingungen.
Wenn der Empfang danach stabiler wird, war die Ursache wahrscheinlich eine Mischung aus Startumgebung und veralteten Hilfsdaten. Bleibt die Strecke weiterhin ungenau, solltest du die Geräteeinstellungen, mögliche Sensorquellen und die Software genauer ansehen.
Satellitenempfang sauber vorbereiten
Für einen genauen Start braucht die Uhr freie Sicht zum Himmel. Das klingt banal, macht aber in der Praxis den größten Unterschied. Schon wenige Minuten unter einem Vordach, am Hausrand, zwischen parkenden Autos oder direkt neben hohen Fassaden können den ersten Fix verschlechtern.
Darum ist es sinnvoll, die Aktivität nicht mitten in einer Problemzone zu starten. Geh ein paar Schritte an einen offenen Platz, warte dort auf den Signalaufbau und beginne erst dann mit der Bewegung. Gerade beim Laufen wird der Anfang der Strecke sonst schnell verzogen, weil die Uhr erst während der ersten Meter ihren genauen Standort findet.
Die Satellitenvorhersage wird in der Regel bei der Synchronisation aktualisiert. Wer die Uhr längere Zeit ohne Datenabgleich nutzt, verschenkt Empfangsqualität beim Start. Deshalb hilft es oft schon, die Uhr vor dem Training kurz mit der App zu verbinden und die Daten zu aktualisieren.
Der richtige GPS-Modus macht den Unterschied
Bei der Forerunner-Serie gibt es mehrere Varianten, wie Satellitensignale ausgewertet werden. Für eine gute Balance aus Genauigkeit und Akkulaufzeit sind nicht alle Modi gleich gut. Im offenen Gelände reichen einfache Einstellungen oft aus, während in schwierigen Umgebungen die präzisere Variante deutlich sauberere Tracks liefert.
Gerade bei Städten mit hohen Häusern, Waldwegen mit dichtem Bewuchs oder Strecken unter wechselnder Sicht zum Himmel lohnt sich der genauere Modus. Er nutzt mehr Signale und kann dadurch Ausfälle besser ausgleichen. Wer dagegen nur im Park läuft, merkt möglicherweise kaum einen Unterschied.
Falls die Uhr plötzlich schlechter aufzeichnet, nachdem eine Einstellung geändert wurde, ist das ein starker Hinweis auf den Modus. Dann lohnt sich ein Rückwechsel auf eine präzisere Satellitenoption und ein erneuter Test auf derselben Strecke.
Wenn die Strecke springt oder abkürzt
Sprünge im Track entstehen oft durch kurzfristige Signalverluste. Die Uhr setzt den Standort dann an einer Stelle fort, die aus dem Signalverlauf logisch wirkt, aber auf der Karte danebenliegt. Das passiert besonders häufig in engen Häuserschluchten, unter Brücken, in Tunneln oder bei schnellen Richtungswechseln im Wald.
Ein weiteres typisches Muster ist ein verkürzter Track. Dann zeichnet die Uhr die Strecke insgesamt zu kurz auf, weil einzelne Kurven abgeschnitten werden oder die Positionen zu stark geglättet werden. Das ist besonders auffällig auf Rundkursen mit vielen Kehren oder auf einem Stadionabschnitt mit wiederholten Richtungswechseln.
In solchen Fällen hilft es, einen Vergleich mit einer freien Teststrecke zu machen. Wenn die Uhr dort sauber arbeitet, ist meist keine defekte Hardware im Spiel. Dann liegt die Ursache eher in der Umgebung oder in der gewählten Erfassungsart.
Störungen nach einem Update oder längerer Pause
Nach einer längeren Nutzungspause oder nach einem Softwareupdate kann die Uhr zunächst anders reagieren als gewohnt. Das muss kein Schaden sein. Häufig sind dann Satellitendaten, Konfigurationen oder kleine Zwischendaten noch nicht wieder optimal eingespielt.
Nach einem Update lohnt sich deshalb immer ein kurzer Kontrolllauf. Synchronisiere die Uhr, starte sie einmal neu und teste die Ortung in ruhigem Umfeld. Wenn danach wieder alles sauber läuft, war es nur ein vorübergehender Zustand.
Bleibt die Störung bestehen, kann ein fehlerhaftes Aktivitätsprofil oder ein Hintergrundproblem mit Sensoren mitspielen. Dann ist ein Blick auf gekoppelte Geräte, Einstellungen und die aktuelle Firmware sinnvoll.
Sensoren und Kopplungen richtig einordnen
Die Uhr selbst misst GPS unabhängig von externen Sensoren. Trotzdem können gekoppelte Zusatzsensoren die Wahrnehmung des Problems verändern, etwa wenn Distanz, Pace oder Aufzeichnung mit Felddaten vermischt werden. Dann wirkt es so, als wäre der GPS-Track schuld, obwohl eigentlich ein anderer Messwert irritiert.
Ein klassischer Fall ist ein verbundener Fußsensor oder ein anderer Laufsensor. Ist dessen Kalibrierung ungenau oder sendet er fehlerhafte Werte, kann die Anzeige beim Training merkwürdig aussehen. Das GPS ist dann nicht zwingend die einzige Ursache, sondern nur der sichtbarste Teil des Fehlers.
Deshalb lohnt es sich, bei Verdacht eine Aktivität testweise ohne Zusatzsensoren zu starten. Verbessert sich das Verhalten, liegt das Problem eher in der Kopplung oder im externen Sensor als im Satellitenempfang selbst.
Ein sauberer Testlauf bringt Klarheit
Ein guter Diagnosetest braucht keine komplizierte Vorbereitung. Nimm dir eine kurze Runde mit freier Sicht, starte die Aktivität erst nach stabilem Empfang und laufe eine bekannte Strecke, die du später mit den Karten- oder Aktivitätsdaten vergleichen kannst.
Prüfe danach drei Punkte: Liegt der Track auf der Strecke, stimmt die Gesamtdistanz ungefähr, und bleibt die Pace während ruhiger Abschnitte plausibel? Wenn zwei von drei Punkten deutlich danebenliegen, ist die Ursache meist klarer als es auf den ersten Blick wirkt.
Das ist auch die beste Methode, um Einflüsse von Wetter, Untergrund oder Zufall abzugrenzen. Eine einzelne schlechte Aufzeichnung sagt wenig aus. Zwei oder drei Tests unter ähnlichen Bedingungen zeigen dagegen schnell, ob die Uhr grundsätzlich sauber arbeitet.
Wann ein Neustart oder Zurücksetzen sinnvoll ist
Ein einfacher Neustart gehört zu den vernünftigsten ersten Schritten, wenn die Uhr plötzlich zickig reagiert. Er kostet fast keine Zeit und beseitigt gelegentlich hängende Prozesse oder temporäre Fehler in der Erfassung.
Ein vollständiges Zurücksetzen ist dagegen eher die letzte Stufe. Das ist dann sinnvoll, wenn mehrere Auffälligkeiten gleichzeitig auftreten, etwa bei GPS, Synchronisation und Bedienung. Vorher sollte aber klar sein, dass kein einzelner kleiner Schritt mehr ausreicht, weil sonst unnötig Einstellungen verloren gehen.
Wer einen Reset erwägt, sollte vorher die Daten sichern und sich vergewissern, dass die Uhr nach dem erneuten Einrichten wirklich in einem sauberen Testlauf geprüft wird. Sonst löst man das Problem nur scheinbar und übersieht die eigentliche Ursache.
Typische Fehlannahmen, die Zeit kosten
Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass jede ungenaue Strecke automatisch einen Defekt bedeutet. In Wahrheit sind Empfang und Auswertung bei Sportuhren stark von der Umgebung abhängig. Dieselbe Uhr kann auf offener Strecke tadellos funktionieren und in engen Straßen sichtbar schlechter sein.
Auch der Gedanke, dass nur der Akkuzustand schuld sein kann, führt oft in die falsche Richtung. Ein fast leerer Akku kann zwar Energiesparfunktionen beeinflussen, aber die eigentliche GPS-Ursache liegt sehr oft in der Konfiguration oder im Startpunkt der Aktivität.
Ebenso täuscht der Blick auf die letzte Einzelaktivität manchmal. Eine auffällige Runde nach einem Update oder nach vielen Tagen ohne Synchronisation ist noch kein Beweis für einen dauerhaften Fehler. Erst ein wiederholbarer Test zeigt, ob das Verhalten stabil schlecht bleibt.
Unterwegs und im Alltag auf stabile Aufzeichnung achten
Im normalen Alltag helfen kleine Gewohnheiten erstaunlich viel. Wer die Aktivität immer an derselben freien Stelle startet, die Uhr regelmäßig synchronisiert und bei schwierigen Strecken den genaueren Satellitenmodus nutzt, bekommt meist deutlich bessere Ergebnisse.
Auch die Position am Handgelenk sollte passen. Die Uhr darf nicht so locker sitzen, dass sie beim Lauf ständig wandert. Ein stabiler Sitz hilft der Bewegungserkennung und verhindert unnötige Nebeneffekte bei der Aufzeichnung.
Bei langen Einheiten oder wechselndem Gelände lohnt sich zusätzlich ein kurzer Blick auf die Route im Anschluss. So erkennst du früh, ob ein bestimmter Abschnitt regelmäßig auffällt. Das ist nützlich, um Muster zu entdecken, statt jedes Mal neu zu rätseln.
Wann Hilfe vom Support sinnvoll ist
Manche Probleme gehen über übliche Empfangsschwankungen hinaus. Wenn die Uhr selbst nach Neustart, Synchronisation und Test im offenen Gelände weiterhin massiv danebenliegt, ist es vernünftig, an einen tieferliegenden Fehler zu denken.
Das gilt besonders, wenn sich die Uhr auch sonst auffällig verhält, etwa bei Abstürzen, unplausiblen Sensorwerten oder Synchronisationsfehlern. In so einem Fall ist es sinnvoll, die bisherigen Schritte zu dokumentieren und das Gerät überprüfen zu lassen.
Je besser du den Fehler beschreiben kannst, desto schneller lässt sich ein Hardware- oder Softwareproblem eingrenzen. Angaben zum Ort, zum gewählten Satellitenmodus, zur Strecke und zum Zeitpunkt des Auftretens sind dafür oft entscheidend.
Mit einem sauberen Vorgehen lässt sich die Ursache in den meisten Fällen gut eingrenzen. Erst Empfang, dann Einstellungen, dann Software und zuletzt Hardware zu prüfen, ist bei dieser Uhr der verlässlichste Weg. Genau so kommst du meist schneller zu einer stabilen Aufzeichnung und kannst wieder laufen, statt auf die nächste zackige Linie auf der Karte zu starren.
So lässt sich die Aufzeichnung sofort stabilisieren
Bei der Forerunner 955 lohnt es sich zuerst, die Umgebung für den Empfang zu verbessern. Starte die Aktivität im Freien und bleibe vor dem Loslaufen so lange stehen, bis die Uhr einen sauberen Satellitenfix hat. In dicht bebauten Straßen, unter Bäumen oder direkt an Fassaden entstehen sonst schnell unruhige Tracks. Besonders zuverlässig wird die Messung, wenn die Uhr vor dem Start ein paar Minuten freie Sicht zum Himmel hat.
Öffne vor dem Lauf die Aktivitätseinstellungen und prüfe, ob der passende Satellitenmodus aktiviert ist. Für die beste Genauigkeit ist in vielen Fällen die Multi-Band- oder Mehrfrequenz-Option sinnvoll, auch wenn sie mehr Akku benötigt. Für längere Trainings in offenem Gelände kann der Standardmodus reichen, in schwierigen Umgebungen ist die genauere Variante die bessere Wahl. Wer häufig in Städten läuft, sollte diese Einstellung gezielt anpassen und nicht dauerhaft auf Sparbetrieb bleiben.
- vor dem Start einige Minuten draußen warten
- Satellitenmodus für anspruchsvolle Strecken auf Genauigkeit stellen
- Aktivität nicht in Gebäuden anstoßen
- Armband eng genug tragen, damit die Uhr ruhig sitzt
Einstellungen auf der Uhr und in Garmin Connect prüfen
Viele Abweichungen entstehen durch eine Kombination aus Energiesparoptionen, alten Daten und unpassenden Aktivitätsprofilen. In den Systemeinstellungen sollte die automatische Abschaltung von GNSS-bezogenen Funktionen nicht zu aggressiv eingestellt sein. Auch Ruhe- oder Trainingsprofile können eigene Vorgaben enthalten, die sich auf die Positionsqualität auswirken. Ein Blick in das verwendete Profil verhindert, dass du versehentlich mit einer abweichenden Konfiguration startest.
Hilfreich ist außerdem die Synchronisation mit Garmin Connect, damit aktuelle Satellitendaten und Softwarestände übernommen werden. Danach genügt häufig schon ein kurzer Neustart der Uhr, um alte Restfehler zu beseitigen. Wer mehrere Sportprofile verwendet, sollte jedes einzeln prüfen, weil sich die GPS-Optionen je nach Aktivität unterscheiden können. So lässt sich vermeiden, dass nur ein einziges Profil sauber arbeitet und die übrigen ungenau bleiben.
- Uhr mit Garmin Connect synchronisieren.
- Aktivitätseinstellungen für Lauf, Rad oder Trail einzeln öffnen.
- Satellitensystem und Genauigkeitsmodus kontrollieren.
- Energiesparfunktionen im passenden Profil prüfen.
- Uhr neu starten und einen kurzen Testlauf starten.
Wenn die Route versetzt wirkt oder Abkürzungen zeigt
Ein Track, der plötzlich neben der Straße verläuft oder Serpentinen abkürzt, weist oft auf Reflexionen oder eine kurze Unterbrechung des Signals hin. In solchen Fällen hilft es, die Uhr beim Start nicht unter einer Überdachung zu tragen und die ersten Meter bewusst in offenem Gelände zu absolvieren. Wenn eine Route regelmäßig in derselben Ecke springt, ist die lokale Umgebung meist der Auslöser und nicht die Uhr allein.
Auch der Wechsel des GPS-Modus kann hier einen großen Unterschied machen. In Städten mit vielen hohen Gebäuden sorgt eine genauere Satellitenkombination meist für ruhigere Linien. Auf Waldwegen hilft es, die Uhr nicht unter einer Jacke zu verstecken und das Display vor dem Loslaufen nicht dauerhaft zu berühren. Eine stabile Armbewegung unterstützt die Positionsberechnung zusätzlich, weil die Uhr dann gleichmäßiger arbeitet.
- Startbereich mit freier Sicht zum Himmel wählen
- bei Gebäuden und Bäumen den genaueren Modus nutzen
- Uhr nicht verdecken oder ständig bedienen
- auffällige Streckenabschnitte mit einer zweiten Aktivität vergleichen
Sensoren, Daten und Software sauber aufeinander abstimmen
Neben dem eigentlichen Satellitenempfang können verbundene Sensoren die Aufzeichnung beeinflussen. Ein fehlerhaftes Footpod- oder Herzfrequenz-Setup löst zwar kein GPS-Problem direkt aus, sorgt aber oft für den Eindruck, dass Pace, Distanz oder Bewegung nicht zusammenpassen. Deshalb sollte man gekoppeltes Zubehör testweise deaktivieren und nur mit der Uhr allein messen. So lässt sich klar trennen, ob die Ursache bei der Positionserfassung oder bei einem externen Sensor liegt.
Ebenso wichtig ist die Softwarepflege. Nach einem größeren Update lohnt es sich, die Uhr vollständig zu synchronisieren, neu zu starten und anschließend eine kurze Aktivität zu testen. Falls die Abweichungen erst nach einer längeren Pause aufgetreten sind, kann ein frischer Satellitenabgleich helfen. Wer regelmäßig trainiert, fährt am besten mit einem festen Routineablauf vor dem Start:
- Uhr mit Garmin Connect synchronisieren
- gekoppelte Sensoren bei Bedarf kurz deaktivieren
- Aktivität ohne Zubehör testen
- Softwarestand und Profile einmal kontrollieren
- bei anhaltenden Fehlern Uhr neu einrichten oder Support einschalten
Warum wird meine Strecke trotz guter Satellitenanzeige ungenau?
Oft liegt es an der Umgebung, am gewählten Satellitenmodus oder an aktivierten Energiesparoptionen. Ein sauberer Fix allein reicht nicht, wenn hohe Gebäude, dichter Wald oder ein ungeeignetes Profil die Messung beeinträchtigen.
Hilft ein Reset immer weiter?
Nein. Ein Neustart oder das Zurücksetzen behebt vor allem Softwarereste, fehlerhafte Einstellungen und Synchronisationsprobleme. Liegt die Ursache an der Strecke, an Reflexionen oder an einer schlechten Startposition, braucht es zuerst eine Anpassung der Nutzung.
Wann sollte ich die Uhr einschicken lassen?
Wenn mehrere Testläufe im freien Gelände weiterhin deutliche Aussetzer zeigen, obwohl die Software aktuell ist, alle Profile geprüft wurden und ein Zurücksetzen keine Änderung bringt. Dann spricht vieles für einen technischen Defekt des Empfängers oder der Antenne.
Häufige Fragen
Welche GPS-Einstellung ist für die meisten Läufe sinnvoll?
Für die meisten Strecken reicht der normale GPS-Betrieb mit guter Satellitenverbindung aus. In offener Umgebung liefert er oft die beste Mischung aus Genauigkeit und Akkulaufzeit.
Warum zeichnet die Uhr eine zu kurze Strecke auf?
Oft ist der Empfang am Start noch nicht stabil oder die Uhr wechselt zwischen verschiedenen Satellitensystemen. Starte die Aktivität erst, wenn die Positionsanzeige dauerhaft bereit ist, und prüfe den gewählten Modus vor dem Loslaufen.
Hilft es, die Uhr vor dem Start kurz still zu halten?
Ja, das verbessert häufig die erste Positionsfixierung. Bleib ein paar Sekunden an einem offenen Ort stehen, bis die Ortung eindeutig steht, bevor du dich in Bewegung setzt.
Was bringt ein GPS-Assistenz-Update über Garmin Connect?
Es kann die Zeit bis zum ersten Standortfix verkürzen und damit den Start zuverlässiger machen. Gerade nach längeren Pausen oder Reisen lohnt sich die Synchronisation vor dem nächsten Training.
Kann eine Herzfrequenz-Brustgurt-Verbindung die Streckenaufzeichnung beeinflussen?
Direkt meist nicht, aber gekoppelte Sensoren oder fehlerhafte Verbindungen können die Aktivität insgesamt beeinträchtigen. Entferne testweise nicht benötigte Sensoren, um die Ursache einzugrenzen.
Warum springt die Route zwischen Häusern oder Bäumen?
In engen Straßen, unter dichtem Laub oder zwischen hohen Gebäuden reflektieren Signale stärker. Dort hilft häufig ein präziserer GPS-Modus mit zusätzlichem Satellitenempfang sowie ein möglichst freier Startpunkt.
Wann sollte ich die Uhr neu starten?
Ein Neustart ist sinnvoll, wenn die Positionsanzeige ungewöhnlich lange braucht oder die Aufzeichnung nach einem Update auffällig wirkt. Danach die Satellitendaten erneut synchronisieren und einen kurzen Testlauf machen.
Ist ein Zurücksetzen nur die letzte Option?
Ja, zuerst sollten Einstellungen, Updates und Kopplungen geprüft werden. Ein Reset lohnt sich vor allem dann, wenn mehrere Funktionen gleichzeitig auffällig sind und sich das Verhalten nicht anders eingrenzen lässt.
Wie erkenne ich, ob das Problem an der Strecke oder an der Uhr liegt?
Vergleiche denselben Lauf einmal auf offener Strecke und einmal in schwieriger Umgebung. Wenn nur der anspruchsvolle Abschnitt Probleme macht, liegt es meist an der Empfangssituation und nicht am Gerät.
Welche Daten sollte ich vor dem Support bereithalten?
Hilfreich sind die Firmware-Version, der verwendete GPS-Modus und eine kurze Beschreibung, wann die Abweichung auftritt. Noch besser ist ein Beispiel mit Datum, Strecke und den genutzten Einstellungen.
Fazit
Die zuverlässigsten Ergebnisse entstehen meist aus einer sauberen Vorbereitung, dem passenden Empfangsmodus und einem kurzen Funktionstest vor dem Start. Wer Updates, Kopplungen und die Umgebungsbedingungen systematisch prüft, löst die meisten Abweichungen ohne großen Aufwand. Bleibt das Verhalten trotzdem gleich, helfen ein Neustart, ein Reset oder der Support als nächster Schritt.