Wasser aus der Inneneinheit weist meist auf Probleme bei der Kondensatabfuhr, der Luftführung oder dem Filter hin. Oft steckt keine schwere Störung dahinter, und mit Reinigung, einem freien Ablauf sowie der richtigen Einstellung lässt sich das Problem beheben.
Wichtig ist, das Wasser nicht nur wegzuwischen, sondern die Quelle zu finden. Sonst kommt die Pfütze nach kurzer Zeit wieder, oft genau dann, wenn die Anlage am meisten arbeiten soll.
Warum überhaupt Wasser im Gerät entsteht
Eine Klimaanlage entzieht der Raumluft Feuchtigkeit. Diese Feuchtigkeit schlägt sich am kalten Wärmetauscher als Kondenswasser nieder und muss über einen Ablauf aus dem Gerät geführt werden. Genau dort beginnt die meisten Ärger: Der Ablauf ist verstopft, das Gerät steht nicht mehr sauber in der Waage oder die Luftzirkulation stimmt nicht mehr.
Ein wenig Kondenswasser ist also normal. Problematisch wird es erst, wenn die Abführung unterbrochen ist oder das Wasser im Gehäuse einen falschen Weg nimmt. Dann tropft es nach innen, an der Wand herunter oder direkt aus dem Gerät auf Boden, Möbel oder Elektronik.
Die häufigsten Ursachen im Alltag
Am häufigsten steckt ein verschmutzter Filter dahinter. Wenn die Luft nur noch schlecht durch den Wärmetauscher strömt, kühlt die Oberfläche ungleichmäßig ab und es bildet sich mehr Wasser als vorgesehen. Dieses Wasser sammelt sich dann an Stellen, an denen es gar nicht gesammelt werden soll.
Ebenso typisch ist ein verstopfter Kondensatablauf. Staub, Schmutz, Algenreste oder ein geknickter Schlauch reichen oft aus, damit das Wasser im Gerät stehen bleibt. Bei Split-Klimaanlagen kann auch der Ablauf im Außengerät oder in der Leitung problematisch sein, je nach Aufbau der Anlage.
Ein weiterer Klassiker ist eine schiefe Montage. Die Inneneinheit braucht ein leichtes Gefälle in Richtung Ablauf. Schon kleine Abweichungen genügen, damit das Kondenswasser zur falschen Seite läuft und aus der Front oder an der Wand austritt.
Auch zu niedrige Raumtemperaturen, überdimensionierte Geräte oder ein zu geringer Luftdurchsatz können Tropfen begünstigen. Dann läuft die Anlage zwar, aber der Wärmetauscher arbeitet außerhalb des Bereichs, für den die Konstruktion vorgesehen ist.
Die ersten Handgriffe, die sofort helfen können
Bevor man an Technik denkt, sollte man die Anlage sicher stilllegen und das austretende Wasser begrenzen. Danach folgen drei Prüfungen in sinnvoller Reihenfolge: Filter ansehen, Ablauf kontrollieren, Einbausituation prüfen. Diese Reihenfolge spart Zeit und verhindert, dass man an der falschen Stelle sucht.
- Gerät ausschalten und vom Strom trennen, wenn Wasser in Richtung Elektrik läuft.
- Filter entnehmen und auf Staub, Flusen und Fettbelag prüfen.
- Den Kondensatablauf und sichtbare Schlauchabschnitte auf Knicke, Verstopfungen oder stehendes Wasser kontrollieren.
- Die Inneneinheit auf sichtbare Schiefstellung, Vibrationen oder lockere Halterungen ansehen.
Ist der Filter stark zugesetzt, hilft oft bereits eine gründliche Reinigung mit lauwarmem Wasser und vollständigem Trocknen. Bleibt das Problem danach bestehen, liegt die Ursache meist tiefer im Ablauf oder in der Montage.
Woran man erkennt, wo das Wasser herkommt
Die Stelle, an der das Wasser sichtbar austritt, ist nicht immer die Stelle, an der das Problem entsteht. Tropft es vorne aus dem Gehäuse, ist häufig der Ablauf im Inneren blockiert oder das Gerät steht nicht korrekt. Läuft Wasser an der Wand herunter, ist der Ablaufkanal oft überfüllt oder der Kondensatschlauch sitzt nicht richtig.
Kommt das Wasser nur bei hoher Leistung oder an besonders schwülen Tagen, spricht das eher für eine Überlastung durch hohe Luftfeuchte. Dann produziert die Anlage mehr Kondenswasser, als der Ablauf in der Praxis sicher abführen kann. Das ist ein wichtiger Unterschied, weil die Lösung dann nicht nur in der Reinigung liegt, sondern auch im Betriebsverhalten.
Wenn die Anlage gluckert, bevor es tropft, ist meist Luft im Ablauf oder der Schlauch hat einen ungünstigen Ablauf. Das Wasser staut sich dann im System und sucht sich einen Rückweg in den Raum.
Die Rolle von Filter, Wärmetauscher und Luftstrom
Ein sauberer Filter ist nicht bloß eine Komfortfrage. Er entscheidet darüber, wie gleichmäßig Luft über den Wärmetauscher strömt und ob sich Kondenswasser sauber an der vorgesehenen Stelle sammelt. Ist der Filter dicht, bilden sich kalte Zonen, dort kann das Wasser eher gefrieren oder sich an Kanten sammeln.
Auch der Wärmetauscher selbst kann zugesetzt sein. Staub und Biofilm verändern die Oberfläche, auf der das Wasser abläuft. Statt sauber in die Auffangwanne zu fließen, bleiben Tropfen hängen und fallen später unkontrolliert ab. Das passiert gern nach längerer Laufzeit, wenn das Gerät schon ordentlich arbeiten musste.
Wer die Anlage regelmäßig nutzt, sollte deshalb nicht nur die sichtbaren Filterflächen reinigen. Oft lohnt sich auch ein Blick auf die Lamellen, die Kondensatwanne und den Bereich um den Ablaufstutzen. Gerade dort sammeln sich Ablagerungen, die von außen kaum auffallen.
Wenn der Ablauf schuld ist
Der Kondensatablauf ist eine der wichtigsten Komponenten überhaupt, denn er sorgt dafür, dass die entstehende Feuchtigkeit sicher abgeführt wird. Ist dieser Weg blockiert, steht das Wasser zunächst in der Wanne und drückt sich dann an anderer Stelle heraus. Das ist bei Wandgeräten besonders häufig, weil dort wenig Platz für Ausweichbewegungen bleibt.
Ein Schlauch kann innen verschmutzen, außen verrutschen oder mit einem Durchhang verlegt sein. Ein ungünstiger Bogen genügt, damit sich Wasser sammelt. Auch Insekten, Schmutz oder Kalkreste können den Durchfluss verringern. Bei älteren Anlagen kommt zusätzlich Materialalterung dazu, etwa ein verhärteter Schlauch oder eine poröse Verbindung.
Praktisch ist, den Ablauf des Schlauchs vom Gerät bis zum Ablaufpunkt zu verfolgen. Dabei hilft es, auf stehende Wasserstellen, enge Bögen und sichtbare Staupunkte zu achten. Wenn der Schlauch an einer Stelle warm und an anderer Stelle feucht bleibt, kann das ebenfalls auf einen Rückstau hindeuten.
Montage und Neigung nicht unterschätzen
Eine Klimaanlage kann technisch einwandfrei sein und trotzdem tropfen, wenn sie falsch montiert wurde. Die Inneneinheit muss so hängen, dass das Kondenswasser zur Ablaufseite läuft. Ist die Einheit nur minimal verdreht, bleibt das Wasser an der falschen Kante stehen.
Das Problem zeigt sich oft erst nach einiger Betriebszeit. Während das Gerät noch wenig Kondenswasser produziert, fällt nichts auf. Bei höherer Luftfeuchte oder längerer Laufdauer wird die Fehlstellung dann sichtbar, weil die Auffangwanne schlicht überläuft.
Auch nachträglich gelöste Wandhalterungen, Vibrationen oder Setzungen im Mauerwerk können die Lage verändern. Wer also nach einer längeren Zeit plötzlich Tropfen bemerkt, sollte die Befestigung nicht vergessen. Eine kleine Abweichung reicht bei diesen Geräten schon aus, um den Wasserlauf zu stören.
Temperatur und Betriebsmodus als Auslöser
Zu kalte Einstellungen können ebenfalls zu Wasserproblemen führen. Läuft die Klimaanlage dauerhaft auf sehr niedriger Zieltemperatur, kühlt der Wärmetauscher stark ab und es entsteht viel Kondensat. Je nach Gerät kann das die Entwässerung überfordern oder zur Vereisung führen.
Auch der Entfeuchtungsmodus kann mehr Kondensat erzeugen, als Nutzer erwarten. Das ist kein Defekt, aber er belastet den Ablauf stärker als ein moderater Kühlbetrieb. Wer im Sommer sehr feuchte Luft im Raum hat, erlebt deshalb oft genau dort das Tropfen, wo die Anlage eigentlich die größte Entlastung bringen soll.
Ein sinnvoller Test ist, die Zieltemperatur moderat anzuheben und den Luftstrom auf eine mittlere Stufe zu stellen. Verbessert sich das Verhalten, war die Anlage wahrscheinlich grenzwertig betrieben. Bleibt alles gleich, spricht das eher für ein mechanisches Problem.
Typische Fehlannahmen, die Zeit kosten
Viele gehen zuerst von einem Kältemittelproblem aus, sobald Wasser sichtbar wird. Das ist verständlich, aber nicht die häufigste Ursache. Ein Kältemittelmangel macht sich eher durch schlechte Kühlleistung, längere Laufzeiten oder Vereisung bemerkbar; das Wasserproblem entsteht oft erst indirekt durch die Folgeerscheinungen.
Ebenso wird ein Tropfen oft für ein Leck im Kühlkreislauf gehalten. Das gilt nur in wenigen Fällen. In der Praxis handelt es sich meist um normales Kondenswasser, das den falschen Weg nimmt. Das ist wichtig, weil die Reparaturwege völlig verschieden sind.
Wer zu früh an den Kältemittelkreislauf geht, riskiert unnötige Kosten. Sinnvoller ist es, zuerst die leicht prüfbaren Punkte abzuarbeiten: Filter, Ablauf, Lage, Betriebsmodus. Erst wenn diese Punkte sauber sind und das Problem bleibt, wird eine tiefergehende Wartung interessant.
Was man selbst machen kann und was besser Fachleuten überlassen bleibt
Viele einfache Ursachen lassen sich selbst prüfen. Filter reinigen, sichtbaren Schmutz entfernen, den Schlauchverlauf ansehen und das Gerät nach dem Trocknen erneut testen, das gehört zu den Aufgaben, die oft ohne Spezialwerkzeug möglich sind. Wichtig ist nur, vorher den Strom zu trennen und keine Abdeckungen zu öffnen, hinter denen elektrische Bauteile liegen.
Sobald das Gerät innen stark verschmutzt ist, der Ablauf nicht frei wird oder Wasser in die Elektrik gelaufen sein könnte, ist Vorsicht angesagt. Dann sollte die Anlage fachgerecht untersucht werden. Das gilt auch, wenn die Inneneinheit sichtbar schief hängt oder ein Geruch nach verschmortem Material dazukommt.
Bei fest installierten Split-Geräten ist außerdem der Zugang begrenzt. Wer dort mit Gewalt arbeitet, verschlimmert den Schaden schnell. Ein Fachbetrieb kann Ablauf, Wanne, Leitungen und Befestigung sauber prüfen, ohne die Einheit zu beschädigen.
Was bei älteren Anlagen besonders häufig passiert
Mit zunehmendem Alter werden Schläuche spröder, Dichtungen härter und Ablagerungen zäher. Dann reicht schon wenig Schmutz, um den Ablauf zu bremsen. Ältere Geräte zeigen das Problem oft zuerst bei feuchtem Wetter oder nach längerer Sommernutzung, wenn sich die Belastung summiert.
Auch die Reinigung wird schwieriger, weil sich Biofilm und Staubschichten festsetzen. Wer nur oberflächlich wischt, verbessert den Zustand dann kaum. In solchen Fällen ist eine gründlichere Wartung sinnvoll, bei der Wanne, Ablauf und Luftführung gemeinsam angesehen werden.
Ein weiterer Punkt ist die Nutzung über viele Jahre ohne Ausrichtungskontrolle. Eine Halterung, die vor Jahren noch korrekt saß, kann sich inzwischen minimal verschoben haben. Genau diese kleinen Veränderungen machen bei Kondenswasser oft den Unterschied.
Die richtige Reihenfolge bei der Fehlersuche
Wer systematisch vorgeht, kommt meist schnell zum Kern. Zuerst sollte geprüft werden, ob der Filter sauber ist und das Gerät frei atmen kann. Danach folgt der Ablauf mit Schlauch, Wanne und möglichem Rückstau. Zum Schluss lohnt der Blick auf Montage, Neigung und Betriebsart.
- Anlage ausschalten und trocknen lassen.
- Filter reinigen und wieder korrekt einsetzen.
- Sichtbaren Ablauf auf Knicke, Schmutz und Stau prüfen.
- Einbaulage und Wandhalterung ansehen.
- Mit moderater Einstellung erneut testen.
Diese Reihenfolge ist deshalb sinnvoll, weil sie die häufigsten Ursachen zuerst abräumt. Bleibt das Tropfen danach bestehen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass eine tiefere technische Ursache vorliegt. Dann geht man mit mehr Sicherheit in die nächste Stufe der Diagnose.
Wie man Folgeschäden vermeidet
Wasser im Innenraum ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch Wandfarbe, Putz, Bodenbeläge und Elektronik beschädigen. Je schneller die Ursache gefunden wird, desto geringer bleibt das Risiko. Besonders kritisch wird es, wenn Wasser in Steckdosen, Leisten oder direkt auf empfindliche Möbel läuft.
Deshalb sollte man Tropfen nicht einfach beobachten und weiterlaufen lassen. Selbst kleine Mengen können über Stunden oder Tage viel Schaden anrichten. Wer die Anlage vorübergehend nicht braucht, lässt sie lieber aus, bis Ablauf und Ursache geprüft sind.
Nach einer erfolgreichen Reinigung ist es sinnvoll, das Gerät im Auge zu behalten. Tritt das Wasser nur bei bestimmten Bedingungen auf, hilft dieses Muster später bei der weiteren Eingrenzung. So lässt sich auch ein seltenes Problem schneller einordnen, falls es erneut auftaucht.
Ein sauber arbeitendes Gerät sollte Kondenswasser geräuschlos und unsichtbar abführen. Sobald es tropft, staut oder gluckert, stimmt die Entwässerung oder die Luftführung nicht mehr. Genau dort liegt fast immer der Hebel für die Lösung.
Wer von außen ruhig und systematisch prüft, erspart sich unnötige Experimente. Die meisten Fälle lassen sich über Reinigung, Ablaufkontrolle und eine bessere Einstellung in den Griff bekommen. Bleibt das Problem danach bestehen, ist eine fachliche Prüfung die sichere nächste Stufe.
Das austretende Wasser ist meistens kein Zufall, sondern ein Zeichen dafür, dass ein Teil des Systems den Kondensatstrom nicht mehr sauber abführt. Sobald sich Feuchtigkeit im Innengerät sammelt, braucht es eine saubere Trennung zwischen normaler Kondensation und einem echten Defekt. Genau dort setzt die Fehlersuche an: erst die sichtbaren Ursachen prüfen, dann die Bauteile und am Ende die Betriebsbedingungen.
So wird das Problem systematisch eingegrenzt
Am schnellsten findet man die Ursache, wenn man die Reihenfolge einhält. Zuerst wird das Gerät ausgeschaltet und spannungsfrei gemacht. Danach folgt die Kontrolle von Luftfilter, Auslass, Kondensatwanne und Ablauf. Erst wenn diese Punkte geprüft sind, lohnt der Blick auf Neigung, Steuerung und mögliche Vereisung. Wer in dieser Reihenfolge vorgeht, spart Zeit und vermeidet unnötige Eingriffe an der Technik.
- Gerät ausschalten und vom Strom trennen.
- Front öffnen und Luftfilter herausnehmen.
- Sichtprüfung auf Tropfspuren, Schmutz und Wasserstau im Innenraum.
- Ablauföffnung und Kondensatleitung auf Blockaden prüfen.
- Gerät wieder einschalten und das Verhalten im Kühlbetrieb beobachten.
Verdeckte Auslöser, die oft übersehen werden
Neben den bekannten Ursachen gibt es einige Punkte, die im Alltag leicht durchrutschen. Dazu gehören verstaubte Lamellen am Wärmetauscher, ein zugesetzter Siphon oder ein Schlauch, der zwar nicht verstopft, aber ungünstig geknickt ist. Auch ein zu schwacher Luftdurchsatz kann dafür sorgen, dass die Oberfläche im Inneren stark abkühlt und Feuchtigkeit an falscher Stelle kondensiert. Das Wasser sucht sich dann den Weg über Gehäusekanten oder aus dem unteren Bereich des Geräts heraus.
Hilfreich ist außerdem ein Blick auf die Raumumgebung. Hohe Luftfeuchte, offene Fenster, viele Feuchtigkeitsquellen im Raum oder ein Gerät, das dauerhaft im unteren Leistungsbereich läuft, belasten die Entfeuchtung. Dann fällt mehr Kondensat an, als das System unter ungünstigen Bedingungen sauber abführen kann.
Schritt für Schritt die wichtigsten Bauteile prüfen
Eine gezielte Prüfung ist einfacher, wenn man sie in kurze Abschnitte aufteilt. So erkennt man schneller, ob das Problem an Schmutz, an einer mechanischen Störung oder an der Installation liegt.
- Filter prüfen: Filter herausnehmen, absaugen oder waschen und vollständig trocknen lassen.
- Verdampfer ansehen: Lamellen auf Staub, Beläge und Eisbildung kontrollieren.
- Kondensatwanne prüfen: Stehendes Wasser, Schmutz oder Algenreste entfernen.
- Ablauf frei machen: Schlauch durchspülen, Knicke lösen und Auslass kontrollieren.
- Montage kontrollieren: Prüfen, ob das Innengerät leicht zur Ablaufseite hin ausgerichtet ist.
- Probelauf beobachten: Gerät einige Minuten im Kühlbetrieb laufen lassen und auf neue Tropfen achten.
Woran eine Vereisung zu erkennen ist
Bildet sich im Inneren Eis, taucht Wasser oft erst auf, wenn das Eis wieder taut. Dann läuft die Flüssigkeit nicht kontrolliert in den Ablauf, sondern sammelt sich in der Wanne oder tritt an einer Kante aus. Typische Hinweise sind schwacher Luftstrom, ungewöhnlich kalte Stellen am Wärmetauscher und ein zeitweises Tropfen nach längerer Laufzeit. In diesem Fall sollte das Gerät abgeschaltet und vollständig abtauen gelassen werden, bevor weitergearbeitet wird.
Wann eine Reparatur sinnvoll ist
Bleibt das Tropfen trotz sauberem Filter, freiem Ablauf und richtiger Ausrichtung bestehen, liegt meist ein technischer Defekt vor. Das betrifft etwa eine beschädigte Kondensatpumpe, gerissene Wannen, gelöste Dichtungen oder Probleme an Sensoren und Regelung. Auch ein fehlerhaftes Kältemittelverhalten kann indirekt dazu führen, dass sich Wasser anders verteilt als vorgesehen. Solche Punkte sollten nur geprüft werden, wenn Erfahrung mit Kälte- und Klimatechnik vorhanden ist.
Fachleute sind auch dann die bessere Wahl, wenn Wasser in die Elektrik gelangt ist, das Gerät ungewöhnliche Geräusche macht oder der Kühlbetrieb spürbar nachlässt. In solchen Fällen geht es nicht nur um die Beseitigung des Tropfens, sondern auch um den Schutz von Platine, Lüftermotor und Umgebung.
Häufige Fragen
Kann man das Gerät weiter betreiben, obwohl innen Wasser austritt?
Nur für eine kurze Prüfung nach dem Abschalten der offensichtlichen Fehlerquelle. Wenn weiterhin Tropfen sichtbar sind, sollte der Betrieb beendet bleiben, bis Ablauf, Wanne und Luftweg geprüft sind.
Reicht es, nur den Filter zu reinigen?
Oft nicht. Der Filter ist nur ein Teil der Kette. Wenn der Ablauf blockiert ist oder das Innengerät falsch sitzt, bleibt das Wasserproblem bestehen.
Warum tritt Wasser manchmal erst nach längerer Laufzeit auf?
Dann kommen meist mehrere Faktoren zusammen, etwa Kondensatbildung, schwacher Luftstrom oder beginnende Vereisung. Das Wasser zeigt sich häufig erst, wenn das Eis auftaut oder die Wanne überläuft.
Was sollte nach einer Reinigung besonders beobachtet werden?
Der erste Probelauf ist entscheidend. Dabei zeigt sich, ob das Wasser sauber abgeführt wird, ob die Tropfen verschwinden und ob sich im unteren Bereich erneut Feuchtigkeit sammelt.
Häufige Fragen
Warum läuft bei einer Inneneinheit überhaupt Wasser heraus?
Die häufigste Ursache ist Kondenswasser, das nicht sauber ablaufen kann. Es sammelt sich dann im Gerät und sucht sich einen anderen Weg nach außen.
Welche erste Maßnahme hilft am schnellsten?
Schalten Sie die Anlage aus und trennen Sie sie vom Strom, damit kein weiterer Wasserlauf entsteht. Prüfen Sie danach den Luftfilter und den sichtbaren Ablaufbereich auf Schmutz oder Verstopfungen.
Kann ein verschmutzter Filter wirklich Auslöser sein?
Ja, ein zugesetzter Filter bremst den Luftstrom deutlich. Dadurch kühlt der Wärmetauscher stärker ab, und das entstehende Wasser kann sich im Gerät sammeln.
Woran erkenne ich eine Verstopfung im Kondensatablauf?
Oft läuft Wasser nur bei längerer Laufzeit aus der Inneneinheit, während außen nichts am Ablaufende zu sehen ist. Auch Gluckern, stehendes Wasser oder ein unangenehmer Geruch sind typische Hinweise.
Hilft es, die Anlage einfach auf höhere Temperatur zu stellen?
Teilweise ja, weil das Gerät dann weniger stark entfeuchtet und kühlt. Das löst aber nur Symptome, nicht die eigentliche Ursache wie Schmutz, falsche Neigung oder einen blockierten Ablauf.
Welche Stellen sollte ich bei der Sichtprüfung zuerst ansehen?
Beginnen Sie mit Filter, Luftauslass und dem Bereich unterhalb des Wärmetauschers. Danach lohnt ein Blick auf den Kondensatschlauch, den Auffangbereich und die Wanddurchführung, falls vorhanden.
Darf ich den Ablauf selbst reinigen?
Ein sichtbarer Ablauf kann oft vorsichtig mit einem geeigneten Reiniger, etwas Wasser und sanftem Druck geprüft werden. Bei fest verbauten Systemen oder Unsicherheit ist ein Fachbetrieb die bessere Wahl, weil sonst Folgeschäden an Gehäuse oder Elektrik drohen.
Spielt die Montage der Inneneinheit eine Rolle?
Ja, schon ein kleiner Fehler bei der Neigung kann reichen, damit Wasser nicht zuverlässig in den Ablauf läuft. Das fällt besonders dann auf, wenn die Anlage nur bei bestimmten Betriebsarten tropft.
Kann Vereisung im Gerät Wasser auf dem Boden verursachen?
Ja, erst bildet sich Eis am Wärmetauscher, später taut es ab und es entsteht plötzlich mehr Wasser als der Ablauf bewältigen kann. Das passiert häufig bei zu wenig Luftstrom, verschmutzten Bauteilen oder falscher Kühlleistung.
Wann sollte ich nicht weiter selbst suchen?
Wenn Wasser in die Elektrik gelangt, die Inneneinheit bereits sichtbar feucht ist oder das Tropfen nach der Reinigung bleibt, sollte die Anlage abgeschaltet bleiben. Dann ist eine Prüfung durch einen Kälte- oder Klimatechniker sinnvoll, damit kein größerer Schaden entsteht.
Wie beuge ich dem Problem dauerhaft vor?
Regelmäßige Filterreinigung, freie Luftwege und eine Kontrolle des Kondensatablaufs sind die wichtigste Basis. Sinnvoll sind außerdem eine jährliche Wartung und das Beobachten ungewöhnlicher Geräusche, Gerüche oder Laufgeräusche früh nach dem Einschalten.
Fazit
Wasser aus der Inneneinheit ist meist kein Einzelproblem, sondern ein Hinweis auf gestörten Ablauf, verschmutzte Bauteile oder eine ungünstige Montage. Wer zuerst Strom trennt, Filter und Ablauf prüft und dann systematisch weitergeht, spart Zeit und verhindert größere Schäden. Bleibt das Tropfen bestehen oder ist Elektrik betroffen, sollte die Anlage fachlich geprüft werden.