Meist liegt das Problem nicht am Fleisch, sondern am Thermometer selbst: Der Fühler misst an der falschen Stelle, ist nicht richtig platziert oder reagiert auf Hitze aus der Umgebung statt auf die Kerntemperatur. Auch ein falscher Messmodus, ein beschädigtes Kabel oder ein zu weit vom Garraum entferntes Display kann dazu führen, dass keine brauchbare Temperatur angezeigt wird.
Wer die Ursache systematisch prüft, bekommt fast immer schnell Klarheit. In vielen Fällen reicht schon eine Korrektur der Fühlerposition oder ein kurzer Test mit kochendem Wasser, um zu sehen, ob das Thermometer überhaupt sauber arbeitet.
Warum die Anzeige oft täuscht
Ein Gasgrillthermometer misst nur dann zuverlässig, wenn Sensor, Position und Umgebung zusammenpassen. Viele Geräte zeigen zwar eine Temperatur an, aber nicht die Fleischtemperatur, die man eigentlich wissen will. Das passiert besonders dann, wenn der Fühler an der falschen Stelle sitzt, der Messpunkt zu nah an Knochen oder Fett liegt oder das Gerät nur die Garraumtemperatur erfasst.
Gerade bei Grillthermometern mit zwei Fühlern werden diese beiden Werte gern verwechselt. Ein Fühler sitzt im Grill und misst die Lufttemperatur, der andere gehört ins Fleisch und misst die Kerntemperatur. Bleibt die Fleischtemperatur aus, ist häufig einfach der falsche Fühler angeschlossen oder das Gerät zeigt den Garraumwert an, obwohl der Nutzer den Fleischwert erwartet.
Die häufigsten Ursachen im Überblick
Die gute Nachricht: In den meisten Fällen steckt kein Defekt dahinter, sondern ein einfaches Problem bei Nutzung oder Aufbau. Wer die typischen Ursachen kennt, spart sich viel Rätselraten und vermeidet unnötige Käufe.
- Der Fleischfühler steckt nicht tief genug im Gargut.
- Der Sensor liegt an Knochen, Fett oder in einer Lufttasche.
- Das Thermometer ist auf den falschen Kanal eingestellt.
- Das Kabel ist geknickt, angebrochen oder am Stecker locker.
- Der Fühler ist für Garraumtemperatur gedacht und nicht für die Fleischmessung.
- Die Funkverbindung zwischen Sender und Empfänger ist gestört.
- Die Batterie ist schwach und das Gerät arbeitet unzuverlässig.
- Das Display zeigt eine Lufttemperatur, obwohl Fleischtemperatur erwartet wird.
Besonders tückisch ist der letzte Punkt. Viele Geräte messen beides, aber der Nutzer sieht nur einen Wert auf dem Display und hält ihn automatisch für die Kerntemperatur. Deshalb lohnt sich immer ein Blick in die Kanalzuordnung und die Symbolik des jeweiligen Modells.
So prüfst du das Thermometer richtig
Am besten gehst du in einer festen Reihenfolge vor. Erst die einfache Sichtprüfung, dann der Funktionstest, danach die Kontrolle der Position im Fleisch. So findest du die Ursache schneller als mit wildem Herumprobieren.
- Kontrolliere, welcher Fühler im Fleisch steckt und welcher im Grill hängt.
- Prüfe, ob der Fleischfühler tief genug sitzt und nicht an Knochen oder Fett liegt.
- Stecke den Fühler testweise in ein anderes Stück Fleisch oder in ein Glas mit warmem Wasser.
- Vergleiche die Anzeige mit einem zweiten Thermometer, falls vorhanden.
- Schau nach Knicken, Rissen oder Wackelkontakten am Kabel und Stecker.
Wenn der Fühler in warmem Wasser sauber reagiert, ist das Gerät oft in Ordnung und das Problem liegt eher am Einbau ins Fleisch. Bleibt der Wert dagegen sprunghaft, falsch oder komplett aus, spricht das eher für einen Defekt oder einen Kontaktfehler.
Die richtige Position im Fleisch
Die Position des Fühlers ist entscheidend. Ein Fleischthermometer misst die Kerntemperatur nur dann sauber, wenn die Spitze wirklich im dicksten Bereich des Garguts sitzt. Zu nah an der Oberfläche misst der Sensor die Hitze vom Grill, zu nah am Knochen verfälschen harte Bestandteile den Wert, und in einer Fettzone kann die Anzeige ebenfalls unbrauchbar werden.
Bei größeren Stücken sollte die Spitze ungefähr im Zentrum des Fleisches liegen. Bei dünnen Stücken wie Hähnchenbrust oder kleinen Steaks ist das schwieriger, weil der Fühler schnell zu tief oder seitlich austritt. In solchen Fällen hilft oft ein dünnerer Sensor oder ein anderes Messverfahren, etwa ein kurzes Stichthermometer für die Endkontrolle.
Auch die Einstechtiefe spielt eine Rolle. Sitzt der Sensor nur halb im Fleisch, misst er einen Mischwert aus Fleisch, Luft und Grillhitze. Das wirkt dann so, als würde das Thermometer keine Fleischtemperatur anzeigen, obwohl es in Wahrheit nur die falsche Stelle erfasst.
Wenn das Gerät den falschen Wert zeigt
Manche Thermometer zeigen standardmäßig die Garraumtemperatur an, und der Fleischfühler muss erst manuell gewählt werden. Das ist besonders bei Modellen mit zwei Kanälen oder App-Anbindung der Fall. Wer versehentlich den falschen Kanal abliest, sucht lange nach einem Defekt, obwohl nur die Anzeige umgestellt werden muss.
Typische Anzeichen dafür sind zwei unterschiedliche Symbole, Kanäle mit A und B oder getrennte Temperaturfelder in der App. Wenn der Wert auf dem Bildschirm plausibel zur Grillhitze passt, aber nichts mit dem Fleisch zu tun hat, ist fast immer der Garraumfühler aktiv. Dann hilft nur der Blick in die Anzeige oder ins Menü des Geräts.
Funk, Batterie und Kontaktprobleme
Bei Funkthermometern kommt noch ein weiterer Faktor dazu: Die Übertragung kann unterbrochen werden. Dicke Grillwände, metallische Abdeckungen oder zu große Entfernungen zwischen Sender und Empfänger sorgen manchmal dafür, dass Werte verzögert oder gar nicht ankommen. Das Gerät arbeitet dann vielleicht noch, aber die Temperatur wird nicht sauber übertragen.
Schwache Batterien machen ähnliche Fehlerbilder. Dann springt die Anzeige, das Display wirkt träge oder die Verbindung bricht unter Last ab. Gerade bei längeren Grillabenden fällt das erst spät auf, weil das Gerät am Anfang noch normal wirkt.
Auch der Stecker am Fühler ist eine häufige Schwachstelle. Wenn er nicht vollständig sitzt, werden Werte nur sporadisch erkannt. Ein kurzer Druck auf den Anschluss reicht manchmal schon, damit die Temperatur plötzlich wieder erscheint. Das ist ein deutlicher Hinweis auf einen Kontaktfehler.
Falsches Messverhalten erkennen
Ein Thermometer, das unplausible Werte liefert, muss nicht sofort kaputt sein. Es kann auch einfach für den Einsatzzweck ungeeignet sein. Manche Modelle sind für Garraumkontrolle gedacht und reagieren zu träge für feine Kerntemperaturmessung. Andere haben Fühler, die erst ab einer bestimmten Tiefe brauchbar arbeiten.
Auch die Temperaturentwicklung verrät viel. Steigt der Wert beim Auflegen des Fleisches sofort stark an und fällt dann wieder ab, misst der Sensor wahrscheinlich zu nah an der Oberfläche. Bleibt der Wert dagegen fast unverändert, obwohl das Fleisch deutlich gart, sitzt der Fühler oft falsch oder hat keinen sauberen Kontakt zum Gargut.
Ein sauberer Messverlauf ist meistens langsam, gleichmäßig und nachvollziehbar. Genau das fehlt, wenn das Thermometer nur Umgebungsluft oder einen schlechten Kontakt erfasst.
Ein kurzer Weg zur passenden Ursache
Wer systematisch vorgeht, kann das Problem oft in wenigen Minuten eingrenzen. Die Reihenfolge ist dabei wichtiger als die Geschwindigkeit.
- Erst prüfen, ob der richtige Fühler verwendet wird.
- Dann die Einsteckposition im Fleisch korrigieren.
- Anschließend Kabel, Stecker und Batterie kontrollieren.
- Zuletzt das Gerät mit einem einfachen Wassertest vergleichen.
Bleibt der Fehler nach diesen Schritten bestehen, lohnt sich der Blick auf das konkrete Modell. Manche Thermometer haben im Menü eine Kanalzuordnung, eine Temperaturanzeige in Celsius oder Fahrenheit oder eine Kalibrierfunktion, die versehentlich verstellt wurde. Das wirkt klein, macht im Alltag aber einen großen Unterschied.
Grillpraxis aus dem echten Alltag
Ein Familiengrill mit Gasdeckel, zwei Steaks und einem Funkthermometer: Der Nutzer wundert sich, dass nur die Grilltemperatur erscheint. Am Ende steckt der Fleischfühler gar nicht im Fleisch, sondern liegt wegen des kurzen Kabels auf dem Rost. Sobald der Sensor mittig im dickeren Stück sitzt, erscheinen wieder Werte, die Sinn ergeben.
Ein anderes typisches Bild: Ein Hähnchenbrustfilet auf dem Gasgrill, ein Metallfühler am Rand und ein Wert, der kaum steigt. Hier ist der Fehler meist die Position. Die Brust ist zu dünn, der Sensor ragt teilweise heraus, und das Thermometer misst fast nur heiße Luft im Garraum.
Oder der Klassiker bei einem Sonntagsessen: Das Thermometer springt ständig zwischen Werten hin und her. Nach dem Batteriewechsel und dem festen Einstecken des Steckers läuft alles wieder ruhig. Der Defekt war am Ende gar keiner, sondern eine schwache Stromversorgung plus Wackelkontakt.
Wann ein Austausch sinnvoll ist
Ein Austausch wird dann sinnvoll, wenn der Fühler trotz korrekter Position keine stabilen Werte liefert oder das Kabel sichtbare Schäden hat. Bei vielen Thermometern lässt sich nur der Fühler einzeln ersetzen, was deutlich günstiger ist als ein komplettes neues Set. Das ist besonders praktisch, wenn Sender und Display noch sauber funktionieren.
Ist dagegen die Elektronik selbst betroffen, etwa bei Aussetzern, fehlerhaften Anzeigen oder einem dauerhaft toten Display, kann ein neues Gerät die vernünftigere Lösung sein. Bei günstigen Modellen ist eine Reparatur oft teurer als der Ersatz. Bei hochwertigen Grillthermometern lohnt sich ein einzelner Ersatzfühler aber häufig.
Wichtig ist, dass der Ersatz zum Modell passt. Unterschiede bei Steckerform, Kabellänge, Temperaturbereich und Sensorart sind größer, als es auf den ersten Blick wirkt. Ein ähnlicher Fühler ist deshalb nicht automatisch der passende Fühler.
So vermeidest du Messfehler beim nächsten Grillen
Saubere Temperaturwerte sind vor allem eine Frage der Routine. Wer den Fühler immer gleich platziert, die Kanäle prüft und vor dem Start einen kurzen Test macht, hat später deutlich weniger Ärger.
Praktisch bewährt haben sich diese drei Gewohnheiten: den Fühler vor dem Grillstart kurz kontrollieren, den Sensor immer im dicksten Fleischbereich platzieren und das Kabel so führen, dass es nicht am heißen Rost scheuert. Genau diese kleinen Handgriffe machen den Unterschied zwischen brauchbaren Werten und Rätselraten.
Auch ein kurzer Funktionstest vor längeren Grillvorgängen spart Zeit. Ein Glas mit warmem Wasser oder ein anderes geprüftes Stück Fleisch zeigt schnell, ob das Thermometer sauber arbeitet oder nur im Grill selbst etwas vorgaukelt.
Worauf es bei Modellen mit App-Anbindung ankommt
Bei Grillthermometern mit App ist die Ursache manchmal rein digital. Dann stimmt die Anzeige im Gerät, aber die App zeigt den falschen Kanal, hat die Verbindung verloren oder blendet den Fleischsensor aus. Besonders ärgerlich ist das, wenn am Display alles normal aussieht und nur das Smartphone den falschen Eindruck erzeugt.
Hilfreich ist in solchen Fällen ein Neustart der App, das erneute Koppeln des Sensors und ein Blick in die Kanalzuordnung. Oft wird die Fleischsonde erst nach dem Verbinden richtig dargestellt. Auch hier gilt: Erst die einfache Prüfung, dann die komplizierteren Schritte.
Wer regelmäßig grillt, sollte außerdem auf die Kabelführung achten. Ein zu straff gespanntes Kabel wird beim Deckelschließen gequetscht und kann innen beschädigt werden, auch wenn außen noch alles intakt wirkt.
Am Ende lässt sich das Problem meist schnell eingrenzen, wenn du zwischen Anzeigeproblem, Kontaktproblem und falscher Position unterscheidest. Genau dort liegt die Ursache in den meisten Fällen, und genau dort beginnt auch die passende Lösung.
Fehlerquelle am Fühler eingrenzen
Bleibt die Fleischtemperatur auf dem Gasgrill-Thermometer aus, liegt die Ursache oft nicht an einem Defekt des gesamten Geräts, sondern am Temperaturfühler selbst. Viele Modelle messen nur sauber, wenn die Spitze des Sensors mitten im dicksten Bereich des Fleischstücks sitzt und nicht an Fett, Knochen oder direkt an einer heißen Zone anliegt. Schon wenige Millimeter Unterschied reichen, damit der Wert unplausibel bleibt oder gar nicht erst ansteigt.
Prüfe deshalb zuerst den Sitz des Fühlers. Er darf nicht nur oberflächlich im Fleisch stecken. Bei dünnen Stücken rutscht er leicht zu weit nach außen, bei großen Braten sitzt er häufig zu nah am Rand. Sinnvoll ist es, den Fühler neu zu setzen und den Garvorgang danach ein paar Minuten zu beobachten. Ein stabiler Anstieg zeigt, dass die Messstelle jetzt besser gewählt ist.
So setzt du den Temperaturfühler richtig
- Fühler vor dem Einstechen kurz reinigen und trocken wischen.
- In die dickste Stelle des Fleisches stechen, möglichst seitlich und nicht von oben durch das Grillrost hindurch.
- Auf Knochen, Fettkappen und Hohlräume achten und diese Bereiche meiden.
- Das Kabel so führen, dass es nicht gespannt wird und nicht an der heißen Grillwand aufliegt.
- Nach dem Umsetzen die Anzeige 30 bis 90 Sekunden beobachten, bevor erneut korrigiert wird.
Messwert und Garraumtemperatur sauber trennen
Ein Gasgrill-Thermometer zeigt bei vielen Geräten zwei verschiedene Werte an: die Temperatur im Garraum und die Kerntemperatur im Fleisch. Werden diese Anzeigen verwechselt, wirkt es schnell so, als liefere das Gerät keinen brauchbaren Wert. Die Garraumtemperatur reagiert schneller und schwankt stärker, die Fleischtemperatur steigt träge und folgt der Hitze verzögert. Genau diese Trägheit ist normal und kein Anzeichen für einen Fehler.
Hilfreich ist ein kurzer Gegencheck mit einem zweiten Messgerät, falls vorhanden. Zeigt die Garraumsonde plausible Werte, die Fleischsonde aber gar nichts oder nur Fantasiewerte, liegt der Fokus auf dem Fühler, dem Kabel oder dem Stecker. Reagieren beide Anzeigen unregelmäßig, lohnt sich der Blick auf die Stromversorgung und die Verbindung im Gehäuse.
Typische Anzeigen und ihre Bedeutung
- 0 oder Sprünge ins Unendliche: Stecker sitzt nicht richtig oder Kabel ist beschädigt.
- Bleibender Startwert: Fühler hat keinen Kontakt zum Messbereich oder ist intern unterbrochen.
- Sehr langsame Reaktion: Spitze sitzt ungünstig oder steckt zu weit außen im Fleisch.
- Unplausibel hohe Werte: Kontakt zu Knochen, Fett, Grillrost oder heißem Metall.
Kabel, Stecker und Sensor auf Beschädigungen prüfen
Viele Störungen entstehen durch kleine Kabelbrüche, die von außen kaum sichtbar sind. Das passiert vor allem an der Stelle, an der das Kabel häufig gebogen wird, etwa nahe am Stecker oder direkt am Übergang zum Fühler. Ein gequetschtes Kabel liefert oft sporadische Werte oder fällt nur unter Hitze aus. Das wirkt dann so, als hätte das Gasgrill-Thermometer keine Fleischtemperatur mehr erfasst, obwohl der Sensor an sich noch in Ordnung ist.
Gehe das Kabel langsam über die gesamte Länge ab. Knicke, aufgeplatzte Isolierungen oder eine lockere Zugentlastung sind klare Hinweise auf einen Defekt. Auch der Stecker selbst muss sauber und fest im Gerät sitzen. Schon ein minimal lockerer Kontakt genügt, damit die Anzeige aussetzt. Bei abnehmbaren Fühlern hilft es, den Stecker einmal zu lösen und neu einzusetzen, ohne Gewalt anzuwenden.
Prüfschritte vor dem nächsten Einsatz
- Kabel bei eingeschaltetem Gerät leicht bewegen und auf Aussetzer achten.
- Steckverbindung vollständig einrasten lassen.
- Fühler auf Verfärbungen, Risse und verbogene Metallteile kontrollieren.
- Keine scharfen Knicke beim Verstauen oder Reinigen entstehen lassen.
Gerät, App und Einstellungen passend abgleichen
Bei Modellen mit Funk, Bluetooth oder App-Anbindung spielt die Verbindung eine wichtige Rolle. Manche Thermometer zeigen die Kerntemperatur nur dann an, wenn die App den passenden Kanal aktiv überwacht oder der falsche Messkanal nicht gewählt wurde. Auch ein Update der App oder ein Wechsel der Batterie kann dazu führen, dass die Zuordnung der Sonden neu gesetzt werden muss. Dann misst der Fühler zwar weiter, die Anzeige landet aber am falschen Platz oder bleibt leer.
Prüfe in den Geräteeinstellungen, welcher Kanal für das Fleisch vorgesehen ist. Achte außerdem darauf, dass nicht versehentlich nur die Garraumsonde markiert ist. Nach einem Neustart lohnt sich ein kompletter Neuaufbau der Verbindung: Gerät ausschalten, App schließen, Thermometer wieder einschalten und erneut koppeln. Erst danach den Fühler einstecken und in das Fleisch setzen.
Wichtige Punkte im Menü oder in der App
- Aktiver Kanal für Kerntemperatur
- Verbindung zwischen Sender und Empfänger
- Batteriestatus von Gerät und Fühlermodul
- Alarmgrenzen für Zieltemperatur und Mindestwert
- Temperaturanzeige in Celsius oder Fahrenheit
Wann Reinigung und Austausch weiterhelfen
Fett, Marinade und eingebrannte Rückstände können die Messspitze beeinträchtigen. Besonders nach längeren Grillabenden oder bei stark gewürzten Fleischstücken setzt sich schnell etwas an der Sonde fest. Deshalb sollte der Fühler nach jedem Einsatz nur mit einem weichen, leicht feuchten Tuch gereinigt werden. Aggressive Mittel, Scheuerschwämme oder langes Einweichen schaden häufig mehr, als sie nützen.
Bleibt die Fleischtemperatur trotz sauberem Sitz, intaktem Kabel und korrekter Verbindung aus, ist ein Austausch oft die schnellste Lösung. Das gilt vor allem bei älteren Thermometern mit ungenauer Reaktion, Aussetzern bei Hitze oder beschädigten Steckern. Ein neuer Fühler oder ein Ersatzset ist meist günstiger als wiederholtes Suchen nach einem Fehler, der technisch nicht mehr sauber behoben werden kann.
Vor dem Neukauf hilft ein Blick in die Kompatibilität des Grillthermometers. Nicht jeder Ersatzfühler passt zu jedem Modell. Maßgeblich sind Steckerform, Widerstandswert und die vorgesehene Nutzung für Fleisch oder Garraum. Wer hier passend auswählt, vermeidet neue Messfehler und bekommt beim nächsten Grillen verlässliche Werte.
Warum zeigt mein Thermometer nur die Grilltemperatur, aber keine Kerntemperatur an?
Meist ist der Fleischfühler nicht korrekt platziert, der Stecker sitzt nicht fest oder das Kabel hat einen Schaden. Auch eine falsche Kanalzuordnung in App oder Gerät kann die Ursache sein.
Wie teste ich, ob der Fühler selbst defekt ist?
Setze den Sensor in ein anderes Stück Fleisch oder prüfe ihn mit einem Zweitgerät. Reagiert er dort ebenfalls gar nicht oder nur stark verzögert, spricht das für einen Defekt am Fühler oder Kabel.
Kann ich den Fühler am Grillrost anliegen lassen?
Nein. Der Kontakt zum Metall verfälscht den Messwert deutlich. Der Sensor gehört in das Fleisch und muss frei von direkter Berührung mit dem Rost bleiben.
Fragen und Antworten
Warum zeigt das Gasgrill-Thermometer keine Fleischtemperatur an?
Meist sitzt der Fühler nicht tief genug im dicksten Teil des Fleisches oder er berührt Fett, Knochen oder die Grillfläche. Auch ein locker eingesteckter Stecker, ein beschädigtes Kabel oder eine leere Batterie können die Messung verhindern.
Wie tief muss der Temperaturfühler ins Fleisch?
Der Fühler sollte bis in die Mitte der dicksten Stelle reichen, ohne auf der Gegenseite wieder herauszukommen. Bei dünnem Grillgut hilft es, den Sensor seitlich einzuführen, damit die Messspitze wirklich im Fleisch liegt.
Kann Fett oder Knochen den Messwert verfälschen?
Ja, beides beeinflusst die Anzeige deutlich. Fett und Knochen leiten Wärme anders als Muskelfleisch, daher misst der Fühler dort oft zu hoch oder zu niedrig.
Woran erkenne ich einen defekten Fühler?
Ein beschädigter Fühler reagiert oft gar nicht, springt stark zwischen Werten oder zeigt dauerhaft unrealistische Temperaturen. Ein einfacher Test mit warmem Wasser oder Eiswasser zeigt schnell, ob der Sensor noch zuverlässig arbeitet.
Was prüfe ich zuerst bei einem kabellosen Thermometer?
Kontrolliere zuerst Batterie, Funkverbindung und den festen Sitz aller Steckverbindungen. Danach lohnt ein Blick auf die App oder das Empfangsmodul, weil ein Verbindungsfehler die Fleischtemperatur ebenfalls blockieren kann.
Kann die Grillhaube die Messung beeinflussen?
Ja, starke Hitze direkt über dem Fühler kann den Wert verfälschen, besonders wenn der Sensor zu nah an den Brennern liegt. Darum sollte der Fühler immer so platziert werden, dass er das Gargut misst und nicht die direkte Strahlung des Grills.
Was mache ich, wenn das Thermometer im Fleisch gar nichts anzeigt?
Ziehe den Fühler heraus, stecke ihn erneut sauber in die dickste Stelle und prüfe das Kabel auf Knicke oder Brüche. Bleibt die Anzeige leer, teste das Gerät außerhalb des Grills mit einem einfachen Temperaturvergleich.
Welche Rolle spielt die richtige Einstellung am Gerät?
Bei manchen Modellen muss erst der passende Messkanal gewählt oder ein Fleischtyp in der App eingestellt werden. Außerdem helfen Grenzwerte und Alarmfunktionen nur dann, wenn sie korrekt aktiviert sind.
Ist ein kurzer Kabeltest sinnvoll?
Ja, denn viele Ausfälle entstehen durch einen Wackelkontakt am Übergang zwischen Fühler und Kabel. Bewegt sich der Wert beim leichten Biegen des Kabels stark, sollte das Kabel ersetzt werden.
Wann lohnt sich ein neues Gasgrill-Thermometer?
Ein Austausch ist sinnvoll, wenn der Fühler trotz sauberer Platzierung, frischer Batterie und intakter Verbindung weiterhin falsche Werte liefert. Auch bei mehrfach beschädigten Kabeln oder fehlender Ersatzteilversorgung ist ein neues Gerät oft die bessere Lösung.
Wie vermeide ich Messfehler beim nächsten Grillen?
Setze den Fühler immer vor dem Grillen in den dicksten Teil des Fleisches und achte auf Abstand zu Knochen und Fett. Prüfe zusätzlich die Anzeige vor dem Auflegen kurz im kalten oder warmen Wasser, damit du früh erkennst, ob das Gerät sauber arbeitet.
Fazit
Die Ursache liegt meist nicht am Grill selbst, sondern an Sitz, Position, Kabel oder Verbindung des Messfühlers. Wer systematisch prüft, ob der Sensor richtig steckt, sauber arbeitet und vom Gerät korrekt erkannt wird, findet die Störung in kurzer Zeit. So lässt sich die Temperatur wieder zuverlässig überwachen und das Grillgut gelingt deutlich sicherer.