Was tun wenn die Babywaage Error 2 zeigt?

Lesedauer: 15 Min
Aktualisiert: 4. Mai 2026 12:09

Zeigt die Babywaage „Error 2“, liegt fast immer ein technisches Problem mit Überlastung, Unterlage oder Sensorik vor. In vielen Fällen verschwindet der Fehler, wenn die Waage entlastet, korrekt aufgestellt und einmal richtig zurückgesetzt wird. Eine systematische Reihenfolge aus Kontrolle, Neu-Start, Test mit Referenzgewicht und Blick in die Anleitung löst das Problem in den meisten Alltagssituationen.

Dieser Fehlercode soll dich darauf hinweisen, dass die Messung nicht zuverlässig ist. Deshalb ist wichtig, die Ursache zu finden, bevor du dich wieder auf die angezeigten Werte verlässt.

Was bedeutet Error 2 bei einer Babywaage überhaupt?

Die Meldung „Error 2“ steht bei vielen Babywaagen für eine Überlastung oder ein Messproblem, das außerhalb des normalen Bereichs liegt. Je nach Hersteller kann der Code leicht anders interpretiert werden, das Grundprinzip bleibt aber ähnlich: Die Elektronik erkennt, dass die Situation nicht zur normalen Verwiegung passt.

Typische Bedeutungen von „Error 2“ bei Babywaagen sind:

  • Überlastung: Das Gewicht liegt über der maximal zulässigen Tragkraft.
  • Unzulässige Messlage: Die Waage steht schief oder das Gewicht verteilt sich ungleich auf der Fläche.
  • Schnelle Laständerung: Das Baby bewegt sich sehr stark, wird gleichzeitig festgehalten oder angefasst.
  • Kalibrier- oder Sensorfehler: Die interne Mess-Elektronik erkennt keine stabile Nullstellung.

Im Alltag zeigt sich das meist so: Die Waage startet, vielleicht erscheint kurz „0,000“ oder die Anzeige läuft hoch, dann bricht der Vorgang ab und der Fehlercode erscheint. Das ist ein Schutzmechanismus, damit keine Fantasie-Werte angezeigt werden.

Erster schneller Weg: Basischeck in fester Reihenfolge

Bevor du lange grübelst, hilft eine klare, einfache Abfolge. Wenn du diese Schritte nacheinander durchgehst, klärt sich in vielen Fällen bereits, ob die Babywaage wieder normal messen kann.

Eine sinnvolle Reihenfolge kann so aussehen:

  1. Waage vollständig entlasten (Baby, Handtuch, Unterlage herunternehmen).
  2. Waage ausschalten, 10–20 Sekunden warten, wieder einschalten.
  3. Standort prüfen: fester, ebener Untergrund ohne Teppich oder Matratze.
  4. Nullstellung / Tara-Funktion auslösen (sofern vorhanden).
  5. Mit einem bekannten Gewicht (z. B. 1-Liter-Wasserflasche) testweise wiegen.
  6. Erst danach das Baby wieder ruhig und mittig auflegen.

Wenn der Fehler bereits beim Testgewicht auftritt, liegt das Problem fast sicher bei der Waage selbst oder ihrer Stromversorgung. Wenn nur beim Baby Fehler auftreten, geht es häufig um Bewegung, Lage oder Handhabung.

Typische Hauptursache: Überlastung der Babywaage

Viele „Error 2“-Fälle hängen damit zusammen, dass die Tragkraft der Babywaage überschritten oder fast erreicht wird. Babywaagen sind sensibel und meist nur auf ein bestimmtes Maximalgewicht ausgelegt.

Was dabei oft übersehen wird:

  • Die Tragkraft bezieht sich auf alles zusammen, was auf der Waage liegt: Baby + Decke + Handtuch + vielleicht noch ein Stillkissen.
  • Manche Modelle haben eine niedrige Maximalgrenze (z. B. 15 kg oder 20 kg). Größere Kinder oder das Mitwiegen eines Elternteils sind damit nicht vorgesehen.
  • Schon eine deutliche Annäherung an den Grenzwert kann bei einzelnen Geräten zu Fehlermeldungen führen, wenn die Sensoren in Schutzmodus gehen.

Prüfe daher als Erstes die Angaben in der Bedienungsanleitung oder direkt auf der Unterseite bzw. Rückseite der Waage. Steht dort beispielsweise „Max. 15 kg“ und du versuchst, ein schweres Kleinkind zusammen mit zusätzlicher Unterlage zu wiegen, ist der Fehlercode logisch.

In so einem Fall hilft nur, das Gewicht zu reduzieren oder auf eine Waage mit höherer Tragkraft umzusteigen. Eine Überlastung über längere Zeit kann die Messzellen beschädigen, was dann dauerhaft zu Fehlfunktionen führt.

Falscher Untergrund: Warum der Stellplatz so entscheidend ist

Babywaagen brauchen eine stabile, waagerechte Fläche, damit die Sensoren das Gewicht gleichmäßig aufnehmen können. Ein weicher, nachgebender oder schiefer Untergrund führt schnell dazu, dass die Elektronik die Messung abbricht und einen Fehler meldet.

Anleitung
1Waage vollständig entlasten (Baby, Handtuch, Unterlage herunternehmen).
2Waage ausschalten, 10–20 Sekunden warten, wieder einschalten.
3Standort prüfen: fester, ebener Untergrund ohne Teppich oder Matratze.
4Nullstellung / Tara-Funktion auslösen (sofern vorhanden).
5Mit einem bekannten Gewicht (z. B. 1-Liter-Wasserflasche) testweise wiegen — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Häufige Problem-Unterlagen sind:

  • Teppiche, Läufer oder Flokati
  • Sofa, Bett, Wickelauflage mit dickem Schaumstoff
  • Schiefe Ablagen oder unebene Holzböden
  • Verzogene Tische, bei denen ein Bein wackelt

Für eine stabile Messung geeignet sind dagegen:

  • Ein fester Fliesenboden
  • Laminat oder Parkett ohne sichtbare Unebenheiten
  • Ein massiver Tisch, der nicht wackelt
  • Eine stabile Kommode mit harter Oberfläche

Stell die Waage so auf, dass alle Füße gleichmäßig aufliegen. Du kannst vorsichtig von oben leicht drücken und prüfen, ob sie irgendwo kippelt. Wenn sie wackelt, nimm einen anderen Standort oder gleiche die Unebenheit mit einem dünnen, festen Untersetzer aus, bis alle Füße sicher Kontakt haben.

Fehler durch Bewegung und Berührung des Babys

Viele moderne Babywaagen können leichte Bewegung ausgleichen und mitteln die Werte, solange die Schwankungen im Rahmen bleiben. Überschreitet die Unruhe des Babys jedoch einen bestimmten Punkt, bricht die Waage die Messung ab und zeigt stattdessen einen Fehlercode.

Typische Bewegungssituationen, die zu „Error 2“ führen:

  • Das Baby strampelt stark mit Armen und Beinen.
  • Eine zweite Person berührt während der Messung das Kind oder die Waage.
  • Das Baby wird festgehalten, um es zu beruhigen, wodurch zusätzliches Gewicht/Wechselgewicht einfließt.
  • Die Waage steht neben einer vibrierenden Waschmaschine oder einem wackelnden Möbelstück.

Um das zu umgehen, empfiehlt sich eine ruhige Sequenz:

  1. Waage einschalten und warten, bis „0“ oder die Bereitschaftsanzeige erscheint.
  2. Eine dünne Decke oder ein Handtuch auflegen und ggf. tarieren, sodass wieder „0“ erscheint.
  3. Das Baby langsam und mittig auf der Waage ablegen.
  4. Hände kurz wegnehmen und dem Baby durch leise Worte oder Singen Sicherheit geben, ohne es zu berühren.
  5. Während der Messung möglichst nicht bewegen oder neu positionieren.

Wenn die Waage trotz ruhiger Lage immer noch ständig Fehler meldet, lohnt sich der Test mit einem unbeweglichen Gegenstand (z. B. mehreren Wasserflaschen). Funktioniert das sauber, liegt die Ursache fast sicher an der starken Bewegung des Kindes, nicht an der Technik.

Nullstellung, Tara und Kalibrierung: Die Rolle der Ausgangsbasis

Eine Babywaage muss zunächst eine stabile Ausgangsbasis finden, bevor sie korrekt messen kann. Stimmt die Nullstellung nicht, melden einige Geräte lieber „Error 2“, anstatt einen falschen Wert auszugeben.

Wichtige Funktionen in dem Zusammenhang:

  • Einfaches Einschalten: Die Waage stellt sich beim Start auf Null, wenn nichts darauf liegt.
  • Tara-Funktion: Du kannst eine Unterlage (z. B. Handtuch) auflegen, dann tarieren, sodass mit Unterlage wieder „0“ angezeigt wird.
  • Kalibrierung: Manche Waagen (vor allem professionelle Modelle) lassen sich mit einem definierten Gewicht neu justieren.

Eine sinnvolle Vorgehensweise, wenn der Fehler häufiger auftaucht:

  1. Waage auf festen Untergrund stellen und komplett entlasten.
  2. Gerät einschalten und warten, bis die Anzeige stabil auf „0“ steht.
  3. Unterlage (z. B. dünne Decke) auflegen und Tara-Taste drücken, bis erneut „0“ angezeigt wird.
  4. Erst dann Testgewicht oder Baby auflegen.

Falls dein Modell eine Kalibrierfunktion bietet, findest du in der Anleitung Hinweise, mit welchem Referenzgewicht sie ausgeführt werden soll. Diese Kalibrierung kann bei älteren oder häufig transportierten Waagen hilfreich sein, um Messfehler und Fehlermeldungen zu reduzieren.

Batterien und Stromversorgung als unterschätzte Fehlerquelle

Eine schwache oder instabile Stromversorgung kann die Elektronik durcheinanderbringen und zu scheinbar zufälligen Fehlercodes führen. Das gilt vor allem für batteriebetriebene Babywaagen, die längere Zeit im Einsatz waren.

Achte auf folgende Punkte:

  • Leere oder fast leere Batterien können zu Abbrüchen während der Messung führen.
  • Unterschiedliche Batterietypen oder Mischungen alter und neuer Batterien begünstigen Störungen.
  • Korrosion an den Batterie-Kontakten (weiße oder grüne Beläge) verschlechtert den Kontakt.
  • Bei Netzbetrieb können wackelige Netzteile oder Mehrfachsteckdosen Probleme verursachen.

Eine pragmatische Fehleranalyse kann so ablaufen:

  1. Alle Batterien durch ein komplett neues, einheitliches Set ersetzt einsetzen.
  2. Kontakte im Batteriefach vorsichtig mit einem trockenen, fusselfreien Tuch reinigen.
  3. Bei Netzbetrieb eine andere Steckdose mit fester Verbindung wählen.
  4. Waage danach auf stabilem Untergrund erneut starten und ohne Last kurz laufen lassen.

Wenn nach diesem Strom-Check „Error 2“ deutlich seltener oder gar nicht mehr auftaucht, war die Energieversorgung sehr wahrscheinlich der Auslöser.

Defekte Sensoren oder Elektronik: Woran erkennt man einen echten Geräteschaden?

Manchmal steckt hinter der Fehlermeldung kein Bedienungsproblem mehr, sondern ein tatsächlicher Defekt in der Waage. Besonders empfindlich sind die Wägezellen unter der Schale, die das Gewicht erfassen.

Hinweise auf einen möglichen Geräteschaden sind zum Beispiel:

  • „Error 2“ erscheint bereits beim Einschalten, noch bevor überhaupt etwas aufgelegt wird.
  • Die Waage zeigt kurz völlig unsinnige Werte an und springt dann in den Fehler.
  • Das Display flackert oder einzelne Segmente fallen teilweise aus.
  • Das Gehäuse der Waage ist sichtbar verzogen, eingerissen oder wurde einmal heruntergeworfen.

In diesen Fällen helfen auch wiederholtes Entlasten, Standortwechsel oder neue Batterien oft nicht mehr dauerhaft. Für eine grobe Einschätzung kannst du Folgendes testen:

  1. Mehrere verschiedene, bekannte Gewichte nacheinander auflegen (z. B. 1-Liter-Flasche, 2-Liter-Flasche).
  2. Prüfen, ob die Anzeige halbwegs plausibel hochgeht oder immer wieder direkt in den Fehler springt.
  3. Waage leicht bewegen und dabei auf knarzende Geräusche oder Spiel in der Mechanik achten.

Wenn der Fehler auch bei niedrigen Gewichten sofort erscheint oder die Waage sich mechanisch beschädigt anfühlt, ist ein Defekt sehr wahrscheinlich. In diesem Fall sollte die Waage nicht weiter für verlässliche Gewichtskontrollen genutzt werden.

Ein Alltagsszenario: Messung beim unruhigen Baby

Eine häufige Situation: Das Baby ist kurz nach dem Stillen oder Füttern aufgeregt, die Eltern möchten aber gerade dann das Gewicht kontrollieren. Die Waage steht dabei oft im Kinderzimmer auf einer weichen Unterlage.

In so einer Lage ist ein sicherer Ablauf hilfreich:

  1. Waage auf eine harte, stabile Fläche stellen, notfalls im Flur oder Bad.
  2. Unterlage auflegen, tarieren und auf die Nullanzeige achten.
  3. Baby sanft einwickeln, damit Arme und Beine weniger strampeln.
  4. Das eingewickelte Kind mittig platzieren und kurz die Hände wegnehmen.
  5. Während der Messung mit ruhiger Stimme sprechen, das Baby aber nicht anfassen.

Wenn die Waage bei diesem angepassten Vorgehen plötzlich stabil misst, lag die Ursache fast vollständig in der Kombination aus weicher Unterlage und Unruhe des Babys.

Messung mit Unterlage oder Windel: Fehlerquelle oder Hilfe?

Viele Eltern möchten ihr Kind nicht nackt auf die kalte Fläche der Waage legen, was absolut verständlich ist. Decken, Handtücher oder auch das Wiegen mit Windel sind üblich, können aber in seltenen Fällen Fehlermeldungen begünstigen, wenn sie die Messung verfälschen.

Ein sinnvoller Umgang damit kann so aussehen:

  • Nur eine dünne, möglichst glatte Unterlage nutzen, die nicht über den Rand ragt.
  • Unterlage vorher auflegen und tarieren, sodass die Waage mit dieser Decke wieder „0“ anzeigt.
  • Darauf achten, dass nichts die Waage seitlich berührt (z. B. herunterhängende Deckenränder).
  • Das Baby möglichst mittig und ruhig auflegen.

Das Wiegen mit Windel ist normalerweise unproblematisch, solange sie nicht mit der Umgebung in Kontakt kommt (z. B. am Wägetisch anstößt). Wichtig ist, dass Gewicht und Bewegung ausschließlich über die Waagenfläche eingeleitet werden.

Vergleichsmessung mit einer Erwachsenenwaage – sinnvoll oder nicht?

Manche Eltern versuchen, den Fehler zu umgehen, indem sie das Kind auf einer normalen Personenwaage wiegen. Das ist zum groben Kontrollblick auf das Gewicht möglich, ersetzt aber keine exakte Babywaage.

Eine Vorgehensweise, die häufig genutzt wird:

  1. Erwachsene Person stellt sich alleine auf die Personenwaage und merkt sich ihr Gewicht.
  2. Danach stellt sich die Person zusammen mit dem Baby auf dieselbe Waage.
  3. Die Differenz aus beiden Werten ergibt das ungefähre Gewicht des Babys.

Diese Methode ist allerdings ungenauer und reagiert sehr stark auf die Haltung und Bewegung der tragenden Person. Für medizinisch relevante Veränderungen (z. B. Gewichtsentwicklung bei Frühgeborenen oder kranken Babys) sollte weiterhin eine funktionsfähige, dafür ausgelegte Babywaage genutzt werden.

Wann lohnt sich der Blick in die Bedienungsanleitung?

Auch wenn sich viele Dinge aus der Erfahrung erklären lassen, definiert jeder Hersteller seine Fehlercodes ein wenig anders. Deshalb ist die Bedienungsanleitung der sicherste Weg, die vom Gerät gemeinte Bedeutung von „Error 2“ zu überprüfen.

In der Anleitung findest du meist:

  • Eine Liste der Fehlercodes mit kurzer Erklärung.
  • Typische Ursachen, die der Hersteller selbst nennt (z. B. Überlastung, Nullpunktfehler, bewegte Last).
  • Offiziell empfohlene Schritte zur Fehlerbehebung.
  • Hinweise, ab wann das Gerät zur Reparatur oder zum Service eingesendet werden soll.

Falls die Anleitung nicht mehr auffindbar ist, lohnt es sich, die genaue Modellbezeichnung auf der Unterseite oder Rückseite der Waage abzulesen und beim Hersteller nach den Dokumenten zu fragen. So lässt sich sicherstellen, dass du keine versteckten Besonderheiten deines Modells übersiehst.

Fehlbedienungen, die besonders oft zu Errorcodes führen

Viele Fehlermeldungen haben am Ende eine eher harmlose Ursache in der Praxis. Es gibt einige typische Muster, die immer wieder auftreten und die du mit etwas Aufmerksamkeit leicht vermeiden kannst.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Baby schon auf der Waage, während diese erst eingeschaltet wird.
  • Mehrere Unterlagen, Decken oder Tücher übereinander ohne vorheriges Tarieren.
  • Waage steht dauerhaft im Bad und wurde durch Wasserdampf oder Feuchtigkeit beeinträchtigt.
  • Transport der Waage mit schweren Gegenständen darauf, wodurch die Wägezellen belastet werden.
  • Regelmäßige Nutzung außerhalb der Spezifikation (z. B. als Küchen- oder Paketwaage).

Wenn du dir diese typischen Konstellationen bewusst machst, reduzieren sich Fehlermeldungen häufig deutlich. Die Babywaage bleibt dann länger zuverlässig und die Messwerte sind besser vergleichbar.

Professionelle Babywaagen in Hebammenpraxis oder Kinderarztpraxis

In Praxen und bei Hebammen kommen häufig geeichte oder besonders langlebige Babywaagen zum Einsatz. Auch diese Modelle kennen Fehlercodes, reagieren aber teilweise strenger auf Abweichungen, weil sie rechtliche Vorgaben zur Genauigkeit erfüllen müssen.

Wenn dort „Error 2“ oder ein ähnlicher Hinweis erscheint, wird in der Regel zunächst geprüft, ob:

  • Die Eichplombe unversehrt und die nächste Eichfrist nicht abgelaufen ist.
  • Die Waage korrekt aufgestellt ist und keiner dauerhaften Schieflage ausgesetzt war.
  • Vor der Messung eine definierte Nullstellung erfolgt ist.
  • Die Waage nicht für andere Zwecke oder mit Übergewicht genutzt wurde.

Für Eltern ist wichtig zu wissen: Zeigt die Waage in einer Praxis trotz dieser Kontrollen einen Fehlercode, wird meist auf ein anderes Gerät ausgewichen. Damit soll sichergestellt werden, dass Gewichtsentwicklung und Dosierungen immer auf verlässlichen Zahlen basieren.

Häufige Fragen rund um Error 2 bei Babywaagen

Wie oft darf ich nacheinander wiegen, bevor wieder Error 2 erscheint?

Viele Babywaagen verkraften mehrere Messungen hintereinander, solange das Baby zwischen den Messungen kurz abgenommen wird und die Anzeige wieder auf Null zurückspringt. Wenn Error 2 häufiger direkt nacheinander auftaucht, sollten Sie der Waage einige Sekunden Pause gönnen und einen Neustart durchführen.

Ist Error 2 gefährlich oder kann ich die Waage weiter benutzen?

Der Fehlercode selbst stellt keine Gefahr für das Baby dar, sondern signalisiert lediglich, dass die Waage keine gültige Messung ausgeben kann. Solange sich der Fehler nach den beschriebenen Schritten (Entlasten, Untergrund prüfen, neu starten) beheben lässt, können Sie die Waage weiter nutzen.

Was mache ich, wenn Error 2 auch ohne Baby auf der Waage angezeigt wird?

In diesem Fall sollten Sie die Waage vollständig entlasten, ausschalten, einige Sekunden warten und sie auf einem absolut ebenen, festen Untergrund erneut einschalten. Bleibt der Fehler bestehen, hilft meist ein Batteriewechsel und ein erneuter Nullabgleich; verschwindet der Code dann immer noch nicht, deutet dies eher auf einen Defekt der Elektronik hin.

Kann eine falsche Lagerung der Babywaage den Fehlercode auslösen?

Wird die Waage regelmäßig mit Gewicht belastet gelagert, etwa mit anderen Gegenständen darauf, kann das Messsystem auf Dauer Schaden nehmen und häufiger Errorcodes produzieren. Auch starke Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit oder Staub in der Aufbewahrungsecke begünstigen Ausfälle, daher lohnt sich ein trockener, geschützter Lagerplatz ohne Dauerbelastung.

Spielt die Temperatur im Raum eine Rolle für Error 2?

Starke Temperaturschwankungen können die Sensoren beeinflussen und vorübergehend unplausible Werte oder Fehlercodes verursachen. Steht die Waage direkt neben einer Heizung, am Fenster in der Sonne oder in einem sehr kalten Raum, hilft oft schon ein Standortwechsel und eine kurze Akklimatisierungszeit, bevor Sie erneut messen.

Wie erkenne ich, ob die Überlastung wirklich die Ursache war?

Wenn die Anzeige nach dem Entfernen aller Gegenstände und einem Neustart wieder normal auf Null steht und anschließend eine Messung ohne Fehlermeldung möglich ist, lag der Fehler sehr wahrscheinlich am zu hohen Gewicht. Tritt der Code vor allem dann auf, wenn zusätzlich zur Unterlage noch weitere Dinge auf der Fläche liegen, bestätigt dies meist eine Überlastung.

Wann sollte ich die Messwerte der Babywaage nicht mehr ernst nehmen?

Sobald die Waage abwechselnd Errorcodes und stark schwankende Gewichte bei identischem Aufbau zeigt, lässt sich nicht mehr zuverlässig auf den tatsächlichen Wert schließen. In diesem Fall sollten Sie sich auf Messungen beim Kinderarzt oder mit einer anderen, verlässlich arbeitenden Waage stützen, bis eine Reparatur oder ein Austausch erfolgt ist.

Hilft ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen gegen Error 2?

Einige Modelle bieten über eine Tastenkombination oder ein Menü ein Reset auf den Auslieferungszustand, der fehlerhafte Kalibrierungsdaten oder Einstellungen löschen kann. Wenn im Handbuch ein solcher Schritt beschrieben ist, lohnt sich ein Versuch, allerdings sollte das Gerät danach erneut sorgfältig aufgestellt und neu tariert werden.

Kann meine Babywaage von Teppich auf Fliese umgestellt werden, ohne Error 2 zu riskieren?

Der sicherste Weg besteht darin, die Waage ausschließlich auf einem harten, ebenen Untergrund zu verwenden, weil der Sensoraufbau dafür ausgelegt ist. Wenn Sie den Standort wechseln, sollten Sie die Waage einmal neu starten und neu nullen, damit sie sich auf die neue Standfläche einregeln kann.

Ab wann lohnt sich eine Reparatur nicht mehr?

Sobald der Fehler nach allen beschriebenen Schritten, frischen Batterien und einem Standortwechsel weiterhin dauerhaft auftritt, übersteigen die Kosten für eine fachgerechte Diagnose und Reparatur bei einfachen Modellen häufig den Neupreis. Hochwertige Waagen mit langer Garantie oder speziellen Funktionen können sich jedoch für eine Reparaturanfrage beim Hersteller oder Fachhändler eignen.

Darf ich die Waage selbst öffnen, um den Fehler zu beheben?

Das eigenständige Öffnen kann die Garantie erlöschen lassen und bei unsachgemäßem Vorgehen die empfindlichen Sensoren irreparabel beschädigen. Besser ist es, sich bei einem Verdacht auf Innenschäden an den Kundendienst zu wenden und nur außen zugängliche Teile wie Batteriefach, Standfüße und Wiegefläche zu prüfen und zu reinigen.

Wie kann ich künftige Fehlermeldungen möglichst vermeiden?

Eine sorgfältige Handhabung mit festem Untergrund, kurzen Aufwärmzeiten nach dem Einschalten, ruhigem Liegen des Babys und regelmäßigem Batteriewechsel reduziert das Risiko deutlich. Zusätzlich schützt eine schonende Lagerung ohne Dauergewicht auf der Waage und ein gelegentlicher Blick in die Anleitung vor wiederkehrenden Fehlcodes.

Fazit

Mit einer klaren Reihenfolge aus Entlasten, Untergrund prüfen, Nullstellung kontrollieren, Batterien wechseln und Gerät neu starten lassen sich die meisten Error-2-Meldungen schnell beheben. Tritt der Fehler trotz aller Schritte weiterhin auf, spricht vieles für einen Sensor- oder Elektronikschaden, bei dem Kundendienst oder Austausch die sinnvollste Lösung darstellen. So behalten Sie zuverlässige Gewichtswerte im Blick und können die Entwicklung Ihres Babys sicher dokumentieren.

Checkliste
  • Überlastung: Das Gewicht liegt über der maximal zulässigen Tragkraft.
  • Unzulässige Messlage: Die Waage steht schief oder das Gewicht verteilt sich ungleich auf der Fläche.
  • Schnelle Laständerung: Das Baby bewegt sich sehr stark, wird gleichzeitig festgehalten oder angefasst.
  • Kalibrier- oder Sensorfehler: Die interne Mess-Elektronik erkennt keine stabile Nullstellung.


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